Fachkräftemangel in der Securitybranche – Diese Bundesländer betrifft es
Ganz DeutschlandDeutschland liegt im Herzen Europas und ist mit über 84 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der EU. Die Hauptstadt Berlin ist ein Zentrum für Kultur und Politik. Als führende Industrienation ist Deutschland weltweit für Automobilbau und Maschinenbau bekannt. Geografisch reicht es von der Nord- und Ostsee bis zu den Alpen. stöhnt über den Fachkräftemangel. Es handelt sich hierbei um ein branchenübergreifendes Problem. Der Pflegebereich mit seinen Personalproblemen ist derzeit verstärkt in den Medien präsent. Aber auch in der Security-Branche herrscht Fachkräftemangel. Einige Teile in Deutschland sind besonders betroffen.
Demografischer Wandel als Grund für Fachkräftemangel
Als Fachkraft darf man sich bezeichnen, sobald man eine Berufsausbildung oder ein (Fach-) Hochschulstudium erfolgreich absolviert hat. Die Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland verändert sich. Seit den 70er-Jahren ist die Geburtenrate hierzulande niedriger als die Sterberate. Allerdings haben die Menschen eine stetig höhere Lebenserwartung. Dies führt dazu, dass weniger jüngere Menschen immer mehr älteren Menschen gegenüberstehen. Seit der Jahrtausendwende wurde das Renteneintrittsalter schrittweise nach oben korrigiert. Dennoch verschwinden jeden Tag Menschen vom Arbeitsmarkt, da sie aufgrund ihres Alters in Rente gehen. Die Zahl der Personen, die eine Ausbildung antritt, wird jedoch geringer. Daher sinkt die Zahl der Fachkräfte automatisch.

Arbeitszeit oder Freizeit
Das Lebensbewusstsein hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Als häufigste Todesursache in Deutschland zählen Herz-Kreislauferkrankungen. Häufig werden diese durch einen ungesunden Lebensstil und Stress verursacht oder zumindest begünstigt. Neue Ausdrücke wie „Work-Life-Balance" sind in den alltäglichen Sprachgebrauch gewandert. Menschen legen präventiv mehr Wert auf eine ausgeglichene Lebensweise. Anstrengende Jobs sowie Arbeitszeiten außerhalb von 8-17 Uhr sind dabei eher unerwünscht. Hinzu kommt, dass die Bezahlung in diesen fordernden Berufen wie der Pflege- oder auch in der Sicherheitsbranche nicht immer anforderungsgerecht ist.
Voraussetzungen für den Einsatz in der Sicherheit
Ausschließlich volljährige Personen dürfen eine Security Ausbildung antreten. Führt man Tätigkeiten aus, die Kontrollen im öffentlichen Bereich umfassen, ist eine bestandene Sachkundeprüfung nach § 34a GewO nachzuweisen. Zu diesen Jobs zählen beispielsweise Citystreifen, Einzelhandelsdetektive, aber auch Türsteher. Ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge sowie eine gute Schufa-Auskunft sind für den Beruf ebenso unerlässlich. Ein Führerschein hilft im Einsatz bei der Arbeit flexibel zu bleiben und wird oft vorausgesetzt. Zudem sollte man sowohl psychisch als auch physisch belastbar sein. Eine vorherige Berufsausbildung oder Erfahrungen im Dienstleistungsbereich sind gerne gesehen.
Wo werden Fachkräfte eingesetzt?
Gerade in Corona-Zeiten ist dem einen oder anderen sicherlich sogar Security-Personal an Lebensmittelmärkten begegnet. Sicherheitskräfte werden sowohl bei Veranstaltungen als auch im privaten Bereich eingesetzt. Sie sollen für den Schutz von Personen, Eigentum oder Objekten sorgen. Aber auch die Sicherheit im digitalen Bereich tritt immer mehr in den Fokus. Da Sicherheitskräfte für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und des Systems notwendig sind, gilt ihr Beruf in vielen Tätigkeitsbereichen als systemrelevant.
