Bundesland Brandenburg
Brandenburg – Ein Bundesland im Wandel der Zeit
Brandenburg ist seit dem 3. Oktober 1990 ein Bundesland im Nordosten der Bundesrepublik DeutschlandDeutschland liegt im Herzen Europas und ist mit über 84 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der EU. Die Hauptstadt Berlin ist ein Zentrum für Kultur und Politik. Als führende Industrienation ist Deutschland weltweit für Automobilbau und Maschinenbau bekannt. Geografisch reicht es von der Nord- und Ostsee bis zu den Alpen.. Seine Landeshauptstadt Potsdam ist auch gleichzeitig die bevölkerungsreichste Stadt des Bundeslandes und wichtiges kulturelles sowie wirtschaftliches Zentrum. Aus geografischer Perspektive ist Brandenburg besonders interessant, da es die deutsche Hauptstadt Berlin vollkommen umschließt. Das Land Brandenburg grenzt an insgesamt vier weitere Bundesländer. Großflächige Grenzgebiete finden sich im Norden an der Grenze zu Mecklenburg-VorpommernDas nordöstliche Bundesland ist geprägt durch die Ostseeküste und die Mecklenburgische Seenplatte. Schwerin ist die Landeshauptstadt, bekannt für sein märchenhaftes Schloss. Der Tourismus ist hier der wichtigste Wirtschaftszweig. Das Land beherbergt zwei der ältesten Universitäten Nordeuropas in Rostock und Greifswald. Es ist zudem die am dünnsten besiedelte Region Deutschlands., im Westen zu Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt ist das Land der Frühgeschichte und des Weltkulturerbes mit der Hauptstadt Magdeburg. Es beherbergt die meisten UNESCO-Stätten in Deutschland, darunter das Bauhaus Dessau. Der Harz mit dem Brocken ist ein bedeutendes Natur- und Wandergebiet. Wirtschaftlich ist die Region stark in der Chemieindustrie verwurzelt. Zudem wurde hier die Reformation durch Luther geprägt. sowie im Süden zu SachsenSachsen ist ein bedeutender Industriestandort im Osten mit der Landeshauptstadt Dresden. Die Region ist berühmt für ihre reiche Kunst- und Kulturgeschichte sowie das Erzgebirge. Leipzig ist ein dynamisches Zentrum für Logistik und Handel. Das "Silicon Saxony" ist führend in der europäischen Mikroelektronik. Zudem wird hier die Tradition der Porzellanherstellung gepflegt.. Im Nordosten gibt es darüber hinaus einen kleinen Grenzbereich zu NiedersachsenNiedersachsen ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland und erstreckt sich von der Nordsee bis zum Harz. Hannover ist die Landeshauptstadt und ein weltweit bedeutender Messestandort. Das Land ist das Zentrum der deutschen Automobilproduktion rund um Wolfsburg. Die Landwirtschaft spielt hier eine tragende Rolle. Zudem ist die Windkraft ein zentraler Energiefaktor.. Die östliche Grenze zu Polen stellt bundesweit die längste Grenze zum Nachbarland dar. Weiterhin gilt Brandenburg als eines der facettenreichsten Bundesländer. Mehr als ein Drittel der Gesamtfläche werden durch Wälder, Naturparks sowie Seen und sonstige Wassergebiete abgedeckt.
