Deutschland
Die Geschichte von Deutschland
Rund 83 Millionen Menschen leben in der Bundesrepublik DeutschlandDeutschland liegt im Herzen Europas und ist mit über 84 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der EU. Die Hauptstadt Berlin ist ein Zentrum für Kultur und Politik. Als führende Industrienation ist Deutschland weltweit für Automobilbau und Maschinenbau bekannt. Geografisch reicht es von der Nord- und Ostsee bis zu den Alpen.. Die Fläche beträgt rund 357.000 Quadratkilometer. Als föderaler Staat ist die Bundesrepublik in 16 Bundesländer gegliedert. Darunter sind die Stadtstaaten BerlinDie deutsche Hauptstadt ist zugleich ein dynamischer Stadtstaat und kulturelles Zentrum Europas. Berlin ist die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands und Sitz der Bundesregierung. Die Metropole gilt als globaler Hotspot für Start-ups und Kreative. Historisch ist sie durch die ehemalige Teilung geprägt. Zudem bietet Berlin eine außergewöhnliche Vielfalt an Museen., HamburgDie freie Hansestadt Hamburg ist ein wirtschaftlich bedeutender Stadtstaat mit dem größten Seehafen Deutschlands. Das "Tor zur Welt" ist zudem eine führende Medien- und Logistikmetropole. Die Speicherstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kulturell glänzt Hamburg durch die Elbphilharmonie und zahlreiche Musicaltheater. Die Alster im Stadtzentrum bietet eine hohe Lebensqualität. und BremenDer kleinste deutsche Stadtstaat besteht aus den zwei Städten Bremen und Bremerhaven. Bremen ist bekannt für die traditionsreiche Seefahrt und den bedeutenden Außenhandel. Die Stadtmusikanten sind das weltberühmte Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Bremerhaven ist ein wichtiger Standort für die maritime Forschung. Zudem verfügt Bremen über eine traditionsreiche Luftfahrtindustrie.. Berlin ist gleichzeitig Bundeshauptstadt. An neun Länder grenzt Deutschland: an PolenPolen im Osten besticht durch seine wechselvolle Geschichte und wunderschöne Natur, wie die Masurische Seenplatte. Die Hauptstadt Warschau wurde nach dem Krieg beeindruckend rekonstruiert. Das Land ist eine wichtige Wirtschaftskraft in Zentraleuropa und bekannt für seine Gastfreundschaft. Mit der Ostseeküste und der Hohen Tatra bietet Polen eine enorme geografische Vielfalt., Tschechien, ÖsterreichDer südöstliche Nachbar Österreich ist geprägt durch die majestätischen Alpen, die über 60 Prozent der Staatsfläche einnehmen. Die Hauptstadt Wien ist weltberühmt für ihre Kaffeehauskultur und Musikgeschichte. Österreich ist ein bedeutendes Tourismusziel für Skifahrer und Wanderer. Wirtschaftlich ist das Land eng mit Deutschland verflochten und setzt stark auf ökologische Landwirtschaft., die SchweizDie Schweiz im Süden ist bekannt für ihre politische Neutralität und das Bankwesen. Sie ist kein EU-Mitglied, aber eng integriert. Mit vier Amtssprachen ist das Land kulturell sehr vielfältig. Die Alpen, Schweizer Uhren und Schokolade sind weltweit Markenzeichen. Zudem beherbergt die Schweiz zahlreiche internationale Organisationen in Städten wie Genf und Zürich., FrankreichFrankreich im Südwesten ist flächenmäßig das größte Land der EU und Deutschlands wichtigster Partner. Die "Stadt der Liebe", Paris, ist ein globales Zentrum für Mode und Kunst. Das Land ist berühmt für seine gehobene Gastronomie und exzellente Weine. Geografisch bietet es alles von wilden Atlantikküsten bis zu den höchsten Gipfeln der Alpen., LuxemburgDas Großherzogtum Luxemburg ist einer der kleinsten Staaten Europas, aber ein