Der Starnberger See

Der Starnberger See – vielseitiges Touristenziel im Voralpenland

Der Starnberger See ist nicht durch dank seiner Größe überregional bekannt, sondern stellt besonders für Naturliebhaber einer beliebtes Ausflugs- oder Urlaubsziel dar. So befindet sich der Starnberger See etwa 25 Kilometer südwestlich von der bayerischen Landeshauptstadt München entfernt, wo er das nach ihm benannte gemeindefreie Gebiet ‘Starnberger See’ im Landkreis Starnberg bildet. Der See stellt schließlich nicht nur ein wichtiges Erholungsgebiet dar, sondern kann auch mit einigen Besonderheiten begeistern.

Ein Panorama Blick auf den Starnberger See.
Blick auf den Starnberger See.

Wissenswerte Fakten zum Starnberger See

Nach dem Bodensee, der Müritz, dem Chiemsee und dem Schweriner See ist der Starnberger See der fünftgrößte See aller Bundesländer von Deutschland. Gleichzeitig ist der aufgrund seiner Tiefe bis zu 127 Metern mit 3 Milliarden Kubikmetern aber auch der zweit-wasserreichste See weltweit, was ihn von anderen größeren deutschen See besonders abgrenzt. Er ist außerdem 20,2 Kilometer lang und 4,7 Kilometer breit und beheimatet in seinem oberen Drittel die Roseninsel. Schließlich grenzen insgesamt acht Gemeinden an das Ufer des Sees an, wobei Starnberg an nördlichen Ufer mit seiner Uferpromenade ein besonderer touristischer Anziehungspunkt ist.

Von der Eiszeit zum ‘Starnberger See’

Wie die meisten Voralpen-Seen ist auch der Starnberger See während der Würm-Eiszeit von etwa 10.000 Jahren entstanden. Aufgrund seiner Größe und insbesondere Tiefe kühlt der See im Herbst nur langsam ab und erwärmt sich im Frühjahr ebenso langsam, weshalb er zu den monomiktischen Gewässern zählt, welche sich nur einmal im Jahr durchmischen. Zudem hat der Starnberger See trotz seiner Lage vor den Alpen keinen direkten alpinen Zufluss. Er speist sich vielmehr aus einigen unterirdischen Quellen sowie wenigen oberirdischen Fließgewässern wie der Ostersee-Ach im Süden oder dem Georgenbach im Norden. Der einzige Abfluss des Sees ist zudem der Würm – früher ‘Wirm’ – am Nordufer, der dem See über viele Jahrhunderte seinen Namen gab. So wurde er entsprechend eines Dokumentes aus dem Jahr 818 n. Chr. einst ‘Uuirmseo’ genannt, was im 14. Jahrhundert unter Kaiser Ludwig IV. zu ‘Wirmsee’ wurde. Erst im Jahr 1962 erhielt der See offiziell seine heutige Bezeichnung, welche darauf zurückzuführen ist, dass viele Münchener mit dem Ausbau der Eisenbahnen vom seinerzeitigen ‘Starnberger Flügelbahnhof’ in München Ausflüge an den See unternahmen.

Abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten und Naherholung

Der Starnberger See ist vor allem bei Naturfreunden beliebt. So kann man nicht nur von der Uferpromenade in Starnberg bereits die Alpen sehen, sondern auch um den See herum unberührte Natur vorfinden. Dabei hat der See selbst einen 46 Kilometer langen Rundweg, auf dem man das Gewässer zu Fuß oder per Rad umrunden kann. Außerdem wird er international als bedeutsamer Rast,- Brut- und Überwinterungsraum für bis zu 25.000 Wasservögel und Röhrichtbrüter angesehen. Ebenso trägt der See mit seinen Uferbereichen sowie den angrenzenden Moränen, in denen viele seltene Tier- und Pflanzenarten vorzufinden sind, seit 1987 den Schutzstatus ‘Starnberger See und westlich angrenzende Gebiete’. Damit ist der Starnberger See ein optimales Ziel für alle, die Ruhe und Erholung in der Natur suchen. Hier gibt es nicht nur zahlreiche Wanderwege, die einen traumhaften Ausblick auf den See bieten, sondern auch eine Vielzahl weiterer, aktiver Freizeitangebote.

So kann man hier

  • baden, schwimmen
  • Wasserski fahren
  • Ruderboot fahren
  • segeln
  • angeln
  • eine Schifffahrt über den See antreten
  • tauchen

So ist hier neben vielen Vereinen, die rund um den See beispielsweise Boote verleihen, auch das Taucherausbildungszentrum in Percha am Nordufer vorzufinden. Zudem finden Taucher im See die Allmannshauser Steilwand, die bis zu einer Tiefe von 70 Metern abfällt und die ein beliebtes Ziel bei erfahrenen Tauchern ist. Wer es schließlich etwas ruhiger mag, ist auch an der Uferpromenade in Starnberg gut aufgehoben, wo man flanieren und in einem der Cafés und Restaurants mit Blick auf den See beispielsweise auf einen Café einkehren kann.

Die Roseninsel und weitere Sehenswürdigkeiten rund um den Starnberger See

Der Starnberger See hat mit seinen umfassenden Angeboten für Freizeit- und Erholungsaktivitäten bereits einiges zu bieten. Aber auch, wer hier einen längeren Aufenthalt plant, wird sich nicht langweilen. So bietet sich zunächst ein Ausflug auf die nur 2,6 Hektar große Roseninsel an. Diese befindet sich in der Nähe des Westufers und ist über eine Fähre von Feldafing erreichbar. Hier kann man das von König Maximilian II. von Bayern 1853 erbaute Gärtnerhaus mit Rosengarten, das auf den Grundmauern einer früheren romanischen errichtet wurde, sowie ein Casino besichtigen. darüber hinaus bieten sich bei einem Aufenthalt am Starnberger See Ausflüge zum Schloss Possenhofen am oberen Westufer oder zur Votivkapelle bei Berg am Ostufer, die zu Ehren des Skandal-Königs Ludwigs II, welcher 1886 im See ertrank, errichtet wurde, an. In Berg selbst kann man schließlich auch das Schloss Berg aus dem 17. Jahrhundert besichtigen.

Der Starnberger See als bedeutendster See im 5-Seen-Land

Der Starnberger See ist zweifellos der bedeutendste See im sogenannten ‘5-Seen-Land’ mit Ammersee, Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See. Er ist hier nicht nur der größte und tiefste See, sondern bietet seinen Besuchern eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die für Jung und Alt geeignet sind. Er ist daher zu Recht ein beliebter Anlaufpunkt für Ruhe suchende Großstädter – aber natürlich auch für alle anderen, die die Schönheit des Alpenvorlandes zu schätzen wissen.

Weitere Webseiten zum Starnberger See

 

Bildquelle:Alexander Z. [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons