Baden-Württemberg

Im Bundesland Baden-Württemberg trifft Tradition auf zukunftsorientierte Ideen

Baden-Württemberg gehört mit Bayern zu den am südlichsten gelegenen Bundesländern Deutschlands. Mit der Hauptstadt Stuttgart und der umliegenden Region gehört Baden-Württemberg zu eines der wirtschaftsstärksten Ballungszentren Deutschlands. Die Attraktivität dieses Standorts ergibt sich ebenfalls aus der Nähe zu anderen Ländern wie Frankreich, der Schweiz und Österreich. Weiterhin grenzt Baden-Württemberg in Deutschland an die anderen Bundesländer Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz. Dieser zentrale Standort erhöht ebenfalls den Wunsch in Baden-Württemberg zu leben. Mit 10.9 Millionen Menschen zählt Baden-Württemberg aktuell zum Bundesland mit den drittmeisten Einwohnern. Mit der Mischung aus modernen Großstädten und malerischen Mittelgebirgen zeigt dieses Bundesland zudem ein sehr abwechslungsreiches Profil.

Die Geschichte von Baden-Württemberg

Neben der mit Schriftstücken und anderen belegten Beweisen dokumentierten Geschichte von Baden-Württemberg, ist auch die Urgeschichte dieses Bundeslandes inzwischen sehr gut erforscht. Durch Funde auch der Frühgeschichte konnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass auch Urmenschen wie der Homo Heidelbergensis hier Zuhause waren. Viele der Knochen oder auch Zeichnungen dieser Zeit vor mehr als 600.000 Jahren stammt aus Höhlen. Die ersten Kolonien und besiedelten Gebiete konnten auf einen Zeitraum vor etwa 40.000 Jahren datiert werden. Bei Ausgrabungen wurden neben Werkzeugen auch Kunstgegenstände und andere nicht überlebenswichtige Stücke gefunden. In den darauffolgenden Jahrtausenden sind die gefundenen Ausstellungsstücke immer künstlerischer geworden. Parallel wurden auch weitere Veränderungen in dieser Region dokumentiert. Vom Jäger und Sammler wurden die Menschen zunehmend zu Gruppen und später Familien die sich dauerhaft niederließen.

Bereits zu Zeiten Caesars entstanden erste dichter besiedelte Gebiete. Ein Grund hierfür waren die zahlreichen Flüsse wie Neckar, Donau und Rhein. Die vor 200 Jahren bereits zum Standard zählende Schifffahrt knüpfte die ersten Handelsbeziehungen in diese Region und sorgten dafür, dass das römische Reich Stück für Stück erweitert werden konnte. Jedoch durchzog sich genau durch das heutige Baden-Württemberg die Linie in welcher das römische Reich endete. Nach dem Zusammenbruch der Herrschaft Roms war es für lange Zeit üblich in kleinen Herzogtümern zu leben, wobei sich über die Jahrhunderte auch in diesem Gebiet eine ständische Gesellschaft bestehend aus Klerus, Adel und der zum Großteil Landwirtschaft betreibenden Bevölkerung. Neben der starken Zersplitterung des Gebiets war genau dies der Grund für kriegerische Auseinandersetzungen, die besonders im 16. und 17. Jahrhundert zu einer ernstzunehmenden Gefahr für die Region und Bevölkerung wurden. Auslöser waren bevorzugt religiöse Auseinandersetzungen zwischen der traditionellen Kirchen in Rom und den Reformatoren.

Bis zum zweiten Weltkrieg war Baden-Württemberg immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen um die Macht zur Erweiterung unterschiedlicher Länder wie zum Beispiel Österreich und Frankreich. Die zurückliegenden 70 Jahre seit Ende des zweiten Weltkriegs können daher als eine der am längsten andauernden Friedensphasen in der Geschichte dieses Bundeslandes geltend gemacht werden. Offiziell gegründet wurde das heutige Bundesland Baden-Württemberg im März 1952 durch den Zusammenschluss der bis dahin getrennt geführten Regionen Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. Der FDP zugehörige Reinhold Maier bildete das erste Kabinett und füllte darin die Rolle des Ministerpräsidenten aus.