bedeutendes Finanzzentrum. Es ist Gründungsmitglied der EU und Sitz wichtiger europäischer Institutionen. Die Amtssprachen sind Luxemburgisch, Französisch und Deutsch. Besonders innovativ: Luxemburg ist das erste Land weltweit, das den öffentlichen Nahverkehr für alle Bürger und Touristen komplett kostenlos anbietet., BelgienBelgien ist das Herz der europäischen Politik mit dem Hauptsitz der EU in Brüssel. Das Land ist in die Regionen Flandern und Wallonie unterteilt. Es ist weltberühmt für seine Schokolade, Waffeln und eine riesige Vielfalt an Biersorten. Auch Comic-Helden wie Tim und Struppi haben hier ihre Heimat. Belgien besitzt zudem eine bedeutende Diamantenindustrie., die NiederlandeDie Niederlande sind bekannt für ihre flache Landschaft, Windmühlen und Tulpenfelder. Ein großer Teil des Landes liegt unter dem Meeresspiegel und wird durch komplexe Deichsysteme geschützt. Die Hauptstadt Amsterdam ist für ihre Grachten und Museen berühmt. Das Land ist ein weltweit führender Exporteur von Agrarprodukten und besitzt in Rotterdam den größten Hafen Europas. und an DänemarkUnser nördlicher Nachbar Dänemark gilt als eines der glücklichsten Länder der Welt. Das Königreich besteht aus der Halbinsel Jütland und über 400 Inseln. Die Hauptstadt Kopenhagen ist berühmt für ihre Fahrradkultur. Dänemark ist Vorreiter bei Windenergie und Design. Besonders bekannt ist das dänische Lebensgefühl "Hygge", das Gemütlichkeit und Wohlbefinden beschreibt.. Die längste Grenze ist mit 818 Kilometern die zu Österreich, gefolgt von der Grenze zu Tschechien, die nur geringfügig kürzer ist.
Fakten und Wissenswertes zu Deutschland
Gegründet: | 1. Januar 1871: Deutsches Reich 23. Mai 1949: Bundesrepublik Deutschland 7. Oktober 1949 – 3. Oktober 1990: Deutsche Demokratische Republik |
Sprache: | Deutsch |
Fläche: | 357 121,41 km² |
Bevölkerung: | 82,8 Mio. (Stand 2016) |
Hauptstadt: | Berlin, von 1949 bis 1990 provisorisch Bonn |
Währung: | Euro € , bis 2002 D-Mark , ( DDR: Mark – 1. Januar 1968 bis 30. Juni 1990 in der DDR ) |
Internet-TLD: | de – (.dd für die DDR vorgesehen, aber nie verwendet) |
Telefonvorwahl: | +49 oder 0049 |
01001 bis 99099 |
Das Wichtigste zu Deutschland in Kürze:
Welche Stadt ist die Hauptstadt von Deutschland?
- Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland. Von 1949 bis 1973 provisorischer Regierungssitz und von 1973 bis 1990 Hauptstadt.
Wie viele Einwohner hat Deutschland?
- Deutschland hat zur Zeit ( Stand Juni 2022 ) ca. 83.8 Millionen Einwohner.
Wie groß ist Deutschland?
- Deutschland hat eine Fläche von 357.376 km², das sind im Schnitt 231 Einwohner pro km².
Lage nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland ökonomisch und kulturell ein zerstörtes Land. Die Städte lagen in Trümmern. Viele Menschen waren obdachlos. Millionen Vertriebene aus den östlichen Nachbarländern mussten versorgt werden. Die Siegermächte teilten das deutsche Gebiet in vier Besatzungszonen. Die Amerikaner verwalteten den Süden, die Engländer den Norden, die Franzosen den Westen und die Russen den Osten.
Gründung der Bundesrepublik
Am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland aus den Besatzungszonen der drei Westmächte gegründet. Die Entscheidung für Bonn als provisorische Bundehauptstadt fiel knapp aus. An zweiter Stelle stand Frankfurt am Main. Zum ersten Bundeskanzler wurde der frühere Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer gewählt. Bei der Abstimmung im Bunstag hatte er gerade die erforderliche Mehrheit der Stimmen.
