das Oktoberfest

die bayerische Tradition – das Oktoberfest

Willkommen auf dem vergleichsweise größten Volksfest der Welt, das 2019 bereits seinen 186. Geburtstag feierte; dem Münchner Oktoberfest

Das jährlich in der bayerischen Landeshauptstadt München stattfindende Oktoberfest zählt zu einem der vergleichsweise beliebtesten und quirligsten Volksfeste der Welt. Das Event lässt bayerisches Kulturgut, Entertainment, Kulinarik, Tradition und innovative Impulse gekonnt miteinander verschmelzen und gilt mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von rund 6 Millionen als eine Veranstaltung der Superlative mit überdurchschnittlich hohem Zulauf internationaler Gäste.

Mit seinem individuellen Charme und dem stimmigen Mix aus Tradition, Unterhaltung, Innovation und delikater Kulinarik ist die Wiesn im Bundesland Bayern ein attraktiver Anziehungspunkt für Menschen aller demographischen Altersklassen und Gesellschaftsschichten. Für ein Zeitfenster von jeweils sechzehn Tagen verwandelt sich die Fläche der Theresienwiese, die in den heutigen Bezirk Ludwigvorstadt- Louisenvorstadt eingebettet ist, in das vergleichsweise größte Volksfest der Welt. Im Kalenderjahr 2019 feierte das Oktoberfest seinen 186. Geburtstag.

Bayerische Prinzessin Therese als Namenspatin für Theresienwiese

Grundsätzlich sind die Geschichte von Theresienwiese und Wiesn nachweisbar eng miteinander verbunden. Demnach markiert das Kalenderjahr 1810 offiziell die Geburtsstunde des heutigen Oktoberfestes. Gemäß historischer Aufzeichnungen ließ die Münchner Bürgerwehr am 17.10. 1810 zu Ehren der Hochzeit zwischen dem Kronprinz Ludwig und Charlotte Louise von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810 auf dem Areal der Theresienwiese ein Pferderennen mit attraktivem Rahmenprogramm austragen. Das Event diente als Veranstaltung, die anlassgerecht den Abschluss der mehrtägigen Hochzeitsfeierlichkeiten einläuten sollte. Die Zuschauer verfolgten das Renngeschehen von einem von Wiesenflächen umschlossenen Hang aus, während das Hochzeitspaar die Veranstaltung von einem separaten Pavillon beobachtete.

So fungiert die Prinzessin Therese Charlotte Louise von Sachsen- Hildburghausen belegbar als Namensgeberin für die Theresienwiese, die seit jeher als Veranstaltungsort für das bayerische Volksfest dient.

Seit 1819 ist die Stadt München für die Durchführung der Veranstaltung verantwortlich

Die Veranstaltung fand einen überdurchschnittlich positiven Anklang in der Gesamtbevölkerung, so dass der zuständige Major der Münchner Bürgerwehr bereits wenige Tage im Nachgang an die Erstauflage des Rennens beim bayerischen Adel eine Genehmigung beantragte, die eine Wiederauflage des Festes im Folgejahr gestattete. 1811 wurde auf der Theresienwiese in Verbindung mit dem Pferderennen zusätzlich ein Landwirtschaftsfest ausgetragen, das von Unterhaltungsangeboten und imposanten Fahrgeschäften dominiert war. Seit dem Jahr 1819 ist die Landeshauptstadt München für die Organisation und Durchführung der Wiesn verantwortlich. Mit der Intention die Fläche rund um die Theresienwiese anhaltend offiziell als Festplatz zu deklarieren, fokussierte sich die Stadtverwaltung zielgerichtet darauf Privatgrundstücke zu erwerben, die auf der Fläche zum damaligen Zeitpunkt angesiedelt waren.

Zum Ausgang des 19. Jahrhunderts vervollständigten zudem verschiedene Bierzelte das Antlitz des bayerischen Volksfestes. Derartige Bier- und Festzelte sind bis heute stilprägend für die Großveranstaltung. Im Anschluss an den bundesweiten Niedergang der Monarchie, modifizierte die Stadt das Konzept für das Fest und passte es in diesem Rahmen optimal auf die spezifischen Bedürfnisse der Münchner Bevölkerung an. 1930 realisierte die Stadtverwaltung der Isarmetropole die Umgestaltung des Festplatzes. Im Zeitfenster zwischen 1939 und 1945 ließ der Zweite Weltkrieg die Wiesn ruhen.

Nach Kriegsende weckten die Behörden das Volksfest aus seinem unfreiwilligen ” Dornröschenschlaf”, rückten clever das bayerische Image in den Fokus der Veranstaltung und kreierten auf diese Weise ein eindrucksvolles Volksfest mit überdurchschnittlich hohem Unterhaltungswert, das sich unmittelbar als überregionaler Zuschauermagnet entpuppte und zum Markenzeichen der Stadt München avancierte. Traditionell fällt dem amtshabenden Oberbürgermeister der Metropole eine wichtige Rolle zu, die das unverwechselbare Profil des Events nachhaltig schärft. So eröffnet das Stadtoberhaupt traditionell um jeweils 12 Uhr des ersten Wiesntages mit dem Anstich des tatsächlich ersten Bierfasses auf dem Oktoberfest das Kult- Event. Der Ausspruch ” O´ zapt ist” genießt in diesem Kontext legendären Kultstatus, markiert er doch den Startschuss für die Wiesn- Feierlichkeiten.

Fazit

Die Wiesn hat seit ihrer Geburt im Jahre 1810 bis heute eine eindrucksvolle Geschichte durchlebt. Bayerisches Kulturgut steht seit jeher im Fokus der Veranstaltung und schenkt der Großveranstaltung sein unverwechselbares Flair.