Interessantes in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg stellt seit 2011 den ersten Ministerpräsidenten der Grünen. Seit dem 12. Mai 2011 trat Winfried Kretschmann das Amt des Ministerpräsidenten an, welches in den Wahlperioden zuvor bevorzugt von den Kandidaten der CDU gestellt wurde. Fünf Jahre später wurde Kretschmann zudem im Amt bestätigt.

Im Rahmen von Untersuchungen zum Klimaschutz und der globalen Erwärmung wurden auch in Baden-Württemberg Messungen durchgeführt und statistische Daten ausgewertet. Hierbei wurde ein signifikanter Anstieg der Tage mit Temperaturen über 25° festgestellt. Dies resultierte in einem Klimaschutzgesetz mit offiziellen Zielen, welches in dieser Form dem Vorbild des Landes Nordrhein-Westfalen gefolgt ist. In Verbindung mit der Stärkung erneuerbarer Energien sollen nicht nur die schädlichen Treibhausgase verringert, sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Baden-Württemberg gilt innerhalb Deutschlands als das Bundesland der Erfinder. Nur Bayern hat in Bezug auf angemeldete Patente noch die Nase vorn. Die hohe Anzahl an angemeldeten Patenten resultiert ebenfalls in einer erhöhten Anzahl an Innovationen aus diesem Bundesland. Dies zeigt die Attraktivität von Baden-Württemberg als zukunftsorientierter Standort für Wirtschaft und Forschung.

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg

Die industriellen Unternehmen zählen zum wirtschaftlichen Motor in Baden-Württemberg. Die seit Jahrzehnten sehr gute Konjunktur mit wenigen Schwankungen ist sowohl in Deutschland als auch Europa mit einer Vorbildfunktion behaftet. Insgesamt arbeiten fast 40 % aller erwerbstätigen Personen mit Arbeitsplatz in Baden-Württemberg im produzierenden Gewerbe. Im wesentlichen ruht die Wirtschaft auf drei wichtigen Branchen. Hierzu zählen die Autobranche mit bevorzugtem Sitz in Stuttgart, der Maschinenbau sowie die Fertigung von Waren aus Metall. Ein Großteil der in Baden-Württemberg ansässigen Unternehmen stammt entweder aus diesen Branchen oder ist als Zulieferer eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg verknüpft.

Trotz des Fokus auf zukunftsorientierte Unternehmen wird auch traditionellen Wirtschaftszweigen weiterhin Bedeutung geschenkt. Hierzu zählen bevorzugt die Landwirtschaft sowie manuell gefertigte Produkte. Deren Anteil am Bruttogesamtprodukt fällt zwar deutlich geringer aus als die Gewinne der Industrie oder des Dienstleistungssektors, dennoch sind genau diese Produkte wiederum ein Argument für Touristen sich für einen Urlaub in Baden-Württemberg zu entscheiden. Mit 49 Millionen Übernachtungen pro Jahr ist Baden-Württemberg einer der Spitzenreiter im Bereich des Tourismus. Neben luxuriösen Hotels mit modernen Spabereichen schätzen viele Reisende einfache Unterbringungen auf Bauernhöfe, um so ganz in den traditionellen Charakter der Urlaubsregionen im Schwarzwald einzutauchen. Dieser bildet daher jedes Jahr aufs Neue das beliebteste Urlaubsziel für deutsche und internationale Touristen in Baden-Württemberg.

Ebenfalls für die hohe Wirtschaftsleistung in diesem Bereich spricht die geringe Arbeitslosenquote von lediglich 3,6 %, die unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 5,7 %. Trotz der über 200.000 Menschen, die in der Tourismusbranche beschäftigt sind, handelt es sich nur bei einem verschwindend geringen Anteil davon um typische Saisonkräfte. Da das Bundesland ganzjährig als attraktives Reiseziel gilt, profitiert die Konjunktur auch von diesem glücklichen Umstand. Die Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht es Baden-Württemberg daher als Wirtschaftsstandort den Kurs der deutschen Wirtschaft zu einem wesentlichen Teil mitzubestimmen.

