Die Donau

Die Donau – Ein alter Handelsweg durch Europa

Die Donau ist mit einer Gesamtlänge von 2.857 Kilometern der zweitlängste Fluss Europas. Bereits vor den Römern hat sich entlang der Donau ein Handelsweg entwickelt, der bis heute die anliegenden Völker wirtschaftlich und kulturell verbindet.

Verlauf

Der Name ‘Donau’ wird erstmals ab dem Zusammenfluss der Brigach und der größeren Breg verwendet, die beide im Mittleren Schwarzwald (Baden-Württemberg) entspringen. Auf dem Weg zu ihrer Mündung im Schwarzen Meer durchfließt die Donau zehn europäische Länder.

An der Donau liegen mit Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad vier Hauptstädte von europäischen Staaten. Weitere nennenswerte Städte sind

* Regensburg (Donaubrücke von 1135 ist die älteste Brücke Deutschlands)
* Passau (Hier münden Inn und Ilz in die Donau und lassen den Strom für eine kurze Länge dreifarbig werden)
* Linz (Europäische Kulturhauptstadt 2009)
* Visegrád (ehemalige ungarische Königsstadt und Namensgeber der Visegrád-Staaten)

Ein Teil der Städte an der Donau sind römische Gründungen. Für viele Jahre bildete die Donau mit dem Donaulimes eine Grenze zwischen dem Römischen Reich und seinen Nachbarn.

Die Nebenflüsse der Donau

Die wasserreichsten Nebenflüsse der Donau sind der Inn, die Drau, die Save und die Theiß. Bezogen auf die Flusslänge sind noch die Flüsse Pruth, Sereth und Olt erwähnenswert, die alle eine Länge von > 500 km aufweisen und in den Unterlauf der Donau münden.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Donau

Für die Großschifffahrt ist die Donau ab Kelheim (Bayern) befahrbar. Über den Main-Donau-Kanal ist die Donau zusätzlich mit dem Rhein verbunden. Somit bildet die Donau auch eine Großschifffahrtsstraße zwischen der Nordsee und dem Schwarzem Meer.

Eine große Bedeutung nimmt die Donau auch als Energieträger ein. In Staaten wie Deutschland, Österreich, Slowakei, Serbien und Rumänien liefern Donaukraftwerke einen nennenswerten Beitrag zur Energieerzeugung aus Wasserkraft. Das leistungsstärkste Laufkraftwerk an der Donau liegt am Eisernen Tor an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien.

Zur besseren Abstimmung der Interessen der anliegenen Donaustaaten etablierte sich 1856 die Europäische Donaukommission. 1948 wurde diese durch die Donaukommission mit Sitz in Budapest abgelöst.

Die Donau als Lebensraum

Die Donau durchzieht eine Vielzahl von unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen. Der Fluss dient damit nicht nur Menschen als Verbindungsweg. So stellt die Donau eine der bedeutendsten Vogelzugstraßen in Europa dar. Weiters wird sie von zahlreichen Fischarten auf der Wanderung zu deren Laichplätzen durchschwommen. Zum Schutz der Pflanzen und Tiere wurden entlang der Donau mehrer nationale und internationale Naturschutzgebiete eingerichtet.

Die Touristische Bedeutung der Donau

Der Verlauf der Donau kann auf verschiedene Art und Weise erlebt werden. Besonders beliebt sind Flusskreuzfahrten mit Halt in den sehenswertesten Städten. Dabei werden Kulturlandschaften wie zum Beispiel die Weltkulturerberegion Wachau in Österreich durchquert.

Von den Ursprüngen bis zur Mündung lädt ein Donauradweg ein, dem Lauf des Stroms sportlich zu folgen. Mit dem Donausteig lassen sich Teile der Donau auch erwandern.

Die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Donaustroms wird mit der touristischen Themenstraße ‘Straße der Kaiser und Könige’ beworben.

Fazit

Die Donau bildet nach wie vor einen bedeuteten Handelsweg quer durch Europa. Ergänzend zur Bedeutung als Transportweg wurde sie in den letzten Jahrzehnten auch als Tourismusziel ständig beliebter und trat als Naturraum für Pflanzen und Tiere stärker ins Bewußtsein der Europäer.