Metropole Köln

Köln – Die eindrucksvolle Domstadt am Rhein

Köln liegt im Westen Deutschlands direkt am Rhein. Die Stadt gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen und ist mit mehr als einer Million Einwohnern die viertgrößte Stadt in Deutschland. Lediglich Berlin, München und Hamburg sind größer als Köln.

Köln wird auch Domstadt genannt. Der Grund ist naheliegend. Das berühmteste Wahrzeichen von Köln ist der Kölner Dom. Der Bau des Doms hat mehr als 600 Jahre gedauert: 1248 wurde damit begonnen, beendet wurde der Bau 1880. Doch das ist natürlich nicht das einzige, was die unzähligen Besucher mit der Rheinstadt in Verbindung bringen.

die Kranhäuser und der Kölner Dom sind zu sehen

Die Stadt ist ebenfalls berühmt für seinen Karneval, die sogenannte fünfte Jahreszeit in Köln. Mehr als eine Million Menschen besuchen Jahr für Jahr den Rosenmontagzug, den Höhepunkt des Kölner Straßenkarnevals.

Fakten zur Stadt Köln

Sprache/ Dialekt:Deutsch / Kölsch
Geographische Lage:Koordinaten: Breitengrad 50°55.9998′ N – Längengrad 6°57′ O
Fläche:405,02 km²
Stadtgliederung:9 Bezirke, 86 Ortsteile
Postleitzahlen:50667-51149, 51467 – Postleitzahlen von Köln
Telefonvorwahl:0221, 02203
Kfz-Kennzeichen:K

Wappen  von Köln

Metropole Köln

Historisches Köln – Von der Gründung bis in die Neuzeit

Der römische Kaiser Claudius erhob im Jahr 50 das heutige Köln zur Stadt. Damit ist die Stadt Köln beinahe 2000 Jahre alt. Noch heute erinnern einige Bauten, wie beispielsweise ein Teil der Stadtmauer, an die Römerzeit. Mit den Römern war auch das Christentum nach Köln kommen.

Nach dem Niedergang des Römischen Reiches eroberten die Franken 455 die Stadt. Im Hochmittelalter zählte Köln 40.000 Einwohner und war die größte Stadt im deutschsprachigen Raum. Als wichtige Handelsstadt in Europa wurde Köln zum Bischofssitz. Karl der Große gründete 785 das Erzbistum Köln. Er verlieh dem Erzbischof sowohl kirchliche als auch weltliche Macht. Der Kölner Erzbischof war im Heiligen Römischen Reich überaus mächtig.

Ab dem 12. Jahrhundert führte Köln dann die Bezeichnung Sancta in ihrem Namen. Im Volksmund hört man noch hin und wider den Begriff “et hillije Kölle”. In dieser Zeit beschloss die Kirche, allen voran der Erzbischof ein große und zugleich beeindruckende Kirche zu bauen. In dieser würde man dann den Reliquien angemessen aufbewahren können. Damit erfolgte 1248 die Grundsteinlegung vom Dom. Dessen Bau sollte, wie bereits erwähnt, erst mehr als 600 Jahre später fertiggestellt werden.

Im Jahr 1259 wurde der Grundstein für den Reichtum der Stadt gelegt. Köln erhielt das sogenannte Stapelrecht verliehen. Das bedeutete, die Kölner Bürger hatten nun ein Vorkaufsrecht auf alle Waren, die auf dem Rhein transportiert wurden. Dies erhöhte den Wohlstand der Bürger der Stadt und der Stadt selber erheblich.

Nach zahlreichen Kämpfen zwischen den Truppen des Kölner Erzbischofs und dem Grafen Adolv V. von Berg sowie den Kölner Bürgern, konnte sich Köln aus den Fängen des Erzstifts befreien. Dem Erzbischof war nur noch erlaubt, die Stadt Köln zu betreten, um religiöse Handlungen vorzunehmen. Es gab in der Folge immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Zünften und dem patrizischen Rat der Stadt. Die Patrizierherrschaft wurde 1396 ebenfalls beendet. Die Stadt erhielt eine ständische Verfassung. Bis Köln allerdings Freie Reichsstadt wurde, dauerte es noch viele Jahre, bis 1475.

Köln wurde mächtiger und reicher. Durch viel Geschick konnten sie sich ihren Reichtum sichern. Beispielsweise während des Dreissigjährigen Krieges blieben sie durch geschicktes Taktieren unversehrt und konnten sich sogar freikaufen. Sie profitierten aber auf der anderen Seite von Waffengeschäften, indem sie Kriegsmaterialien verkauften. Den katholischen Glauben behielten die Kölner, als einzige freie Reichsstadt.

