Die Aller
Die Aller
Die Aller und ihre zahlreichen Nebenflüsse prägen das Landschaftsgebiet zwischen der Magdeburger Börde, dem Elbe-Aller-Urstromtal und dem Weser Tal in NiedersachsenNiedersachsen ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland und erstreckt sich von der Nordsee bis zum Harz. Hannover ist die Landeshauptstadt und ein weltweit bedeutender Messestandort. Das Land ist das Zentrum der deutschen Automobilproduktion rund um Wolfsburg. Die Landwirtschaft spielt hier eine tragende Rolle. Zudem ist die Windkraft ein zentraler Energiefaktor.. Bereits im Mittelalter verband der Fluß die Handelszentren in Magdeburg, Braunschweig und Celle mit der Nordsee und dem Seehafen in BremenDer kleinste deutsche Stadtstaat besteht aus den zwei Städten Bremen und Bremerhaven. Bremen ist bekannt für die traditionsreiche Seefahrt und den bedeutenden Außenhandel. Die Stadtmusikanten sind das weltberühmte Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Bremerhaven ist ein wichtiger Standort für die maritime Forschung. Zudem verfügt Bremen über eine traditionsreiche Luftfahrtindustrie.. Landschaftlich ist der Flussverlauf durch die verschiedenen norddeutschen Tiefebenen und Mittelgebirge geprägt.
Von der Quelle bis zur Mündung
Die Aller hat ihre Quelle in der Magdebuger Förde in der Nähe der Ortschaft Wanzleben im Ortsteil Eggenstedt, westlich der Sachsen-Anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg. Von dort aus verläuft der Oberlauf der Aller in einem relativ schmalen, teilweise 50 Meter tief eingeschnittenen Tal, dem sogenannten Elbe-Aller-Urstromtal. Hier fließt der Fluß durch Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt ist das Land der Frühgeschichte und des Weltkulturerbes mit der Hauptstadt Magdeburg. Es beherbergt die meisten UNESCO-Stätten in Deutschland, darunter das Bauhaus Dessau. Der Harz mit dem Brocken ist ein bedeutendes Natur- und Wandergebiet. Wirtschaftlich ist die Region stark in der Chemieindustrie verwurzelt. Zudem wurde hier die Reformation durch Luther geprägt.. Im weiteren Verlauf erreicht er Niedersachsen und erreicht östlich von Wolfsburg ein weiteres ehemaliges Urstromtal: das Aller-Weser-Urstromtal. Beide Täler gehen auf die Eiszeit zurück. Von dort aus fließt die Aller mit relativ flachem Verlauf am Südrand der Lüneburger Heide entlang. Der FlussEin Fluss ist ein natürliches, fließendes Gewässer auf dem Festland, das meist in ein Meer, einen See oder einen anderen Fluss mündet. Er speist sich aus Quellen, Niederschlägen oder Schmelzwasser. Im Gegensatz zum Bach weist ein Fluss eine größere Wasserführung und Breite auf, was ihn ökologisch und wirtschaftlich bedeutsam macht. schlängelt sich hier in zahlreichen Windungen in nördlicher und westlicher Richtung bis hin zur Mündung in die Weser südlich der Stadt Verden an der Aller. Der Fluss hat eine Gesamtlänge von 263 Kilometern. Bemerkenswert ist seine geringe Fließgeschwindigkeit und geringe Gewässertiefe. Trotzdem war die Aller seit dem Mittelalter ein wichtiger Handelsweg. Möglich wurde die Schifffahrt auf der Aller durch eine Vielzahl von Staustufen und damit auch Schleusen.
Nebenflüsse der Aller
In ihrem Verlauf nimmt die Aller zahlreiche Nebeflüsse auf: westlich fließen
- Oker
- Fuhse
- Wietze
- Leine
- Alpe
- Wölpe in den Fluß.
Aus östlicher Richtung kommen die
- kleine Aller
- Ise
- Lachte
- Bruchbach
- Örtze
- Meiße
- Böhme
- Lehrde
- Gohbach
Bedeutend für die Aller sind allerdings Oker und Leine: diese beiden Zuflüsse nehmen das Schmelzwasser der Schneefälle aus dem Harz auf, was für die Aller ein großes Risiko für Hochwasser bedeutet. Rückehaltebecken und Flußausbauten sollen die Gefahr eindämmen helfen.
Städte und Kulturdenkmäler an der Aller
Die Aller fließt durch eine eher dünn besiedelte norddeutsche Landschaft. Die bedeutendste Großstadt ist Wolfsburg. Diese gewann mit der Autoproduktion während der dreißiger Jahre an Bedeutung. Wolfsburg wird auch VW Stadt genannt. Nach großen Zerstörungen im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt wiederaufgebaut. Nicht nur als Industriestadtort wird Wolfsburg im letzten Jahrzehnt wahrgenommen, sondern durch den Bau eines bedeutenden Museums und Erlebniscenters ist die Attraktivität für Touristen erheblich gestiegen. Mittelalterlich geprägt sind dagegen die StädteStädte in Deutschland sind rechtlich eigenständige Gemeinden mit Stadtrecht, die als wirtschaftliche und kulturelle Zentren fungieren. Sie reichen von historischen Kleinstädten bis zu Millionenmetropolen wie Berlin. Charakteristisch sind eine dichte Bebauung, zentrale Marktplätze und eine ausgeprägte Infrastruktur. Als "kreisfreie Städte" übernehmen sie zudem oft Aufgaben der Kreisverwaltung selbstständig. Gifhorn, Celle und Verden. Vor fünfhundert Jahren wurden alle diese Städte durch den Handel auf dem Schifffahrtsweg Aller geprägt, Zeugen dafür sind eine reiche Fachwerksarchitektur und bedeutende Kirchen. Gifhorn, am Rande der Lüneburger Heide gewann durch die Torfproduktion weitere wirtschaftliche Bedeutung.
Das südlich der Lüneburger Heide liegende Celle ist als Fachwerkstadt bekannt: Im Kern der Altstadt sind über vierhundert Fachwerkhäuser erhalten, die, gut gepflegt mit ihren teilweise bunt gestrichenen Holzbalken eine faszinierende Touristenattraktion sind. Im Zentrum der Innenstadt befindet sich am Markt das historische Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Bedeutend ist auch das ehemalige Welfenschloss mit Anklängen an den Barock und ebenso Stilelementen der Weserrenaissance.
Eine Kleinstadt mit großer Bedeutung für die Pferdezucht ist Verden an der Aller, in der Nähe zur Wesermündung. Hier zeugen imposante Gutshöfe vom Reichtum der Pferdezüchter. Pferdemärkte, Turniere und bekannte Reiterfamilien stammen aus Verden. Die Aller ist somit ein Fluß mit großem Freizeitpotential: Landschaftliche Highlights wie eindrucksvolle Urstromtäler, die Lüneburger Heide und die Wesermündung bei Verden.