Fakten zum Bundesland Brandenburg
Sprache: | Deutsch, Niedersorbisch, Niederdeutsch |
Hauptstadt | Potsdam |
Fläche: | 29.654 km² |
Einwohner: | 2.485 Mio. (Stand: 31.12.2019) |
Ländercode (ISO 3166-2): | DE-BB |
Hier sind 10 spannende und vielleicht auch überraschende Fakten über das Bundesland BrandenburgBrandenburg umschließt die Hauptstadt Berlin und ist geprägt durch weite Seenlandschaften und Kiefernwälder. Potsdam ist die Landeshauptstadt, berühmt für das Schloss Sanssouci. Das Land ist eines der dünn besiedelsten Gebiete Deutschlands. Wirtschaftlich gewinnt es durch moderne Industrieansiedlungen an Bedeutung. Die Region bietet Erholung pur in unberührter Natur., die sich hervorragend für Artikel, Quizze oder Trivia-Sektionen eignen:
10 interessante Fakten über Brandenburg
- Das gewässerreichste Bundesland: Mit über 3.000 natürlichen Seen und rund 30.000 Kilometern an Fließgewässern hat Brandenburg im bundesweiten Vergleich am meisten Wasserfläche zu bieten.
- Der Berliner Ring: Geografisch ist Brandenburg in Deutschland einzigartig, da es als einziges Flächenland einen eigenständigen Stadtstaat – nämlich die Hauptstadt BerlinDie deutsche Hauptstadt ist zugleich ein dynamischer Stadtstaat und kulturelles Zentrum Europas. Berlin ist die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands und Sitz der Bundesregierung. Die Metropole gilt als globaler Hotspot für Start-ups und Kreative. Historisch ist sie durch die ehemalige Teilung geprägt. Zudem bietet Berlin eine außergewöhnliche Vielfalt an Museen. – komplett in seiner Mitte umschließt.
- Hollywood an der Havel: Das Studio Babelsberg in Potsdam wurde 1912 gegründet und ist damit das älteste Großfilmstudio der Welt. Hier wurden internationale Blockbuster wie "Inglourious Basterds", "Cloud Atlas" oder "Grand Budapest Hotel" gedreht.
- Postzustellung per Kahn: Im wasserreichen Biosphärenreservat Spreewald stellt die Deutsche Post die Briefe und Pakete in einigen Ortsteilen (wie dem Dorf Lehde) von Frühjahr bis Herbst traditionell mit dem gelben Spreewaldkahn zu.
- Eine echte Wüste: Etwa 20 Kilometer nördlich von Cottbus liegt die Lieberoser Wüste. Mit rund fünf Quadratkilometern ist sie die größte wüstenähnliche Landschaft Deutschlands, die unter anderem durch frühere militärische Nutzung entstand.
- Tropen unter einer Riesenkugel: Das Freizeitbad "Tropical Islands" südlich von Berlin befindet sich in einer riesigen, ursprünglich für Zeppeline gebauten Halle (dem Aerium). Sie gilt als die größte freitragende Halle der Welt.
- Preußens Glanz: Die Landeshauptstadt Potsdam ist weltberühmt für ihre prachtvollen Schlösser und Gärten, allen voran das Schloss Sanssouci. Das beeindruckende Ensemble gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe.
- Viel Platz zum Durchatmen: Obwohl Brandenburg flächenmäßig das fünftgrößte deutsche Bundesland ist, hat es nach Mecklenburg-Vorpommern die zweitniedrigste Bevölkerungsdichte. Es kommen im Schnitt nur etwa 85 Einwohner auf einen Quadratkilometer.
- Längste Grenze zum Nachbarn: Kein anderes deutsches Bundesland hat eine so lange gemeinsame Grenze mit Polen. Die FlüsseEin Fluss ist ein natürliches, fließendes Gewässer auf dem Festland, das meist in ein Meer, einen See oder einen anderen Fluss mündet. Er speist sich aus Quellen, Niederschlägen oder Schmelzwasser. Im Gegensatz zum Bach weist ein Fluss eine größere Wasserführung und Breite auf, was ihn ökologisch und wirtschaftlich bedeutsam macht. Oder und Neiße bilden hier über weite Strecken die natürliche Grenzlinie.
- Windkraft-Gigant: Die weiten, flachen Landschaften machen Brandenburg zu einem echten Vorreiter bei den erneuerbaren Energien. Das Land produziert durch riesige Windparks deutlich mehr Strom, als es selbst verbraucht, und exportiert einen Großteil davon.
