3 Dinge, die deine IP-Adresse über dich verrät und wie du dich schützen kannst

Das Internet ist heute ein fester Bestandteil im Alltag der meisten Menschen. Wir informieren uns online, bestellen Waren oder recherchieren zu interessanten Themen auf verschiedenen Seiten. Doch es gibt auch eine Gefahr mit Hinblick auf unsere Privatsphäre: die eigene IP-Adresse. Sie wird beim Besuch einer Seite oder bei der Nutzung eines Dienstes hinterlassen und kann einige wichtige Daten über uns verraten. Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Mit einem einfachen Tool kann man die eigene IP-Adresse verbergen und somit die Privatsphäre im Internet erhöhen. Dieser Artikel stellt alles Wichtige zu diesem spannenden Thema vor.

3 Dinge, die deine IP-Adresse über dich verrät und wie du dich schützen kannst

Was genau ist eine IP-Adresse?

Eine IP-Adresse (Internet Protocol Adresse) ist eine eindeutige numerische Kennung, die jedem Gerät zugewiesen wird, das mit dem Internet oder einem Netzwerk verbunden ist. Es ist also eine Art digitale Postadresse, damit eine Webseite oder ein Onlinedienst weiß, wohin er die angefragten Datenpakete schicken soll. Das alles geschieht im Hintergrund.

Zudem gibt es noch eine weitere Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen IP-Adressen. Die meisten Internetanbieter vergeben dynamische IP-Adressen an ihre Kunden. Das bedeutet, bei jeder Anmeldung erhält man eine neue IP-Adresse. Im Falle einer statischen IP-Adresse bleibt sie hingegen über beliebig viele Sitzungen unverändert.

Zwar gibt es mit einer dynamischen IP-Adresse eine etwas höhere Privatsphäre als mit einer statischen, aber alle wichtigen Informationen sind dennoch einsehbar. Zudem sollen nach einem neuen Gesetzesentwurf alle IP-Adressen drei Monate lang gespeichert werden. Das dient der Kriminalitätsbekämpfung, kann aber auch als ein Einschnitt in die Privatsphäre gesehen werden.

Was verrät meine IP-Adresse über mich?

Wir hinterlassen praktisch überall unsere eigene IP-Adresse, ob beim Besuch einer Webseite, beim Posten auf Social Media oder sogar, wenn wir nur auf einen Link oder eine Werbung klicken. Es ist also praktisch unmöglich, diesen Vorgang zu verhindern.

Doch was genau verrät meine IP-Adresse über mich?

  1. Ungefährer Standort: Land, Stadt, Postleitzahl
  2. Internetanbieter: z. B. Telekom, Vodafone oder anderer Anbieter
  3. Geräteinformationen: Browser, Betriebssystem, Bildschirmauflösung

Fast noch viel wichtiger ist jedoch die Möglichkeit zur Nachverfolgung eines Nutzers. So lassen sich im Zusammenspiel mit Cookies und Metadaten detaillierte Profile zu allen Online-Aktivitäten erstellen. Suchmaschinen und Social Media gelten dabei als wahre Datenkraken und setzen auf genau solche Profile, um zielgenaue Werbung schalten zu können.

Eine weitere Gefahr können Hacker und Kriminelle im Internet sein. Mithilfe einer IP-Adresse lassen sich nämlich Geräte hacken, sogenannte DDoS-Angriffe starten oder sogar anderen Nutzern illegale Aktivitäten anhängen. Das alles zeigt, wie wichtig es sein kann, die eigene IP-Adresse zu schützen und somit für höhere Privatsphäre und Sicherheit zu sorgen.

Wie kann ich meine IP-Adresse verbergen?

Ganz ohne eine IP-Adresse geht es nicht. Schließlich muss ein Dienst wissen, wohin er die Datenpakete schicken soll. Doch man kann die eigene IP-Adresse sehr einfach verbergen bzw. ändern, und zwar mit einer VPN-App. Diese baut eine verschlüsselte Verbindung zu einem VPN-Server auf und nutzt anschließend die IP-Adresse des Servers.

Viele VPN-Dienste verfügen über zahlreiche Server in fast allen Ländern dieser Welt. Das garantiert hohe Geschwindigkeiten, sodass es bei der Nutzung zu keinerlei Einschränkungen kommt. Zudem gibt es entsprechende Apps für praktisch alle Geräte, ob Computer, Handy, Tablet oder Smart-TV. Umfassender Schutz ist also kein Problem.

Doch eine VPN-App bietet noch weitere Vorteile im Alltag. So kann man per Mausklick den virtuellen Standort wechseln, zum Beispiel von Deutschland nach Italien. Auch bei Reisen ins Ausland kann das praktisch sein, wenn man deutsche Dienste wie gewohnt nutzen möchte.

Weitere Tipps für noch mehr Privatsphäre

Die eigene IP-Adresse ist aber nicht die einzige Möglichkeit, um Nutzer im Internet nachzuverfolgen. So verwenden fast alle Seiten bzw. Webserver sogenannte Cookies, um Besucher wiederzuerkennen und ihre Aktivitäten zu protokollieren. Immerhin lassen sich zumindest einige Arten von Cookies in den Browser-Einstellungen blockieren.

Wer aber noch mehr Privatsphäre möchte, sollte lieber gleich den Inkognito-Modus des Browsers benutzen. Es handelt sich hierbei jedes Mal um eine Art „frischen" Browser, der weder einen Verlauf hat noch über Anmeldedaten verfügt. Das bedeutet, Webseiten und Dienste können einen über mehrere Besuche oder Sitzungen nicht mehr so einfach tracken.

Eine hundertprozentige Anonymität gibt es im Internet zwar grundsätzlich nicht, doch mit einer VPN-App und im Inkognito-Modus ist man schwerer nachzuverfolgen.

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