Verschiedene Jobs im Sicherheitsbereich
Egal ob Baustellenüberwachung, Werk-, Brand- und Objektschutz, Empfangs- und Telefondienst, Veranstaltungs- und Personenschutz oder beim Parkplatzservice, Sicherheitsleute begegnen uns im Alltag an diversen Orten. Meistens sind sie unauffällig präsent, sodass wir sie gar nicht bewusst wahrnehmen. Nimmt man eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit auf sich, kann man anschließend für die Sicherheit von Personen, Objekten, Anlagen und Werten sorgen. Es gibt aber auch andere Weiterbildungen. Zum Beispiel als Hausbetreuer für Sicherheit und Service. Hier zählen nicht nur die Objektsicherheit, sondern auch Servicedienstleistungen zur Jobbeschreibung. Auch Wach- und Sicherheitskräfte sind sehr gefragt. Sie werden nach erfolgreich abgelegter Sachkundeprüfung im Objekt- und Veranstaltungsschutz, als Einzelhandelsdetektiv oder sogar im Streifendienst eingesetzt. Laut Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, kurz BDSW, macht der Objektschutz mit 26 %, gefolgt von den Empfangsdiensten mit 12 % sowie dem Schutz von Flüchtlingsunterkünften mit 10 % den größten Marktanteil aus. Nach der Ausbildung oder als Quereinsteiger kann man sich noch zum IHK-geprüften Meister für Schutz und Sicherheit oder Sicherheitsfachwirt ausbilden lassen. Auch ein Studienabschluss als Bachlor- oder Master of Arts kann angestrebt werden.
Diese Bundesländer sind besonders betroffen
Laut Jobbörse der Agentur für Arbeit sind im Sicherheitsbereich bundesweit derzeit ca. 6.500 Stellen unbesetzt. Besonders die digitale Sicherheit sucht händeringend nach qualifiziertem Personal. Aber auch an Einsatz- und Projektleitern fehlt es. So macht es durchaus Sinn sich nach der Ausbildung noch weiterzubilden um höherwertige Jobs antreten zu können. Unter den Bundesländern ist BayernBayern ist das flächengrößte deutsche Bundesland mit der Landeshauptstadt München. Der Freistaat überzeugt durch eine enorme Wirtschaftskraft in Technik und Automobilbau. Geografisch prägen die Alpen und die Donau das Bild. Kulturell ist Bayern für Traditionen wie das Oktoberfest weltbekannt. Mit der Zugspitze liegt der höchste Berg Deutschlands in den bayerischen Alpen. mit knapp 1.500 unbesetzten Stellen Spitzenreiter. Dicht verfolgt von Nordrhein-WestfalenNRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit der Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Ruhrgebiet bildet den größten Ballungsraum Deutschlands und war historisch das Zentrum der Montanindustrie. Heute ist das Land ein moderner Dienstleistungs- und Medienstandort. Köln ist die größte Stadt des Landes. Zudem besitzt NRW eine extrem dichte Kultur- und Hochschullandschaft. mit ca. 1.200, Baden-WürttembergDas drittgrößte Bundesland im Südwesten besticht durch wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft. Stuttgart ist die Landeshauptstadt und Zentrum der Automobilindustrie. Geografisch prägen der Schwarzwald und der Bodensee die Region. Baden-Württemberg gilt als Genießerland mit hoher Lebensqualität. Zudem ist es für seine zahlreichen "Hidden Champions" im Mittelstand weltweit bekannt. mit ca. 1.200 und HessenHessen ist das finanzielle Zentrum Deutschlands mit der Metropole Frankfurt am Main. Die offizielle Landeshauptstadt ist jedoch das elegante Wiesbaden. Der Frankfurter Flughafen ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Hessen ist zudem das waldreichste Bundesland Deutschlands. Die Region ist berühmt für ihren traditionellen Apfelwein und die starke chemische Industrie. Mehr mit knapp 700 freien Stellen. Aber auch in den anderen