Geschichte des Land Brandenburg
Das Land Brandenburg blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, auch wenn die Region über große Zeiträume der Menschheitsgeschichte unbewohnt blieb. Zwar lassen historische Funde darauf schließen, dass Brandenburg bereits vor 130.000 Jahren erstmals von den Vorfahren des Menschen besiedelt wurde, jedoch blieb es in der Folge lange Zeit unbewohnt. Während der Bronze- sowie Eisenzeit galt Brandenburg noch als dicht besiedelt. Dies änderte sich im 5. Jahrhundert, als die Sueben das Gebiet verließen und neue Lebensräume am Oberrhein sowie in Schwaben erschlossen.
Während des 6. und 7. Jahrhundert nach Christus erlebte Brandenburg einen erneuten Bevölkerungsanstieg. Slawische Stämme ließen sich in der Lausitz nieder und verbreiteten sich von dort aus in großen Teilen des südwestlichen Brandenburgs. In der Folge erschlossen die slawischen Stämme der Heveller und Sprewanen neue Gebiete im Havelland sowie östlich der Havel und Nuthe. Ende des 10. Jahrhunderts wurden die siedelnden Stämme durch den Askanier Albrecht den Bären vertrieben, wodurch erneut Germanen das Gebiet großflächig besiedelten. Als konkretes Geburtsjahr der Mark Brandenburg gilt heutzutage das Jahr 948, als Otto I. das Bistum Brandenburg stiftete. Während der folgenden Jahrzehnte entstanden zunehmend erste StädteStädte in Deutschland sind rechtlich eigenständige Gemeinden mit Stadtrecht, die als wirtschaftliche und kulturelle Zentren fungieren. Sie reichen von historischen Kleinstädten bis zu Millionenmetropolen wie Berlin. Charakteristisch sind eine dichte Bebauung, zentrale Marktplätze und eine ausgeprägte Infrastruktur. Als "kreisfreie Städte" übernehmen sie zudem oft Aufgaben der Kreisverwaltung selbstständig. und Dörfer, die primär als Marktorte oder Niederlassungen für den Handel dienten.
Seinen wohl größten Aufschwung erlebte Brandenburg während des 13. und 14. Jahrhunderts. Zunächst die Askanier und später die Wittelsbacher sorgten dafür, dass die Mark zum größten Fürstentum Deutschlands reifte. In diese Zeitspanne fällt auch die Gründung wichtiger Städte. Nach der Gründung Berlins im Jahre 1237 folgte 16 später die Gründung der Stadt Frankfurt an der Oder, die auch heute noch einen wichtigen Stellenwert für das Land Brandenburg als Grenzstadt zu Polen besitzt.

Der Aufschwung der Mark Brandenburg hielt in den folgenden Jahrzehnten an, bis der Dreißigjährige Krieg die Mark Brandenburg Anfang des 17. Jahrhunderts in eine schwere Krise stürzte. Im Jahre 1640 übernahm Kurfürst Friedrich-Wilhelm die Regierung und erarbeitete einen ehrgeizigen Plan, um die Schäden zu beseitigen, die der Dreißigjährige Krieg hinterlassen hatte. Inspiriert von der Seefahrt sowie dem florierenden Handel in den Niederlanden, sorgte Friedrich-Wilhelm für einen erheblichen Anstieg der Bevölkerung. Seiner Einladung folgend siedelten sich vor allem Hugenotten aus FrankreichFrankreich im Südwesten ist flächenmäßig das größte Land der EU und Deutschlands wichtigster Partner. Die "Stadt der Liebe", Paris, ist ein globales Zentrum für Mode und Kunst. Das Land ist berühmt für seine gehobene Gastronomie und exzellente Weine. Geografisch bietet es alles von wilden Atlantikküsten bis zu den höchsten Gipfeln der Alpen., Holländer, Schweizer und weitere Einwanderer in Brandenburg an. Um die Integration zu fördern wurden den Zuwanderern 1685 im Edikt von Potsdam zahlreiche Recht zugestanden, wie etwa die freie Ausübung von Religionen. Als Nachfolger von Friedrich-Wilhelm ließ sich Kurfürst Friedrich III. 1701 in Königsberg zum König in Preußen krönen, wodurch die Mark Brandenburg fortan zu Preußen gehörte. Unter Führung der Hohenzollern reifte Preußen in den kommenden Jahren zu einer politischen Macht, die bis ins 19. Jahrhundert von Bedeutung für ganz Europa ist.
