Leipzig

Leipzig: Messestadt mit zentraler Bedeutung für Deutschland

Leipzig beherbergt über 600.000 Einwohner und zählt damit zu den zehn größten Städten Deutschlands und ist die die größte Stadt des Freistaats Sachsen. (Dresden: 572.240 und Chemnitz: 254.614) Lange Zeit wuchs Leipzig rasanter als Berlin und wurde gar als Hypezig betitelt. Als Wirtschaftsstandort und zentraler Verkehrsknotenpunkt hat die Messestadt deutschlandweit eine hohe Bedeutung erlangt. Bevor die Bevölkerung mit friedlichen Montagsdemonstrationen zur Deutschen Wiedervereinigung beitrug, wurde Leipzig aber von zahlreichen Kriegen geprägt. Komplexe Flusssysteme und viele Seen sowie sehenswerte Bauwerke aus verschiedenen Epochen kennzeichnen das Stadtbild bis heute.

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Leipzigs Geschichte: Zahlreiche Kriegsopfer und wichtiger Beitrag zur Wiedervereinigung

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wurde auf dem heutigen Stadtgebiet von Leipzig eine slawische Siedlung errichtet. Der Meißener Marktgraf Otto erteilte dem Ort im Jahr 1165 das Stadtrecht. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte Leipzig zunächst zum Kurfürstentum Sachsen und daraufhin zum gleichnamigen Herzogtum. 1497 erlangte der Ort für das Land eine wichtige Bedeutung. Denn der spätere römisch-deutsche Kaiser Maximilian I. erhob Leipzig damals zur Reichsmessestadt. In den folgenden Jahren wurde die Leipziger Messe weit über die sächsischen Grenzen hinaus als internationales Handelszentrum bekannt.

Nachdem es 1539 in der Stadt zur Einführung der Reformation gekommen war, bestimmten in den folgenden Jahrzehnten Kriege das Geschehen im Ort. Wegen der Opfer des Dreißigjährigen Kriegs verringerte sich die Bevölkerungszahl von Leipzig im 17. Jahrhundert um ein Drittel. Belagerungen und politische Konfrontationen behinderten in der Frühen Neuzeit auch die wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung der Stadt.

Während der Völkerschlacht bei Leipzig wurde in der Messestadt über die Zukunft Europas entschieden. Die Niederlage des mit Frankreich verbündeten Königreichs Sachsen wirkte sich nachhaltig auf den Verlauf der Befreiungskriege und die spätere Verbannung des Kaisers Napoleon aus. Als Schauplatz des historischen Gefechts musste die Stadt erneut unter verheerenden Kriegsfolgen leiden.

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts rückten in Leipzig der Buchhandel und die Wirtschaft langsam wieder in den Vordergrund. Im April 1825 gründeten Verleger in der Stadt den Börsenverein der Deutschen Buchhändler. Diese Leipziger Organisation bestimmte die Entwicklung des Buchhandels in Deutschland dauerhaft. Darüber hinaus etablierte die Stadt sich in demselben Zeitraum als mitteldeutscher Verkehrsknotenpunkt. Ab 1871 erreichte Leipzig den Großstadt-Status, nachdem der Ort die Marke von 100.000 Stadtbewohnern übertroffen hatte. Anschließend erhielt Leipzig als Standort des Reichsgerichts im Deutschen Reich eine besondere Bedeutung. Weil Leipzig zum Ziel von zahlreichen Fernbahnverbindungen wurde, entstand vor dem Ersten Weltkrieg im Ort ein riesiger Hauptbahnhof.

In der Weimarer Republik war das Leipziger Reichsgericht für die Aufklärung von Kriegsverbrechen zuständig. Ab 1933 übernahmen die Nationalsozialisten in der Stadt aber genauso wie im Rest Deutschlands die Kontrolle. Daher wurde auch das Reichsgericht in Leipzig für die Verbrechen in der Diktatur missbraucht.

Ab 1943 kam es in Leipzig im Zweiten Weltkrieg zu heftigen Luftangriffen. Nach zwei Jahren war mehr als die Hälfte der Gebäude in der Großstadt ernsthaft beschädigt oder vollständig zerstört. Rund 6.000 Menschen starben bei den Angriffen in Leipzig bis zur Entmachtung der Nationalsozialisten.