Bundesländern wird nach Fachkräften gesucht. BerlinDie deutsche Hauptstadt ist zugleich ein dynamischer Stadtstaat und kulturelles Zentrum Europas. Berlin ist die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands und Sitz der Bundesregierung. Die Metropole gilt als globaler Hotspot für Start-ups und Kreative. Historisch ist sie durch die ehemalige Teilung geprägt. Zudem bietet Berlin eine außergewöhnliche Vielfalt an Museen. und NiedersachsenNiedersachsen ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland und erstreckt sich von der Nordsee bis zum Harz. Hannover ist die Landeshauptstadt und ein weltweit bedeutender Messestandort. Das Land ist das Zentrum der deutschen Automobilproduktion rund um Wolfsburg. Die Landwirtschaft spielt hier eine tragende Rolle. Zudem ist die Windkraft ein zentraler Energiefaktor. verfügen über ca. 500 unbesetzte Positionen. Schlusslichter in der Stellensuche sind SachsenSachsen ist ein bedeutender Industriestandort im Osten mit der Landeshauptstadt Dresden. Die Region ist berühmt für ihre reiche Kunst- und Kulturgeschichte sowie das Erzgebirge. Leipzig ist ein dynamisches Zentrum für Logistik und Handel. Das "Silicon Saxony" ist führend in der europäischen Mikroelektronik. Zudem wird hier die Tradition der Porzellanherstellung gepflegt., HamburgDie freie Hansestadt Hamburg ist ein wirtschaftlich bedeutender Stadtstaat mit dem größten Seehafen Deutschlands. Das "Tor zur Welt" ist zudem eine führende Medien- und Logistikmetropole. Die Speicherstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kulturell glänzt Hamburg durch die Elbphilharmonie und zahlreiche Musicaltheater. Die Alster im Stadtzentrum bietet eine hohe Lebensqualität., Rheinland-PfalzDas Land im Westen ist Deutschlands Weinregion Nummer eins mit der Landeshauptstadt Mainz. Es grenzt an drei europäische Nachbarstaaten und ist stark exportorientiert. Die Landschaft ist geprägt durch das Rheintal und die Eifel. Rheinland-Pfalz besitzt eine reiche römische Geschichte. Zudem ist es ein führender Standort für Chemie- und Pharmaunternehmen., BrandenburgBrandenburg umschließt die Hauptstadt Berlin und ist geprägt durch weite Seenlandschaften und Kiefernwälder. Potsdam ist die Landeshauptstadt, berühmt für das Schloss Sanssouci. Das Land ist eines der dünn besiedelsten Gebiete Deutschlands. Wirtschaftlich gewinnt es durch moderne Industrieansiedlungen an Bedeutung. Die Region bietet Erholung pur in unberührter Natur., Schleswig-HolsteinDas Land zwischen Nord- und Ostsee ist geprägt durch Küsten, Windkraft und Landwirtschaft. Kiel ist die Landeshauptstadt und bekannt für das weltgrößte Segelevent, die Kieler Woche. Der Tourismus auf den nordfriesischen Inseln wie Sylt ist ein Hauptpfeiler. Es ist das einzige Bundesland mit einer anerkannten dänischen Minderheit. Zudem spielt der Schiffbau eine traditionelle Rolle., ThüringenThüringen liegt im geografischen Zentrum Deutschlands mit der Landeshauptstadt Erfurt. Es ist bekannt als das grüne Herz Deutschlands durch den Thüringer Wald. Das Land blickt auf eine große Tradition als Heimat von Dichtern wie Goethe und Schiller zurück. Jena ist ein führender Standort für Optik und Photonik. Zudem ist Thüringen berühmt für seine Bratwurst., BremenDer kleinste deutsche Stadtstaat besteht aus den zwei Städten Bremen und Bremerhaven. Bremen ist bekannt für die traditionsreiche Seefahrt und den bedeutenden Außenhandel. Die Stadtmusikanten sind das weltberühmte Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Bremerhaven ist ein wichtiger Standort für die maritime Forschung. Zudem