Zu Beginn des 20. Jahrhundert galt Brandenburg mitsamt Berlin als wichtiges Zentrum für Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft. Der Jahrhunderte lange Aufstieg zu einer der wichtigsten Region in Europa wurde jedoch durch den Machtantritt Adolf Hitlers urplötzlich gestoppt. Mit Berlin stand eine der facettenreichsten Gemeinden Europas plötzlich am Abgrund, da sich die große Gemeinde der Juden nun der Verfolgung durch das Hitlerregime gegenübersah. Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile Brandenburgs zerstört. Nach Ende des Krieges verlor Brandenburg durch das Potsdamer Abkommen von 1945 rund 30 Prozent seiner Fläche an Polen und wurde Teil der sowjetischen Besatzungszone. Mit Gründung der DDR war Brandenburg anschließend in die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) aufgeteilt. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde das Land Brandenburg am 3. Oktober 1990 offiziell gegründet. Erste Ministerpräsident des neugegründeten Bundeslandes war Manfred Stolpe.
Interessante Fakten zu Brandenburg
Geht es nach der Fläche, so ist Brandenburg mit seinen 29.654 km² das fünftgrößte Bundesland Deutschlands. Lediglich BayernBayern ist das flächengrößte deutsche Bundesland mit der Landeshauptstadt München. Der Freistaat überzeugt durch eine enorme Wirtschaftskraft in Technik und Automobilbau. Geografisch prägen die Alpen und die Donau das Bild. Kulturell ist Bayern für Traditionen wie das Oktoberfest weltbekannt. Mit der Zugspitze liegt der höchste Berg Deutschlands in den bayerischen Alpen., Niedersachsen Baden-WürttembergDas drittgrößte Bundesland im Südwesten besticht durch wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft. Stuttgart ist die Landeshauptstadt und Zentrum der Automobilindustrie. Geografisch prägen der Schwarzwald und der Bodensee die Region. Baden-Württemberg gilt als Genießerland mit hoher Lebensqualität. Zudem ist es für seine zahlreichen "Hidden Champions" im Mittelstand weltweit bekannt. sowie Nordrhein-WestfalenNRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit der Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Ruhrgebiet bildet den größten Ballungsraum Deutschlands und war historisch das Zentrum der Montanindustrie. Heute ist das Land ein moderner Dienstleistungs- und Medienstandort. Köln ist die größte Stadt des Landes. Zudem besitzt NRW eine extrem dichte Kultur- und Hochschullandschaft. weisen eine größere Fläche auf. Dem gegenüber stehen lediglich 2,484 Millionen Einwohner. Somit besitzt das Land Brandenburg mit 84 Einwohnern pro km² die zweitkleinste Bevölkerungsdichte innerhalb der Bundesrepublik.
Brandenburg ist neben dem SaarlandDas Saarland ist das kleinste Flächenbundesland und liegt an der Grenze zu Frankreich. Saarbrücken ist die Landeshauptstadt und das kulturelle Zentrum. Die Region war lange durch Kohle und Stahl geprägt, wandelt sich aber zum Technologiestandort. Die französische Lebensart beeinflusst spürbar die lokale Gastronomie. Die Saarschleife ist das bekannteste Wahrzeichen. und Mecklenburg-Vorpommern das einzige Bundesland, das lediglich eine Stadt beherbergt, deren Population über 100.000 Einwohner beträgt. Dies könnte sich in den kommenden Jahren ändern, da die Stadt Cottbus laut der letzten Volkszählung mit 99.687 Einwohner kurz davor ist, diese Grenze zu überschreiten.