Als Bestandteil der sowjetischen Besatzungszone gehörte Leipzig ab 1949 der Deutschen Demokratischen Republik an. Die deutsche Teilung und die geschlossenen Grenzen wirkten sich für die Stadt äußerst negativ aus. Denn Leipzig hatte die große Bedeutung für den Verkehr in Deutschland dadurch fast vollständig verloren. Die wirtschaftlichen Probleme führten im Verlauf der sozialistischen Diktatur auch zu einem Bevölkerungsrückgang.

Bei der Deutschen Wiedervereinigung spielte Leipzig eine zentrale Rolle. Der gewaltlose Widerstand gegen die SED-Diktatur begann bereits 1982 mit Friedensgebeten in der Nikolaikirche. Im September 1989 versammelten die Leipziger sich dann schließlich erstmals bei einer offiziellen Montagsdemonstration. Die Stadtbevölkerung setzte die öffentlichen Proteste in den folgenden Monaten fort und trug somit in der DDR entscheidend zur friedlichen Revolution bei. Nachdem der Mauerfall und die ersten freien Wahlen die Wiedervereinigung herbeigeführt hatten, wurde die Großstadt ein Bestandteil des neuen Bundeslandes Sachsen.

Leipzigs Bedeutung im Bundesland Sachsen

Im Bundesland Sachsen leben circa 4. Millionen Einwohner, wobei mehr als Ein Drittel in den drei großen Städten leben. Dresden ist die Landeshauptstadt von Sachsen aber die allgemeine Bedeutung von Leipzig ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neben dem Bundesverwaltungsgericht und der Nationalbibliothek oder der jährlich stattfindenden Buchmesse bietet Leipzig beispielsweise den flächenmäßig größten Kopfbahnhof Europas sowie viele weitere Superlative .

Etwa 40.000 Studierende sind in den achten Leipziger Hochschulen eingeschrieben. Dresden bietet 11 Hochschulen in den 2023 45.000 Menschen studieren. Chemnitz bietet mit der Technischen Universität lediglich eine Hochschule an der circa 10.000 Studenten eingeschrieben sind.

Erst Anfang 2024 wurde Leipzig als lebenswerteste Stadt in Deutschland gekürt . Die kulturelle Szenerie von Leipzig wird maßgeblich von der Oper, dem Schauspielhaus, dem Gewandhausorchester, dem Thomanerchor und einer Vielzahl von Kabaretts geprägt. Im westlichen Stadtteil Gohlis befindet sich ein zoologischer Garten, der im Jahr 1878 gegründet wurde, während im Südosten ein botanischer Garten, der der Universität angeschlossen ist, zu finden ist. Das Sportforum im Westen der Stadt beherbergt die Red-Bull-Arena und die Multifunktionshalle "Arena Leipzig", die im Jahr 2002 eröffnet wurde. Im Süden der Stadt wurde der Freizeitpark Belantis im Jahr 2003 eröffnet.

Leipzig als wichtiger Industrie- und Finanzstandort

Über 5.000 Handwerksbetriebe und mehr als 38.000 Unternehmen sind in Leipzig tätig. Nur wenige ehemalige Staatsunternehmen der DDR setzten sich nach der Wiedervereinigung und den damit verbundenen Privatisierungen auf dem deutschen Markt durch. Stattdessen kam es ab 1990 zu zahlreichen Neugründungen. Darüber hinaus haben aber auch viele große Industriekonzerne Leipzig als Wirtschaftsstandort entdeckt. Neben Elektronikunternehmen eröffneten insbesondere renommierte Autohersteller in der sächsischen Großstadt Fabriken. Aus diesem Grund gilt Leipzig mittlerweile als ein wichtiger Standort der Autoindustrie.

Außerdem ist die Stadt der Sitz von bekannten Banken. Leipzig zählt daher in Ostdeutschland zu den bedeutendsten Finanzstandorten. In der Energiewirtschaft spielt der Ort für mehrere Versorger genauso eine große Rolle. Für international tätige Logistikunternehmen bleibt Leipzig wiederum ein unverzichtbarer Verkehrsknotenpunkt. Denn der Flughafen Leipzig/Halle ermöglicht Transportunternehmen als Luftdrehkreuz die tägliche Koordinierung von weltweiten Lieferungen.