Die Hauptstadt von Baden-Württemberg

Stuttgart beinhaltet als Hauptstadt nicht nur die Landesregierung, sondern ist auch Teil des Ballungsraumes Stuttgarts. Zusammen mit den umgebenden Städten und Gemeinden erreicht diese Region eine Bevölkerungszahl von 2,7 Millionen Menschen. Hierzu zählen ebenfalls ländlichere Regionen, die aufgrund Ihrer Bedeutung für den Tourismus zwar weniger Menschen beherbergen, das Profil der Region erst abrunden. Besonders in Auge fallen hierbei die Weinberge deren Spazierwege zu Wanderungen und Anhöhen zu Panoramaaufnahmen Stuttgarts einladen. Stuttgart hat sich in den letzten Jahren zudem als eine der renommiertesten Städte für traditionelle Kunstformen entwickelt. Dazu zählen Puppentheater ebenso wie ein Theater, welches sich ganz auf die Kunst der Pantomime spezialisiert hat. In Kombination mit Comedyveranstaltungen und Aufführungen im Dialekt bietet die kulturelle Szene Stuttgarts für alle Einwohner und Besucher einen attraktiven Anziehungspunkt.

Obwohl keine der Städte in Baden-Württemberg die Marke von einer Million Einwohner erreichen kann, sind viele bis weit über die Grenzen des Bundeslandes bekannt. Hierzu gehört zum Beispiel die Universitätsstadt Heidelberg, in welcher besonders die medizinische Fakultät einen hervorragenden Ruf besitzt. Ein weiteres positives Beispiel ist Mannheim, deren Innenstadt in Quadraten gestaltet wurde und daher nicht nur bei Architekturfans und Stadtplaner beliebt ist.

Die Geographie von Baden-Württemberg

Mit seiner Bevölkerungszahl von mehr als 10 Millionen Bürgern und seiner Fläche von mehr als 35000 km² hat sich Baden-Württemberg zum drittgrößten Bundesland Deutschland entwickelt. Regionen wie der Schwarzwald oder die Rheinebene bestimmen die Landschaft, aber auch Regionen wie die Schwäbische Alb oder der Kraichgau sind typisch für Baden-Württemberg. Durch seine landschaftliche Vielfalt kann das Bundesland auch als Urlaubsregion begeistern. Seine Lage im Südwesten von Deutschland sorgt dafür, dass es gemeinsame Grenzen mit drei Staaten in Europa hat. Trotz seiner Einwohnerstärke von 305 Einwohnern je km² gibt es neben den großen Städten und Ballungsräumen wie Stuttgart viele ländliche Regionen.

Zu den Großstädten in Baden-Württemberg zählen die Städte Stuttgart mit mehr als 600000 Bürgern oder auch Mannheim mit mehr als 300000 Einwohnern. Selbst Karlsruhe kann noch um die 300000 Einwohnern vorweisen und auch Freiburg hat noch eine Einwohnerzahl von 229000 Bürgern vorzuweisen. Als krasses Gegenteil kann das Bundesland aber genauso ein Örtchen wie Böllen mit 91 Einwohnern bieten. Dies ist aber keine Ausnahme, denn Baden-Württemberg hat immerhin 586 Gemeinden, die nicht einmal auf eine Einwohnerzahl von 5000 Bürgern kommen. Blickt man auf 1124 km Grenze des Bundeslandes, dann verbinden Baden-Württemberg 860 km mit Bayern, 93 km mit Rheinland-Pfalz und 171 km mit Hessen. Die restlichen Grenzkilometer sind auf 179 km mit Frankreich verbunden, mit Österreich 86 km und mit der Schweiz immerhin 316 km. Hier ist vor allem auch der Bodensee zu nennen, den sich Deutschland, die Schweiz und Österreich teilen.