Das Land Brandenburg ist deutschlandweit als das gewässerreichste Bundesland bekannt. Interessant dabei ist die Tatsache, dass Brandenburg über keine größeren Flüsse verfügt. Stattdessen ist die Landschaft durch mehrere Tausend natürliche sowie weitere künstlich Angelegte Seen geprägt.
Wirtschaft in Brandenburg
Brandenburg zählt im bundesweiten Vergleich zu den wirtschaftsschwächeren Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland, wobei sich regional deutliche Unterschiede abzeichnen, die sich in der Arbeitslosenquote niederschlagen. Wirtschaftlicher Kern Brandenburgs ist die Landeshauptstadt Potsdam, in deren Umfeld mittlerweile ein Schwerpunkt für diverse Unternehmen im Sektor der Forschung entstanden ist. Im bundesweiten Vergleich bildet Potsdam als Teil der Metropolregion, bestehend aus Berlin und Brandenburg, einen der führenden Forschungsstandorte. Als Folge der wirtschaftlichen Stärke der Region in und um Potsdam liegt die Arbeitslosenquote bei lediglich sechs Prozent. Abseits dieser Wirtschaftsregion finden sich hingegen viele Landkreise wie die Uckermark oder die Prignitz, die eine Arbeitslosenquote von mehr als zehn Prozent zu verzeichnen haben.
Neben dem Forschungssektor stellen in erster Linie die Stahlindustrie sowie die Energieerzeugung und die Landwirtschaft weitere wichtige Faktoren für die brandenburgische Wirtschaft dar. Zentrale Standorte für die Stahlindustrie finden sich dabei vor allem in Eisenhüttenstadt, Henningsdorf sowie Brandenburg an der Havel. In puncto Landwirtschaft zählt Brandenburg zu den führenden Bundesländern in Deutschland. Insbesondere der ökologische Landbau sticht dabei heraus, da er fast 13 Prozent der gesamten ökologischen Erträge der Bundesrepublik umfasst. Im Süden des Bundeslandes bildet die Energiegewinnung durch Großkraftwerke einen zentralen Kern der Wirtschaft. Zudem bietet die flache Landschaft vielerorts einen idealen Standort für die Errichtung von Windkraftanlagen. In einigen Landkreisen wie etwa dem Havelland finden sich großflächige Windparks, die mehrere Hundert Windräder umfassen. Als Resultat der überdurchschnittlichen hohen Energiegewinnung ist das Land Brandenburg in der Lage, einen Großteil der gewonnenen Energie zu verkaufen. Fast 60 Prozent der erzeugten Energie wird exportiert.
Bedeutende Städte im Land Brandenburg

Die wichtigste Stadt und zugleich wirtschaftlicher sowie kultureller Kern Brandenburgs ist die Landeshauptstadt Potsdam. Mit seinen fast 168.000 Einwohnern ist Potsdam die mit Abstand größte Stadt des Bundeslandes. Potsdam dient für viele Unternehmen aus dem Forschungssektor als Standort und ist darüber hinaus eines der wichtigsten Hochschulzentren der gesamten Bundesrepublik. Neben drei Hochschulen finden sich darüber hinaus mehr als 30 Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut oder das Hasso-Plattner-Institut. Aufgrund der hohen Dichte an Bildungseinrichtungen sind etwa 15 Prozent der Einwohner Potsdams Studenten. Weiterhin hat sich die Stadt als wichtiger Ort für die internationale Filmindustrie etabliert. Das Filmstudio sowie der Filmpark Babelsberg gelten heutzutage als wichtige Anlaufstellen für Filmemacher aus aller Welt.