2004 erreichte Leipzig mit einer Verschuldung in Höhe von über 900 Millionen Euro einen Rekordwert. Im Verlauf der folgenden 13 Jahre verringerte die Stadt den Schuldenstand um ein Viertel. Mittelfristig strebt der Stadtrat einen vollständigen Schuldenabbau an. Je nach Berechnung liegt der Wert 2023 bei etwa 500 Millionen Euro .

Bedeutung von Gesundheitswesen und Tourismus

Im Gesundheitswesen genießt Leipzig ebenfalls einen guten Ruf. Zahlreiche renommierte Krankenhäuser aus der Großstadt sind durch eine hervorragende Ausstattung bekannt geworden. Das Universitätsklinikum und das Leipziger Herzzentrum spielen bei der medizinischen Versorgung in Sachsen eine entscheidende Rolle. Außerdem hat das Klinikum St. Georg mit einem Verletztenzentrum für schwere Brandwunden und einem Infektionszentrum für die Medizin eine deutschlandweite Bedeutung erlangt.

Der Tourismus stellt für Unternehmen in Leipzig eine weitere wichtige Einnahmequelle dar. Jährlich besuchen fast zwei Millionen Gäste die Stadt. Bei der Hälfte der Touristen handelt es sich um Deutsche. Insgesamt kommt es pro Jahr ungefähr zu drei Millionen Übernachtungen in Leipziger Hotels und sonstigen Unterkünften. Im Gastgewerbe der Stadt sind über 100 Firmen tätig.

Stabiles Mietpreisniveau und gut ausgebautes Verkehrsnetz in Leipzig

Die Mietpreise in Leipzig sind im Verlauf der Zeit relativ stabil geblieben. 2017 lagen die Kosten für Mieter in der sächsischen Großstadt leicht unter dem deutschlandweiten Durchschnitt. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass das Nettoeinkommen der Leipziger beim bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich war. Allerdings sind die Mieten seit 2009 um satte 66 Prozent gestiegen . Die durchschnittliche Angebotsmiete lag 2022 bei 7,23 Euro.

Bis kurz vor Mitternacht sind Busse und Züge im gesamten Stadtverkehr unterwegs. Zudem verbindet ein zusätzlicher Nachtverkehr den Hauptbahnhof mit beliebten Plätzen. Beim Größenvergleich der oberirdischen Straßenbahnverkehrsnetze belegt Leipzig in Deutschland direkt hinter der Hauptstadt Berlin den zweiten Platz. Auf einer Gesamtstrecke von rund 150 Kilometern stehen rund um das Stadtgebiet mehr als 500 Haltestellen zur Verfügung. Eine moderne U-Bahn ist in der Stadt ebenfalls vorhanden. Unter der Innenstadt von Leipzig befindet sich ein City-Tunnel mit einer Länge von fast 1,5 Kilometern.

Fahrradfahrer profitieren in der Großstadt auch von einem gut ausgebauten Verkehrsnetz. Die Polizei kontrolliert während des gesamten Tags häufig, ob die Lichter von Fahrrädern richtig funktionieren. Bei Verstößen müssen Radfahrer mit hohen Bußgeldern rechnen. Darüber hinaus sind wichtige Plätze in der Stadt mit Taxis schnell erreichbar.

Zehn Stadtbezirke im Süden des Norddeutschen Tieflands

Leipzig liegt in Sachsen im südlichen Teil des Norddeutschen Tieflands an der Grenze zum Landkreis Nordsachsen. Magdeburg und Dresden sind jeweils etwas mehr als 100 Kilometer entfernt. Bis zur tschechischen Hauptstadt Prag müssen Reisende ab Leipzig ungefähr die doppelte Distanz zurücklegen. Die Strecke bis Berlin beträgt wiederum rund 200 Kilometer. Bis zur polnischen Woiwodschaft Niederschlesien überwinden Leipziger eine ähnliche Entfernung. Die Grenzen der Stadt erreichen eine Gesamtlänge von rund 130 Kilometern.

