Herbstferien: Immer mehr Bundesländer setzen auf 2G

Die Herbstferien stehen bevor und nun bereiten sich die Restaurants, Touristenattraktionen und ähnliches auf den Ansturm vor. In diesem Jahr wird aber wohl kaum ein Bundesland (bis auf das Saarland) zur Normalität zurückkehren. Aktuell setzen die Bundesländer vermehrt auf 2G, um die Infektionszahlen gering zu halten.

Herbstferien: Immer mehr Bundesländer setzen auf 2G
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay

Hamburg machte dabei den Anfang und da sich zeigte, dass das 2G-Modell durchaus helfen konnte, ziehen die anderen Bundesländer nun mit, damit das Infektionsgeschehen weiter eingedämmt wird. Die schwierige Corona-Situation wird zunehmend problemloser aufgrund der soliden Impfquoten in Deutschland.

Geimpfte und Genesene können im 2G-Modell ohne Einschränkungen jedes Restaurant und jede Attraktion problemlos besuchen. In Berlin ist mit weiteren Erleichterungen zu rechnen, wobei Veranstalter und Restaurants auch hier selbst entscheiden können, ob sie auf das 2G-Modell oder 3G-Modell (geimpft, genesen oder getestet) setzen. Der Vorteil des 2G-Modells ist aber, dass Corona-Einschränkungen wie die Maske oder Abstand entfallen.

Niedersachen möchte mehr Branchen involvieren

In Niedersachen zeigt sich, dass sich das Konzept bewährt, und aus diesem Grund sollen mehr Branchen hierin involviert werden. Der Regierungschef Stephan Weil hatte im Landtag in Hannover angekündigt, dass Betriebe im Bereich Sport, Kultur und Gastronomen ebenfalls auf die 2G-Regel ausweiten können. Besucher mit einem negativen Corona-Test, haben damit keinen Zutritt mehr.

Wie auch in anderen Fällen, kann dann aber auf Maske und Abstand verzichtet werden. Das Bundesland geht in Diskotheken und Clubs auf ähnliche Art und Weise vor, hier dürfen die Läden nach dem 2G-Modell öffnen, dies hat bisher auch sehr gut funktioniert, sagte Weil im Landtag in Hannover.

Die Ausweitung der 2G-Regel soll die Normalisierung herstellen und womöglich auch durchzuführen, dass ein Lockdown verhindert werden kann. Die 2G-Regel wäre zumal auch günstiger als ein erneuter Lockdown.

Brandenburg und Hessen wollen auch das 2G-Modell

In Brandenburg und Hessen sieht es ähnlich aus, hier wird es offenbar auch zum 2G-Modell kommen. Der wesentliche Grund dafür ist, dass die Pandemie unter den Ungeimpften weiterhin herrscht und somit auch die die Krankenhäuser stellenweise überlastet sind, da auch das notwendige Personal fehlt.

Für jemanden mit einem Test, soll es dann nicht mehr möglich sein, eine Gastronomie aufzusuchen. Dasselbe würde dann auch bei Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen gelten, dann darf das Wetten online als einzige Möglichkeit bestehen. In Rheinland-Pfalz gibt es eine ähnliche Regelung.

Hier kommt es zur sogenannten 2G-Plus-Regelung, in welchem nach und nach ein Warnstufenkonzept greift. Bei steigenden Warnwerten soll der Anteil von Ungeimpften in Gastronomie oder bei Veranstaltungen zunehmend reduziert werden. Der Zugang für Genesene und Geimpfte bleibt dafür aber uneingeschränkt.

Bundesregierung wird keinen Teil-Lockdown beschließen

Die Herbstferien können trotz all der (teilweise schlechten) Nachrichten dennoch stattfinden, denn die Bundesregierung wird keinen Teil-Lockdown beschließen und widersprach damit einem Bericht der BILD-Zeitung. Das Wirtschaftsministerium plant in dieser Hinsicht keine Schritte.

Die Bundesregierung möchte aber weitere Absicherungsmöglichkeiten schaffen, so beispielsweise für Messen und Ausstellungen. In Deutschland gab es zuletzt häufiger internationale Veranstaltungen wie die IAA. Hier wurde zuvor befürchtet, dass sich dies als Infektionsherd entpuppen könnte.

Zusätzlich hat die Bundesregierung aber auch 150 Millionen Euro mehr eingeplant für eventuelle Mehrausgaben in Bezug auf das geplante Ausfallabsicherungsinstrument für Ausstellungen und Messen.

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