Neben der Landeshauptstadt zählt Frankfurt (Oder) zu den bedeutendsten Städten Brandenburgs. Einerseits finden sich am äußeren Stadtgebiet mehrere Grenzübergänge zum Nachbarland PolenPolen im Osten besticht durch seine wechselvolle Geschichte und wunderschöne Natur, wie die Masurische Seenplatte. Die Hauptstadt Warschau wurde nach dem Krieg beeindruckend rekonstruiert. Das Land ist eine wichtige Wirtschaftskraft in Zentraleuropa und bekannt für seine Gastfreundschaft. Mit der Ostseeküste und der Hohen Tatra bietet Polen eine enorme geografische Vielfalt., andererseits gilt Frankfurt (Oder) heutzutage als vorbildliche Stadt mit Blick auf internationale Verständigung. Östlich der Grenze befindet sich die polnische Stadt Slubice, die bis 1945 Teil des Stadtgebiet war und erst durch die Gebietsabtretungen an Polen Teil des Nachbarlandes wurde. Seit einigen Jahren bemühen sich beide Städte darum, wieder zueinander zu finden. Eigens hierfür wurden Initiativen gegründet, durch die beide Orte zusammenwachsen und grenzübergreifend kooperieren sollen. So wurde unter anderem eine Art der Verwaltung gegründet, in der sowohl deutsche als auch polnische Mitarbeiter arbeiten, um die Interessen beider Städte zu vereinen.
Geografische Fakten zum Land Brandenburg
Brandenburg erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 29.476 km². Mit einer maximalen Ausdehnung von 291 Kilometern von Nord nach Süden sowie 244 Kilometern von Osten nach Westen ist es das größte der fünf neuen Bundesländer. Geprägt wird die brandenburger Landschaft primär durch seine Vielzahl an Gewässern, weshalb Brandenburg dank seiner mehr als 3.000 Seen auch als gewässerreichstes Bundesland der Bundesrepublik bekannt ist. Bedingt durch mehrfache Vorstöße des skandinavischen Inlandeises im Laufe des Eiszeitalters ist die Oberfläche Brandenburgs weitestgehend flach und wird daher zum Norddeutschen Tiefland gezählt. Die höchste natürliche Erhebung ist der Kutschenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einer Höhe von lediglich 201 Metern. Aufgrund der geringen Niederschlagsmengen sind weite Teile Brandenburgs durch Steppen gekennzeichnet. In einigen Regionen ist die Niederschlagsmenge gar so gering, dass sich wüstenähnliche Oberflächen gebildet haben. Die Lieberoser Wüste, etwa 20 Kilometer im Norden der Stadt Cottbus gelegen, ist mit einer Fläche von etwa fünf km² die größte und gleichzeitig eine der wenigen Wüsten in Deutschland.
Sehenswürdigkeiten in Brandenburg
Ein Großteil der Sehenswürdigkeiten in Brandenburg sind geschichtsträchtigen Ursprungs. Allen voran ist hierbei die Landeshauptstadt Potsdam zu nennen, die mit seinen großflächigen Gärten und Parks sowie zahlreichen historischen Gebäuden jedes Jahr Millionen von Touristen anzieht. Im Fokus stehen dabei vor allem Ausflüge in den Park Sanssouci mitsamt des dazu gehörigen Schlosses. Nach den Plänen des preußischen Königs Friedrich II. erbaut, zählt das Schloss Sanssouci seit 1990 zum UNESCO Welterbe. Das Parkareal umfasst weitere historische Bauten wie das Neue Palais oder das Orangerieschloss.
Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt zählt darüber hinaus das Filmstudio im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, das nicht nur das älteste Großfilmstudio der Welt ist, sondern darüber hinaus auch das größte Filmstudio im gesamten europäischen Raum. Bereits 1912 erbaut, erstreckt sich das Areal des heutigen Studios auf mehr als 450.000 m². Insbesondere während der letzten Jahre erreichte das Filmstudio ein neues Maß an überregionaler Bekanntheit. Erfolgreiche Kinofilme wie Inglourius Basterds, Cloud Atlas oder Grand Budapest Hotel wurden in Teilen vor Ort gedreht.