1794 zogen die französischen Truppen während der Koalitionskriege ein. Köln war nun nicht mehr freie Reichsstadt sondern Teil der französischen Republik. Die Kölner Bürger begrüssten aber die französischen Truppen als Befreier und nicht Besetzer. So war die Besetzung für viele kein Problem und die Bürger hielten in dieser Zeit loyal zurm Kaiserreich von Napoleon. Als er 1804 die Stadt besuchte, waren die Menschen begeistert und sie bereiteten ihm einen grandiosen Empfang. Daraufhin wurde Köln der Ehrentitel “Bonne ville de l’Empire français” verliehen, was so viel heisst wie “gute Stadt des französischen Kaiserreiches”.

Nach den Befreiungskriegen erfolgte eine neue Gebietsverteilung. Die Stadt Köln und das gesamte Rheinland wurde durch den Wiener Kongress 1815 Teil des Königreichs Preußen. Damit wurde auch in Köln der Grundstein für nationalistisches Denken gelegt. Die eher liberalen Gesetze aus der französischen Zeit blieben aber bestehen. Der Name aber wurde “verdeutscht”. Der jetzige Name in der heute bekannten Schreibweise, also Köln, gab es aber erst nach dem Ende des Kaiserreiches, also 1918.

Als Teil des Königreichs Preußen gewann Köln durch seine Bankhäuser an Bedeutung. Es war neben Berlin die wichtigste Stadt. Dank dem Betreiben des preußischen Königs und des Kaisers wurde in dieser Zeit auch endlich der Bau des Doms abgeschlossen.

Während des Ersten Weltkrieges wurde Köln mehrmals angegriffen. Viel schlimmer als die Angriffe waren aber die Folgen des Ersten Weltkrieges. Die Menschen verarmten immer mehr, die Inflation und Reparationszahlungen von Deutschland an die Gewinner des Krieges trug zur Verarmung der Menschen in Deutschland und in Köln bei. In der Folge gewannen die Nationalsozialisten in der Politik immer mehr an Bedeutung und konnten sich bei den Wahlen viele Plätze in den Parlamenten sichern. Das war in Köln nicht anders als in allen anderen deutschen Städten.

Während des darauffolgenden Zweiten Weltkrieges gab es insgesamt 262 Luftangriffe auf die Stadt. Die Einwohnerzahl hatte während des Krieges stark abgenommen. Von etwa ursprünglich 772.000 Einwohnern gab es Ende des Krieges noch 104.000 Einwohner. Köln war zerbomt und viele Stadtteile und Straßenzüge dem Erdboden gleichgemacht. Inmitten der verwüsteten Stadt standen die beiden Türme des Kölner Doms. Ein Bild mit einer hohen Symbolik für die Stadt Köln, aber auch für die Sieger und Verlierer des Krieges. Viele waren geflüchtet, andere bei den Angriffen getötet worden. Erst 1959 erreichte die Zahl der Bevölkerung von Köln wieder den Stand von rund 770.000 Einwohnern.

1975 erfolgte eine Gebietsreform. Schlagartig überschritt die Einwohnerzahl der Domstadt fortan die Millionengrenze und Köln war nach West-Berlin, München und Hamburg die vierte Millionenstadt.

Interessantes und Wissenswertes zu Köln

Auch bei interessanten und kuriosen Fakten ist der Dom natürlich ein Thema. So haben Berechnungen ergeben, dass ein Bau des Kölner Doms heute 10 Milliarden Euro kosten würde. Eine weitere interessante Zahl zum Kölner Dom betrifft das Südhausquerfenster. Es wurde 2007 durch einen Kölner Künstler neu gestaltet. Er hat dafür sagenhafte 11.000 Quadrate verwendet, die farbig-schillern.

Erstaunliche Zahlen über Köln gibt auch vom zweiten Besuchermagneten der Stadt, dem Kölner Karneval. Er ist auch wirtschaftlich von Bedeutung. Mehrere hundert Millionen Euro werden Jahr für Jahr an Umsatz am Karneval generiert und 5.000 Arbeitsplätze durch den Karneval gesichert. Die 12.000 Teilnehmer des Rosenmontagszugs werden eine Unmenge von Süßigkeiten in die Menge, alleine etwa 700.000 Tafeln Schokolade.

Die Wirtschaft der Rheinmetropole Köln

Seit jeher sind der Handel und der Verkehr wichtig für die Wirtschaft der Stadt Köln. Traditionelles, produzierendes Gewerbe ist kaum mehr zu finden in der Stadt. Dafür ließen sich Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistungen in Köln nieder und schufen neue Arbeitsplätze in und um die Stadt.