Souveränität
Die Bundesrepublik war zu dieser Zeit noch nicht souverän. Die drei Westmächte konnten in den wesentlichen Fragen Einfluss auf die Entwicklung Deutschlands nehmen. Adenauer prägte die Westbindung und handelte mit den Amerikanern, Briten und Franzosen aus, dass die Beschränkungen der Souveränität abgebaut wurden. Im Jahr 1955 erfolgte die Wiederbewaffnung, die der Bundeskanzler gegen der Widerstand der SPD durchsetzte. Damit war die Bundesrepublik ein souveräner Staat.
Das Wirtschaftswunder
Die Fünfziger Jahre gelten als Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Nachdem die Lebensmittelkarten abgeschafft worden waren, setzte sich der freie Markt durch. Viele Bürger konnten sich nach vielen Jahren des Hungerns nun satt essen. Die Fabriken waren hoch ausgelastet und stellten viele Arbeitskräfte ein. Zahlreiche neue Wohnungen wurden gebaut. Ende der Fünfziger Jahre herrschte Vollbeschäftigung. Immer mehr Deutsche konnten sich ein Auto leisten und Urlaub im Ausland machen.
Staatsform in Deutschland
Die Bundesrepublik Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie. Alls vier Jahre wählen die Bürger einen neuen Bundestag. Dieser besteht aus regulär 598 Abgeordneten, die das Volk vertreten. Jeder der 299 Wahlkreise ist mit mindestens einem Abgeordneten vertreten, der dort die Mehrheit der Erststimmen erhalten hat. Die Staatsform in Deutschland wird auch als repräsentativ bezeichnet, weil die Entscheidungen nicht von den Bürgern, sondern von den gewählten Volksvertretern auf der Grundlage der Verfassung getroffen werden. Der Bundestag wählt nach seiner Konstituierung einen Bundeskanzler. Deutschland ist laut Grundgesetz ein föderaler Bundesstaat. Dies bedeutet, dass Entscheidungen möglichst nahe am Bürger getroffen werden. Daher verfügen die Bundesländer über eigene Entscheidungskompetenzen, beispielsweise auf dem Gebiet der Kultur und der Bildung. Über den Bundesrat wirkren die Bundesländer außerdem an der Gesetzgebung des Bundes mit.
Geographie von Deutschland
Die Bundesrepublik Deutschland gehört geographisch zu Mitteleuropa. Landschaftlich wird Deutschland in vier Großräume eingeteilt: in das Norddeutsche Tiefland, die Mittelgebirgsschwelle, das Alpenvorland und die Alpen. Die höchste Erhebung Deutschlands ist die zu den Alpen gehörende Zugspitze mit gut 2.960 Metern.
Die größten Gebirge in Deutschland
Die Alpen sind das einzige Gebirge in Deutschland, das nicht zur Kategorie der Mittelgebirge zählt. Die größten deutschen Mittelgebirge sind der Schwarzwald, der Bayerische Wald, das Erzgebirge, der Harz und das Fichtelgebirge.
Der Schwarzwald
Das höchste Mittelgebirge Deutschlands ist der Schwarzwald. Höchste Erhebung ist der Feldberg mit knapp 1.500 Metern über dem Meeresspiegel. Der Schwarzwald ist gleichzeitig das größte zusammenhängende Mittelgebirge in Deutschland und ist das meistgesuchte Urlaubsziel unter den deutschen Mittelgebirgen.
Der Bayerischer Wald
Der Bayerische Wald belegt den zweiten Rang. Das nach dem Freistaat BayernBayern ist das flächengrößte deutsche Bundesland mit der Landeshauptstadt München. Der Freistaat überzeugt durch eine enorme Wirtschaftskraft in Technik und Automobilbau. Geografisch prägen die Alpen und die Donau das Bild. Kulturell ist Bayern für Traditionen wie das Oktoberfest weltbekannt. Mit der Zugspitze liegt der höchste Berg Deutschlands in den bayerischen Alpen. benannte Gebirge grenzt an Tschechien. Es erreicht eine Höhe von bis zu 1450 Metern und ist circa 100 Kilometer lang.