Flüsse wie der Rhein und die Donau sind wichtige Verkehrswege und verbinden das Bundesland mit anderen Regionen und anderen Ländern. Der Naturfreund kommt in den Baden-Württembergischen Landschaft voll auf seine Kosten, denn hier kann er als Urlauber in den Odenwald, den Schwäbischen Wald oder den Schwarzwald reisen. So sind 40 % der Fläche des Bundeslandes mit Wald bedeckt. Tief im Süden Deutschlands kann Baden-Württemberg auch Berge vorweisen, sodass der Feldberg mit 1493 Metern und die Hornisgrinde mit 1164 Metern auch einen Anreiz für alle Wintersportler bieten. Selbst Seen und Flüsse in großer Zahl machen dieses Bundesland zu einer beliebten Urlaubsregion, wobei Flüsse wie der Rhein, die Donau oder der Neckar auch wichtige Verkehrswege sein können. Natürlich darf der Bodensee als Schwäbisches Meer nicht vergessen werden, dass mit seinen 572 km² an Fläche der größte Süßwassersee auf dieser Erde ist.

Die Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg

Wer das Bundesland besucht und hier nach Sehenswürdigkeiten sucht, der wird stets fündig werden. Schon Städte wie Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe können wunderbare Bauwerke aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten bieten, die vom hochherrschaftlichen Schloss bis zu vielen sakralen Gebäuden reichen können. Hier ist der Spaziergang durch die Altstädte immer ein Vergnügen, denn viele Gebäude aus dem Mittelalter sind dank guter Pflege erhalten geblieben. Wo einst Fürsten, Grafen oder andere Landesherren residierten, dann kann heute der Urlauber sich über eine Führung durch alle Räume freuen. Aber auch die Häuser der Patrizier und des Bürgertums sowie vieler Prominenter vergangener Jahrhunderte zeigen den architektonischen Reichtum des Bundeslandes.

Mal einen Dom besuchen oder sich an der Architektur einer Landkirche erfreuen, mit vielen sakralen Gebäude aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten kann Baden-Württemberg einen großen architektonischen Schatz vorweisen. Wer jetzt als eine große Anzahl an schönsten Sehenswürdigkeiten betrachten will, der sollte den vielen Routen durch das Bundesland folgen. Hier können die badische Weinstraße, die Bergstraße oder die Burgenstraße dazu führen, dass ein Urlaub mit vielen Besichtigungen sehr unterhaltsam sein kann. Neben den Schönheiten des Mittelalters kann Baden-Württemberg auch antike Stätten bieten, die einen Einblick in das Leben der Menschen dieser Zeitperiode bereithalten können. Doch in diesem Bundesland wird bei den Sehenswürdigkeiten nicht nur auf die Vergangenheit gesetzt, denn moderne Attraktionen wie der Europapark in Rust sind bei den Urlaubern sehr beliebt.

Das Zisterzienzerkloster in Schöntal, der größte Marktplatz in Deutschland in Freudenstadt oder in Lautenbach in spätgotische Wallfahrtskirche, wer durch Baden-Württemberg reist, der kann sich auf viel Sehenswertes freuen. In den Großstädten wie Mannheim, Karlsruhe oder Stuttgart ist der Shoppingfan vom Angebot begeistert und hier kann auch das Nachtleben zu einer Sehenswürdigkeit werden. Dazu kommen die Weingebiete des Bundeslandes, die dem Urlauber schöne Stunden mit tollen Weinfesten bieten können. Und wer sich im Urlaub nach Kunst und Kultur sowie den interessantesten Museen sehnt, der ist in Baden-Württemberg immer willkommen. Hier wartet das Erlebnismuseum Die Welt von Steiff, das Keltenmuseum Hochdorf und auch das Porschemuseum kann viele interessante Stunden bei einer Besichtigung bescheren. Ein Bundesland wie Baden-Württemberg ist ideal für eine Reise, wenn der Urlauber sich auf viele tolle Sehenswürdigkeiten freuen will.