Nördlich von Berlin gelegen erinnert ein Ort an die vielleicht dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde 1936 durch die Nazis errichtet und diente bis Ende April 1945 als solches. Bis zur Befreiung durch russische Truppe wurden in Sachsenhausen mehr als 200.000 Menschen inhaftiert, von denen viele unter tragischen Umstände ihr Leben ließen. Heute dient das Konzentrationslager Sachsenhausen als Gedenkstätte, Mahnmal und Museum.
Weitere Infos:
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Land Brandenburg
Was ist die Landeshauptstadt von Brandenburg?
Die Landeshauptstadt ist Potsdam. Sie ist mit über 180.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslandes und grenzt südwestlich direkt an Berlin. Potsdam ist weltberühmt für seine historischen Parkanlagen, die Universität und das prachtvolle Schloss Sanssouci.
Wie viele Menschen leben in Brandenburg?
In Brandenburg leben knapp 2,6 Millionen Menschen. Da es flächenmäßig das fünftgrößte Bundesland ist, bietet es sehr viel Freiraum: Mit nur etwa 85 Einwohnern pro Quadratkilometer hat Brandenburg nach Mecklenburg-Vorpommern die zweitniedrigste Bevölkerungsdichte in ganz Deutschland.
An welche Bundesländer und Staaten grenzt Brandenburg?
Brandenburg hat eine besondere geografische Lage, da es den Stadtstaat Berlin als Enklave vollständig umschließt. Zudem grenzt es im Norden an Mecklenburg-Vorpommern, im Westen an Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie im Süden an Sachsen. Im Osten bildet Brandenburg die deutsche Grenze zum Nachbarland Polen.
Was sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Brandenburg?
Das Land bietet eine Mischung aus Natur, Kultur und Unterhaltung. Zu den Top-Ausflugszielen gehören:
- Das UNESCO-Welterbe Schloss und Park Sanssouci in Potsdam
- Das wasserreiche Biosphärenreservat Spreewald
- Das Filmstudio und der Filmpark Babelsberg
- Das tropische Freizeitbad Tropical Islands in der größten freitragenden Halle der Welt
- Die geschichtsträchtige Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen
Warum nennt man Brandenburg das wasserreichste Bundesland?
Die weite, eher flache Landschaft Brandenburgs wurde maßgeblich durch die letzte Eiszeit geprägt. Zurück blieb ein enormes Wasserreservoir: Das Bundesland verfügt über mehr als 3.000 natürliche Seen und ein Netz aus rund 30.000 Kilometern an Flüssen und Kanälen, darunter SpreeDie Spree ist ein rund 400 Kilometer langer Fluss im Osten Deutschlands. Sie entspringt im sächsischen Lausitzer Bergland, durchfließt Brandenburg und prägt maßgeblich das Berliner Stadtbild, bevor sie in Spandau in die Havel mündet. Weltbekannt ist sie für den idyllischen Spreewald und die historische Museumsinsel im Zentrum der Hauptstadt., Havel und Oder.
Welche Branchen prägen die Wirtschaft in Brandenburg?
Brandenburg ist heute ein echter Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere bei der Windkraft. Daneben spielen die Landwirtschaft (vor allem der ökologische Landbau), der Tourismus, die Filmindustrie in Babelsberg und die starke Forschungslandschaft rund um Potsdam eine zentrale Rolle. Im Süden, in der Lausitz, vollzieht sich aktuell ein spannender Strukturwandel vom traditionellen Braunkohleabbau hin zu modernen Technologien.
weiterführende Links:
→ Die 5 besten Campingplätze in Brandenburg:fuchs-und-hase.org