verfügt Bremen über eine traditionsreiche Luftfahrtindustrie., Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt ist das Land der Frühgeschichte und des Weltkulturerbes mit der Hauptstadt Magdeburg. Es beherbergt die meisten UNESCO-Stätten in Deutschland, darunter das Bauhaus Dessau. Der Harz mit dem Brocken ist ein bedeutendes Natur- und Wandergebiet. Wirtschaftlich ist die Region stark in der Chemieindustrie verwurzelt. Zudem wurde hier die Reformation durch Luther geprägt., Mecklenburg-VorpommernDas nordöstliche Bundesland ist geprägt durch die Ostseeküste und die Mecklenburgische Seenplatte. Schwerin ist die Landeshauptstadt, bekannt für sein märchenhaftes Schloss. Der Tourismus ist hier der wichtigste Wirtschaftszweig. Das Land beherbergt zwei der ältesten Universitäten Nordeuropas in Rostock und Greifswald. Es ist zudem die am dünnsten besiedelte Region Deutschlands. und das SaarlandDas Saarland ist das kleinste Flächenbundesland und liegt an der Grenze zu Frankreich. Saarbrücken ist die Landeshauptstadt und das kulturelle Zentrum. Die Region war lange durch Kohle und Stahl geprägt, wandelt sich aber zum Technologiestandort. Die französische Lebensart beeinflusst spürbar die lokale Gastronomie. Die Saarschleife ist das bekannteste Wahrzeichen. in absteigender Reihenfolge.
IT-Schutz
Wie wichtig IT-Sicherheit ist, merkt man leider oft erst, wenn es zu spät ist. Hacker und Schadsoftware können Verluste von großen Datenmengen verursachen oder aber es gelangen schützenswerte und sensible Daten in die falschen Hände. Um dem vorzubeugen, beschäftigen Unternehmen und öffentliche Institutionen immer häufiger Mitarbeiter in der IT Security. Zu ihren Aufgaben zählt es, Sicherheits-Konzepte zu prüfen, zu betreuen und diese weiterzuentwickeln. Aber auch die Analyse und Bewertung von Bedrohungsszenarien obliegt ihnen.
Verdienstmöglichkeiten
Laut Entgeltatlas der Agentur für Arbeit verdienen Fachkräfte für Schutz- und Sicherheit durchschnittlich 2.651 Euro. Mit dem Meistertitel steigt das Einkommen im Mittel auf ca. 4.200 Euro. Sicherheitsmanager, die als Experten gelten, freuen sich über 4.335 Euro monatlich. Sicherheitstechniker in der IT kommen durchschnittlich sogar auf 5.520 Euro im Monat. Wer eine hochkomplexe Tätigkeit als Ethical Hacker ausführt, bekommt 5.757 Euro im Mittel für seine Arbeit. Je besser man qualifiziert ist und über je mehr Berufserfahrung man verfügt, desto mehr kann man sicherlich für seine Arbeit verlangen. Auch im Ausland sind erfahrene Fachkräfte gefragt. Ein weiterer Grund für den Fachkräftemangel liegt darin, dass Arbeitgeber im Ausland teilweise bereit sind mehr zu zahlen. So wandert in Deutschland gut ausgebildetes Personal ins Ausland ab.
Lösungsansätze
Arbeitgeber versuchen dem Fachkräftemangel mit Personalmarketing entgegensteuern. Sie versuchen sich nach außen hin als möglichst attraktiv zu geben. Über Social-Media-Kanäle oder die eigene Homepage versuchen die Arbeitgeber Fachkräfte mit guten Konditionen und Benefits anzusprechen und an sich zu binden. Auch die Regierung hat sich mit dem Fachkräftekonzept das Ziel gesetzt, inländische und darüber hinaus ausländische Potenziale besser zu nutzen. Man investiert in Bildung sowie Weiterbildung und möchte darüber hinaus für bessere Arbeitsbedingungen sorgen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Konzepte greifen und wie sich die Situation in den einzelnen Bundesländern entwickelt. Alternativ kann bundesweit, spezialisiert auf Süddeutschland, die Kratzer Personalberatung helfen.
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