Starke und wichtige Branchen in der Stadt sind neben dem Dienstleistungssektor die Chemie- und die Pharmaindustrie, der Maschinen und Anlagebau- aber auch die Automobilwirtschaft. Köln ist ebenfalls eine Medienmetropole: Große Fernsehanstalten, viele Hörfunksender und Verlage haben ihren Sitz in der Rheinmetropole und sind wichtige Arbeitgeber in der Stadt.

Köln ist ein wichtiger Bildungs- und der drittgrößte Hochschulstandort Deutschlands. 17 staatliche sowie private Hochschulen sind in der Domstadt angesiedelt mit insgesamt mehr als 100.000 Studierenden. Doch auch wichtige Forschungseinrichtungen wie etwa die European Space Agency (ESA) befinden sich in Köln.

Die Stadt am Rhein ist ebenfalls eine bekannte Messestadt. Für Veranstaltungen stehen fast 200 Veranstaltungsstätten zur Auswahl. In den rund 280 Hotels können beinahe 35.000 Gäste untergebracht werden. Bekannte Messen in Köln sind etwa die Anuga oder die Art Cologne. Jährlich finden mehr als 50.000 Veranstaltungen mit mehr 4,4 Millionen Teilnehmenden statt.

Die Stadt, ihre Lage und ihre Flüsse – Geographie und Landschaft von Köln

Das Stadtgebiet von Köln umfasst 405,17 km², davon rund 230 km² auf der linken Seite des Rheins und rund 175 km² rechts des Rheins. Der Rhein ist in vielerlei Hinsicht prägend für die Stadt. Sie liegt in der sogenannten Kölner Bucht. Das ist eine Flusstallandschaft, die durch den Rhein geprägt wurde. Köln liegt an einer günstigen und auch geschützten Lage. Dank dieser herrscht dort ein besonders mildes Klima. In der Übergangszone zwischen See- und Kontinentalklima gelegen, profitiert die Stadt von milden Wintern. Aber auch im Sommer ist es nur mäßig warm.

Dafür hatte Köln wegen seiner Lage am Rhein auch schon mit Hochwasser zu kämpfen. Doch seit 2005 wird ein Konzept zum Schutz vor dem Hochwasser eingesetzt, das eine Wiederholung der Jahrhunderthochwasser in den Jahren 1926 sowie 1993 und 1995 vermeiden soll.

Die ausgedehnten Grünflächen, im Stadtbereich als Parks gestaltet, laden zum Verweilen ein. Um die Stadt gibt es 22 Naturschutzgebiete. Beispielsweise in der Worringer Bruch, einem verlandeten, früheren Seitenarm des Rheins finden sich viele seltene Tiere und Pflanzen. Köln hat insgesamt eine Fläche von rund 5400 Hektar Wald.

In den Grünanlagen von Köln haben sich nicht nur viele einheimische Tiere angesiedelt. Es gibt auch exotische Tiere. Etwa Halsbandsittiche und Große Alexandersittiche leben in großen Populationen auf dem Stadtgebiet.

Die Sehenswürdigkeiten der Domstadt Köln

Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Es ist die größte Kathedrale in Deutschland und die dritthöchste weltweit. Seit 1996 zählt der Kölner Dom zum Weltkulturerbe der Unesco. Doch nicht nur deswegen ist er so berühmt und bei den Einheimischen beliebt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Dom von mehreren Bomben getroffen. Wie durch ein Wunder blieb er aber inmitten der ansonsten völlig zerstörten Stadt stehen. Das war ein Bild mit einer hohen Symbolik nicht nur für die Kölner. Heute sind nur wenige andere Sehenswürdigkeiten in Deutschland bekannter und zählen mehr Besucher als der Kölner Dom, der mehr als 765 Jahre alt ist. Den Dom alleine besuchen jedes Jahr 6 Millionen Menschen.

In Köln gibt es für Besucher neben dem Dom viel zu entdecken: Etwa die Altstadt, aber auch die schönen Parks der Stadt. Nicht nur im Kölner Zoo, sondern auch im Rheinpark, einem Freizeitpark, oder im Volksgarten, einem der schönsten Parks in ganz Köln, kann die Natur genossen werden. Abschalten können die Besucher natürlich auch entlang des Rheins. Dabei haben sie die Wahl zwischen einem ruhigen Spaziergang entlang des Rheins, einen feinen Essen in einem Restaurant am Rhein oder ein gemütliches Verweilen in einer urigen Kneipe, alle mit schöner Aussicht auf den Fluss.

Interessante Webseiten zur Stadt Köln:

 

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