Das Erzgebirge
Auf dem dritten Rang folgt das Erzgebirge, das in SachsenSachsen ist ein bedeutender Industriestandort im Osten mit der Landeshauptstadt Dresden. Die Region ist berühmt für ihre reiche Kunst- und Kulturgeschichte sowie das Erzgebirge. Leipzig ist ein dynamisches Zentrum für Logistik und Handel. Das "Silicon Saxony" ist führend in der europäischen Mikroelektronik. Zudem wird hier die Tradition der Porzellanherstellung gepflegt. und Tschechien liegt. Die höchste Erhebung ist der Keilberg mit knapp 1250 Metern über dem Meeresspiegel. In weiten Teilen steht das Erzgebirge unter Landschaftsschutz.
Der Harz
Der Harz ist das höchstes Mittelgebirge in Norddeutschland. Er liegt im Grenzbereich der Bundesländer Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt ist das Land der Frühgeschichte und des Weltkulturerbes mit der Hauptstadt Magdeburg. Es beherbergt die meisten UNESCO-Stätten in Deutschland, darunter das Bauhaus Dessau. Der Harz mit dem Brocken ist ein bedeutendes Natur- und Wandergebiet. Wirtschaftlich ist die Region stark in der Chemieindustrie verwurzelt. Zudem wurde hier die Reformation durch Luther geprägt., ThüringenThüringen liegt im geografischen Zentrum Deutschlands mit der Landeshauptstadt Erfurt. Es ist bekannt als das grüne Herz Deutschlands durch den Thüringer Wald. Das Land blickt auf eine große Tradition als Heimat von Dichtern wie Goethe und Schiller zurück. Jena ist ein führender Standort für Optik und Photonik. Zudem ist Thüringen berühmt für seine Bratwurst. und NiedersachsenNiedersachsen ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland und erstreckt sich von der Nordsee bis zum Harz. Hannover ist die Landeshauptstadt und ein weltweit bedeutender Messestandort. Das Land ist das Zentrum der deutschen Automobilproduktion rund um Wolfsburg. Die Landwirtschaft spielt hier eine tragende Rolle. Zudem ist die Windkraft ein zentraler Energiefaktor.. Die höchste Erhebung ist der Brocken mit einer Höhe von 1140 Metern über dem Meeresspiegel.
Das Fichtelgebirge
Das Fichtelgebirge gehört zu Bayern, dem flächenmäßig größten Bundesland Deutschlands. Die höchste Erhebung ist der Schneeberg mit 1050 Metern über dem Meeresspiegel. Die Fläche des Fichtelgebirges beträgt rund 1600 Quadratkilometer. Das Gebirge grenzt an das Nachbarland TschechienTschechien ist ein binnenländischer Nachbar mit der "goldenen Stadt" Prag als Zentrum. Das Land hat eine tiefe Bierbrautradition und die weltweit höchste Dichte an Burgen und Schlössern. Wirtschaftlich ist Tschechien ein bedeutender Industriestandort, besonders im Fahrzeugbau. Die böhmische Küche und das Riesengebirge sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und geschätzt..
Die längsten Flüsse in Deutschland
Der Rhein
Der längste Fluss in Deutschland ist der Rhein. Von seinen insgesamt 1233 Kilometern Länge liegen 865 in Deutschland. Der Rhein entspringt in den Schweizer Alpen, verschwindet im Bodensee und fließt dann konsequent in Richtung Norden bis Nordwesten. Bei Kleve überquert er die Grenze zu den Niederlanden, bevor er bei Rotterdam schließlich in die Nordsee mündet.
Die Weser
Der zweitlängste Fluss in Deutschland ist die Weser. Sie entspringt im Thüringer Wald und bildet streckenweise die Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-WestfalenNRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit der Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Ruhrgebiet bildet den größten Ballungsraum Deutschlands und war historisch das Zentrum der Montanindustrie. Heute ist das Land ein moderner Dienstleistungs- und Medienstandort. Köln ist die größte Stadt des Landes. Zudem besitzt NRW eine extrem dichte Kultur- und Hochschullandschaft.. Bei Bremerhaven mündet sie in die Nordsee.
Die Elbe
Drittlängster Fluss in Deutschland ist die Elbe. Von ihrer Quelle im tschechischen Riesengebirge fließt sie durch Dresden und Hamburg. Bei Cuxhaven mündet sie in die Nordsee.
