Die Weisse Elster

Allgemeine Angaben zur Weissen Elster

Die Weisse Elster gehört zu den eher unbekannten Flüssen im östlichen Deutschland, obwohl sie bedeutende Großstädte in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt durchfließt. Von ihrem Quellort im Elstergebirge aus fließt sie ziemlich genau in nördlicher Richtung, bis sie in die mittlere Saale mündet. Aus dem ehemals stark durch industrielle Abwasser verunreinigten Fluss auf dem Gebiet der ehemaligen DDR hat sich ein Flusslauf mit hohem Freizeitwert entwickelt. Malerische Landschaften und kleinere und größere Städte mit pulsierendem Leben und reichem architektonischen Erbe begleiten die Weisse Elster von der Quelle bis zur Mündung.

Die Flusslänge der Weissen Elster

Insgesamt beträgt die Flusslänge 257 Kilometer. Zählt man jedoch die Aufspaltung westlich von Leipzig hinzu, ergeben sich 261 Kilometer. Zwischen Leipzig und der Mündung der Weissen Elster in die mittlere Saale spalte sich der Fluss in zwei Arme, von denen der südliche die Luppe ist, mit einer Länge von 4 km.
Flussverlauf

Den Namen Weisse Elster trägt der Fluss aufgrund der hellen Kalksandsteinformationen, die den Fluss im oberen Bereich des südlichen Vogtlandes begleiten. Hier ist das Flusstal relativ eng und die Weisse Elster bahnt sich in zahlreichen Windungen durch das Gebirge, sodass immer wieder reizvolle Ausblicke vom Fluss aus zu entdecken sind. Das Tal der Weissen Elster wird erst ab den vogtländischen Orten Plauen und Oelsntz breiter. Hier trifft der Fluss auf die Landschaft des nördlichen Vogtlandes und verläuft in ziemlich konstanter Richtung nordwärts nach Leipzig. Ab Zeitz trifft der Fluss auf das breite Leipziger Becken treffen. Von dort aus verläuft der Flusslauf westwärts bis zur Mündung in die Saale.

Nebenflüsse der Weisen Elster

Aus östlicher Richtung gelangen zwischen Oelsnitz und Plauen der Fluss Pöhl und die Göltzsch als Nebenflüsse in die Weisse Elster. Im weiteren Verlauf kommt in Leipzig die Pleisse dazu.
Kulturell interessante Orte und Städte

Da der Fluss durch das Gebiet der ehemaligen DDR Bezirke Karl-Marx-Stadt, Gera und Leipzig fließt, sind viele Orte und Städte recht unbekannt und bieten deshalb viel Raum für Entdeckungen. Am Oberlauf ist sicherlich Plauen bekannt, das Zentrum der Spitzenherstellung, das immer noch von großer Bedeutung ist. Gera, die ehemalige Bezirkshauptstadt ist trotz großer Kriegszerstörungen ein kulturelles Zentrum in Ost-Thüringen. Mehrere Museen und eine lebendige Theaterszene sowie ein bekannte Orchester beleben die ehemalige Industriestadt. Bekannt ist auch Zeitz, die ehemalige Residenzstadt und Bischhofssitz, der in der Reformation große Bedeutung hatte. Leipzig ist sowohl bei Studenten, Touristen und Geschäftsleuten gleichermaßen beliebt und gilt als das “neue Berlin” .
Leipzig ist sowohl bei Studenten, Touristen und Geschäftsleuten gleichermaßen beliebt und gilt als das “neue Berlin”

Die Messestadt hat auch nach der Wende kaum Einwohner eingebüsst und ist ein ein bedeutendes wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in Mitteldeutschland. Besonders die alljährliche Buchmesse ist ein Publikumsmagnet.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Leipzig

-Deutsches Buchmuseum
-Nikolaikirche
–Museum für moderne Kunst
-Historisches Rathaus

Hohen Freizeitwert haben die Seenlandschaft und die vielen Flussläufe von Weisser Elster und Pleisse. Gerne wird Leipzig deshalb als das nördliche Venedig bezeichnet.

Die Landschaft um Leipzig und damit auch der Verlauf der Weisen Elster sind stark industriell geprägt. Hier befindet sich ein Zentrum der chemischen Industrie. Interessante Einblike ergeben sich jedoch, wenn man dem Flusslauf bis zur Mündung folgt. Zwischen den Iindustrieanlagen gibt es immer wieder Dörfer mit mittelalterlichen Kirchen oder auch Schlösser wie beispielsweise in Schkopau zu entdecken.

Fazit:
-Die weisse Elster führt durch interessante, landschaftlich reizvolle Abschnitte
-historisch bedeutsame Städte und Dörfer laden zum Besuch ein

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