Nach Flensburg sind es etwa 555 Kilometer über die A7 und in den Süden nach Konstanz sind es knapp 615 Kilometer über die A9. Für die etwa 450 Kilometer nach München benötigen Reisende circa 4 h 25 Minuten. Leipzig liegt demnach recht zentral in Deutschland. Weitere Großstädte sind via A14, A38 und A72 zügig erreichbar. Mit dem Zug sind Reisende in dreieinhalb Stunden in Hamburg, München oder Frankfurt.

Insgesamt besteht Leipzig aus 63 Ortsteilen, die wiederum zu zehn Bezirken gehören. Mehrere Stadtteile wurden im Verlauf der Zeit eingemeindet. Die Grenzen der ehemals eigenständigen Dörfer haben sich durch Verwaltungsreformen jedoch zum Teil verändert. Mehr als die Hälfte des Stadtgebiets von Leipzig wird entweder für die Landwirtschaft oder als Wald- und Erholungsfläche genutzt. Der Anteil von Freiflächen und Gebäuden liegt hingegen knapp unter 30 Prozent.

Aufteilung der 297 m² Stadtfläche

  • Landwirtschaft 32,3 %
  • Wohnbauflächen 16,8 %
  • Verkehrsflächen 12,1 %
  • Sport-, Freizeit-, Erholungsflächen 11,9 %
  • Industrie und Gewerbe 10,3 %
  • Waldflächen 6,6 %
  • Wasserflächen 3,9 %

Der Anteil von Wald- und Wasserflächen macht etwas mehr als 10 Prozent des Gesamtgebietes ein .

Drei große Flüsse im Auenwald und viele Seen in Leipzig

In den Waldgebieten von Leipzig dominiert der große Auenwald. Dort stehen vor allem Ahornbäume, Eschen und Eichen. Darüber hinaus entdecken Besucher im Leipziger Auenwald unter anderem Schwarzerlen, Linden und unterschiedliche Wildobstarten. Viele Vogelarten verwenden das Naturgebiet als Lebensraum. Obwohl der Hartholzwald direkt am Stadtgebiet liegt, gilt er als naturbelassen.

Die Pleiße, die Parthe und die Weiße Elster erzeugen zusammen den Leipziger Gewässerknoten. Durch den Knoten werden die verschiedenen Arme von diesen drei Flüssen vernetzt. Darüber hinaus gibt es in Leipzig eine Vielzahl von kleinen Bächen. Die Flüsse prägen das Stadtbild und sind für die Entstehung der Auenwaldlandschaft verantwortlich. Um die Hochwassergefahr zu verringern und das Verkehrsnetz auszubauen, haben die Stadtbewohner im Verlauf der Zeit das Wasser mit Kanälen und Gräben umgeleitet. Zugleich nutzte die Leipziger Bevölkerung die Fließgewässer für den Betrieb von Mühlen. Mit zahlreichen Mühlgräben brachten die Sachsen seit dem Mittelalter die Wasserräder in Schwung.

Wegen des Bergbaus kam es in Leipzig zudem zur Bildung von mehreren Seen. Zusätzlich wurden für die Zucht von Fischen und die Verschönerung des Stadtbilds Teiche künstlich angelegt. Die folgenden Leipziger Seen gelten als besonders bekannt:

  • Zwenkauer See: Restloch des gleichnamigen Braunkohletagebaus im Südwesten
  • Cospudener See: Im Süden aus einem gefluteten Tagebaurestloch hervorgegangen
  • Elsterstausee im Westen
  • Auensee: Gewässer im Auenwald im Nordwesten
  • Kulkwitzer See: Im Südwesten durch zwei frühere Braunkohletagebauflächen entstanden
  • Markleeberger See: Eingangstor zur Seenlandschaft im Süden

Beeindruckende Kirchenbauwerke in Leipzig

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Leipzigs zählen viele Kirchenbauwerke. Die Nikolaikirche spielte in der Stadtgeschichte als Versammlungsort bei den Montagsdemonstrationen gegen die DDR-Diktatur eine ganz besonders wichtige Rolle und ist darum ein Wahrzeichen des Orts. Darüber hinaus lässt dieses Gebäude immer noch Überreste des romanischen Baustils aus dem 12. Jahrhundert erkennen. Die Thomaskirche verfügt in Leipzig ebenso über eine hohe Bedeutung. Denn das Bauwerk ist ein Paradebeispiel für die gotische Baukunst. Für Musikliebhaber gilt ein Besuch in der Thomaskirche auch als Highlight, weil der legendäre Komponist Johann Sebastian Bach dort einen großen Teil seiner Karriere verbrachte.

Bei römisch-katholischen Gläubigen löst in Leipzig wiederum die Pfarrkirche St. Bonifatius eine spezielle Faszination aus. Diese Kirche wurde in der Weimarer Republik den Opfern des Ersten Weltkriegs gewidmet. Neben der Bonifatiuskirche veranschaulicht die Versöhnungskirche genauso den Stil, der die Bewegung des Neuen Bauens am Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt hat.

Renaissancebauten, Hochhäuser und Museen der sächsischen Großstadt

Wer in Leipzig einen traditionsreichen Renaissancebau sucht, wird dort ebenfalls stets fündig. Das Alte Rathaus gilt zum Beispiel als richtungsweisendes Bauwerk des 16. Jahrhunderts. Darüber hinaus errichtete der verantwortliche Baumeister Hieronymus Lotte während der Renaissance auf dem Leipziger Marktplatz die Alte Waage, die immer noch von Geschäftsleuten genutzt wird. Zahlreiche frühere Handelshöfe, die ein Bestandteil der Messe waren, verdeutlichen Besuchern auch die Verbindung zwischen der Architektur und dem lebendigen Handel in der Stadtgeschichte.

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Das Neue Rathaus erweckt hingegen in erster Linie durch die außergewöhnliche Größe die Aufmerksamkeit von Touristen. Auf den Ruinen der alten Pleißenburg errichteten die Leipziger dieses Gebäude kurz vor dem Ersten Weltkrieg mit einem Turm, der über eine Höhe von rund 115 Metern verfügt. Darum handelt es sich um eines der höchsten Rathausgebäude Europas. Das Völkerschlachtdenkmal belegt im internationalen Größenvergleich ebenso einen Spitzenplatz. Mit einer Bauhöhe von 91 Metern wurde das Denkmal in der sächsischen Großstadt zu einer Landmarke. Es gibt in Leipzig aber noch höhere Bauwerke. Ein Stahl- und Hartgusswerk im Stadtteil Knautnaundorf übertrifft eine Gesamthöhe von 200 Metern. Das zweithöchste Gebäude ist der Leipziger Funkturm.

Wegen der Gewässer prägen zudem zahlreiche Stege und Brücken das Stadtbild von Leipzig. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts sind auch viele Hochhäuser entstanden, während die Architektur der Moderne sich in Sachsen etablierte. Der erste große Stahlbetonbau Leipzigs war das Krochhochhaus am Augustusplatz. Dort gelten zugleich das Gewandhaus und das Opernhaus als Sehenswürdigkeiten.

Die Leipziger Kultur wird in zahlreichen Museen des Ortes vermittelt. Bei vielen Ausstellungen zum Thema Musik stehen die berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy im Mittelpunkt. Über Leipzigs Bedeutung für den Druck und Handel von Büchern erhalten Touristen bei Museumsbesuchen ebenfalls faszinierende Informationen. In der traditionsreichen Stadt gelten unter anderem Führungen in den folgenden Museen als Highlight:

  • Stadtgeschichtliches Museum
  •  Deutsches Buch- und Schriftmuseum
  • Museum für Musikinstrumente
  • Antikenmuseum der Leipziger Universität
  • Ägyptisches Museum
  • Mitspielzeugmuseum
  • Museum für Druckkunst

Fazit: Leipzig blüht seit 1990 auf

Kriege und Diktaturen haben die Entwicklung von Leipzig oft zurückgeworfen. Die Messestadt hat aber insbesondere mit den Montagsdemonstrationen einen wichtigen Beitrag zur Deutschen Wiedervereinigung geleistet. Von der Einheit hat Leipzig dann selbst profitiert. Denn als Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt ist die sächsische Großstadt für die Bundesrepublik Deutschland inzwischen unverzichtbar geworden. Trotz der wirtschaftlichen Fortschritte blieb in der Leipziger Umgebung ein großes Waldgebiet mit zahlreichen Gewässern weitgehend erhalten. Außerdem beflügeln Sehenswürdigkeiten aus unterschiedlichen Epochen in der Stadt nebenbei den Tourismus.