Die Donau
Zweitlängster Fluss Europas und fünftgrößter Deutschlands ist die Donau. 647 der insgesamt 2857 Kilometer fließen durch Deutschland. Die Donau entspringt im Schwarzwald und fließt dann durch insgesamt zehn Länder, bevor sie in das Schwarze Meer mündet.
Der Main
Mit einer Länge von 524 Kilometern erreicht der Main den fünften Platz unter den längsten Flüssen Deutschlands. Seine Quelle ist das Fichtelgebirge. Nachdem er Frankfurt passiert, fließt er bei Mainz in den Rhein.
Die größten Seen in Deutschland
Die Müritz
Mit einer Fläche von 112 Quadratkilometern ist die Müritz der größte Binnensee Deutschlands. An der tiefsten Stelle beträgt die Tiefe gut 30 Meter. Die Mecklenburgische Seenplatte ist während der Eiszeit entstanden und war damals ein einziger See.
Der Bodensee
Mit eine Fläche von 536 Quadratkilometern wird der Bodensee oft als größter See Deutschlands bezeichnet. Allerdings liegen nur rund zwei Drittel dieser Fläche in Deutschland. Seine Tiefe beträgt bis zu 250 Meter. Das Volumen beläuft sich auf 48 Kubikkilometer.
Der Chiemsee
Begehrtes Urlaubs- und Ausflugsziel in Bayern ist der Chiemsee, der auch als "bayrisches Meer" bezeichnet wird. Seine Fläche beträgt rund 80 Quadratkilometer, sein Volumen circa zwei Kubikkilometer. Er ist bis zu 73 Meter tief.
Die TOP 5 Sehenswürdigkeiten in Deutschland
Das Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor zählt zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Hauptstadt Berlin. Das Stadttor im klassizistischen Stil wurde in der Zeit zwischen 1789 und 1793 gebaut. Später wurde es zum Symbol für die Teilung der Stadt in Ost und West. Seit dem Mauerfall steht das Brandenburger Tor für die Einheit Deutschlands.
Der Marienplatz in München
Zu den begehrtesten Sehenswürdigkeiten Münchens, Bayerns und ganz Deutschlands zählt der Marienplatz München. Viele Touristen und Einheimische starten hier ihren Standrundgang oder eine Shopping-Tour. Regelmäßig finden am Marienplatz Veranstaltungen statt. Das Neue Rathaus im neugotischen Stil wurde zwischen 1867 bis 1909 erbaut. Jeden Tag wird zwischen 11 und 12 Uhr das Glockenspiel geläutet.
Die Dresdner Frauenkirche
Als Symbol der Versöhnung gilt die Dresdner Frauenkirche. Von 1994 bis 2005 wurde sie mühevoll restauriert. Als begehrtes Ausflugsziel zählt sie deutschlandweit zu den TOP Sehenswürdigkeiten. Von der Kuppel aus können Besucher auf das gesamte Stadtgebiet Dresdens und den Elbbogen blicken und die einzigartige Aussicht genießen.
Der Kaiserdom von Speyer
Als größte erhaltene romanische Kirche gilt der Kaiserdom von Speyer. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Kaiseraal über dem Eingangsportal finden sich die monumentalen Fresken von Baptist Schraudolph. Unter dem Dom kann die Krypta aus dem 11. Jahrhundert besichtigt werden. Wer den Kirchturm hinaufsteigt, hat einen optimalen Ausblick über Speyer und die Umgebung.
Das Schloss Neuschwanstein
Jedes Jahr besuchen mehr als anderthalb Millionen Menschen das Schloss Neuschwanstein. Pro Tag sind es bis zu 6.000 Besucher. Wie ein Märchenschloss wirkt die mittelalterlichen Ritterburg. Aufgrund der Lage in den Ausläufern der Alpen ist das Schloss Neuschwanstein auch ein beliebtes Urlaubsziel. Das Schloss wurde ab 1869 im Auftrag des Königs Ludwig II gebaut. Nach dem Willen des Königs sollte es aus 200 Räumen bestehen. Tatsächlich wurden es fünfzehn Räume, darunter ein Schlafzimmer im gotischen Stil, der Thronsaal und ein Wohnzimmer, das mit seinen ursprünglichen Möbeln erhalten blieb.
Die berühmtesten Deutschen
In der ZDF-Sendung "Unsere Besten" wurden im Jahr 2003 die größten Deutschen gewählt. Rund 1,5 Millionen Stimmen wurden damals abgegeben.
Konrad Adenauer
Die Liste wird angeführt vom ersten Kanzler der Bundesrepublik. 1876 in Köln geboren, wurde er 1917 in seiner Geburtsstadt zum Oberbürgermeister gewählt und übte dieses Amt bis 1933 aus. 1949 wurde Adenauer zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Seine Außenpolitik war geprägt von der Bindung an den Westen. Im Jahr 1957 führte der Christdemokrat die dynamische Rente ein. Die CDU konnte ihre Stimmenanteile bei Bundestagswahlen deutlich steigern. Konrad Adenauer starb 1967 in Bad Honnef-Rhöndorf. Zahlreiche Straßen und Plätze sind nach ihm benannt.
Martin Luther
Den zweiten Platz belegt Martin Luther. 1483 in Eisleben geboren, studierte er in Erfurt Jura und Theologie. Ab 1517 leitete er die Reformatorische Wende ein. Berüchtigt sind die 95 Thesen, die er in Wittenberg an die Wand nagelte.
Karl Marx
Es folgt auf dem dritten Rang Karl Marx. 1818 in Trier geboren, gilt der Philosoph und Historiker und Journalist als Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus. Den daraus entstandenen Marxismus sehen viele als Missbrauch der Analysen von Karl Marx.
Hans und Sophie Scholl
Den vierten Rang belegen die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl. Die beiden Geschwister gründeten die Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose" und riefen im Februar 1943 mit Flugblättern zum Sturz Hitlers auf. Wenige Tage später wurden die beiden verhaftet und hingerichtet.
Willy Brandt
Auf dem fünften Rang folgt Willy Brandt. 1913 in Lübeck geboren, wurde Willy Brandt im Jahr 1957 Regierender Bürgermeister von Berlin. Bei der Bundestagswahl 1969 trat der Sozialdemokrat zum dritten Mal als Kanzlerkandidat an und konnte mit der FDP eine Koalition schmieden. Er setzte die Entspannungs- und Ostpolitik durch und gestaltete die Innenpolitik unter dem Leitsatz "Mehr Demokratie wagen". Im Jahr 1974 trat Willy Brandt im Zusammenhang mit der Guillaume-Affäre zurück, blieb aber SPD-Parteivorsitzender. Auch Willy Brandt wurde zum Namensgeber zahlreicher Straßen und Plätze in ganz Deutschland.
Fußball in Deutschland
Bislang vier Mal wurde Deutschland Weltmeister im Fußball: 1954, 1974, 1990 und 2014.
Die Entstehung des Fußballs in Deutschland
Im Jahr 1874 kam der Fußball nach Deutschland. Damals setzte Konrad Koch, Lehrer am Martino-Katharineum, den Fußball ein, um die sportliche Entwicklung seiner Schüler zu fördern. Den Fußball hatte August Hermann aus Großbritannien mitgebracht. Der Ball wurde ohne Erklärung zwischen die Schüler geworfen. Dann erklärte Konrad Koch den Schülern, dass sie den Ball treten müssen. Das Experiment gelang. Der Fußball entwickelte sich zum beliebtesten Sport der Deutschen.
Das Wunder von Bern
Das Endpiel der Fußball WM 1954 am 4. Juli wurde später als "Wunder von Bern" bezeichnet. Favorit Ungarn ging schon in der sechsten Minute in Führung und schoss in der achten Minute das zweite Tor. In der zehnten Minute verkürzte Max Morlock, bevor acht Minuten später durch ein Tor von Flügelstürmer Helmut Rahn der Ausgleich erfolgte. Sechs Minuten vor dem Ende der zweiten Halbzeit gelang Helmut Rahn ein weiterer Treffer. Das Wunder von Bern war vollendet.



