Sardinien – traumhafte Landschaft im türkisfarbenen Meer
Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und ist politisch gesehen eine autonome Region, die zur italienischen Republik gehört. Der Hauptort der Insel ist Cagliari, eine Hafenstadt im Süden, am Golf von Cagliari. Wer nach Sardinien reisen möchte, sollte einen Besuch in Cagliari nicht vergessen, denn dort warten viele Sehenswürdigkeiten. Die Insel begeistert mit einer atemberaubenden Landschaft und vielen Möglichkeiten zum Wandern, lässt aber auch die Herzen von Sonnenhungrigen höherschlagen. Urlauber können an den verschiedenen Badestränden am türkisfarbenen Meer die Seele baumeln lassen.

Lage von Sardinien
Sardinien liegt im Mittelmeer, südlich der zu Frankreich gehörenden Insel Korsika. Die nur zwölf Kilometer breite Straße von Bonifacio trennt Sardinien von Korsika. Zwischen der italienischen Halbinsel und Sardinien liegt das Tyrrhenische Meer. Die Entfernung von Sardinien zur italienischen Halbinsel beträgt ungefähr 190 Kilometer. Die zu Spanien gehörende Baleareninsel Menorca ist von Sardinien ist ungefähr 335 Kilometer entfernt. Von Tunesien im Süden, in Afrika, beträgt die Entfernung etwa 184 Kilometer.
Sardinien hat eine Fläche von knapp 24.000 Quadratkilometern. Von Norden nach Süden hat die Insel eine Länge von 270 Kilometern. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt 145 Kilometer. Zu Sardinien gehören noch verschiedene kleinere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen:
- Insel Asinara im Nordwesten
- La-Maddalena-Archipel im Nordosten
- Tavolara-Archipel im Nordosten
- Sulcis-Archipel im Südwesten
Klima und beste Reisezeit
Sardinien ist durch mediterranes Klima geprägt. Frühjahr und Herbst sind warm, der Sommer ist heiß, der Winter mild. Der August ist der wärmste Monat. Als beste Reisezeit gelten die Monate von Mai bis Oktober, doch kommt es darauf an, welche Prioritäten Reisende setzen. Wer baden und Sonne tanken möchte, reist am besten im Juli, August oder September nach Sardinien. Die Lufttemperatur liegt dann bei 27 bis 30 Grad Celsius. Die Quecksilbersäule klettert mitunter auch auf über 40 Grad Celsius. Mit durchschnittlich elf Sonnenstunden am Tag fallen dann so gut wie keine Niederschläge. Im Juni beginnt die Badesaison mit Wassertemperaturen um 20 Grad Celsius. Sie erstreckt sich bis in den Oktober.
Wer wandern oder Sehenswürdigkeiten erkunden möchte, sollte im März, April oder November nach Sardinien reisen. Die Temperaturen sind dann mit 15 bis 20 Grad Celsius angenehm für Aktivitäten. Die Wintermonate können ziemlich verregnet sein und sind daher für eine Reise nach Sardinien nicht zu empfehlen.
Was Reisende über Sardinien wissen sollten
Auch wenn Sardinien im Mittelmeer liegt, herrscht auf der Insel Wasserknappheit. Die Insel ist zu großen Teilen landwirtschaftlich geprägt. Große Teile der Insel dienen als Weidefläche für Ziegen und Schafe. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist die Produktion von Kork. Im Iglesiente und in der Gallura gibt es riesige Korkeichenwälder.
Sardinien ist die ökologisch sauberste Region von Italien. Die Insel ist mit 1,6 Millionen Einwohnern nur dünn besiedelt. Auf einen Quadratkilometer kommen nur etwa 67 Einwohner. Sardinien hatte 2019 die niedrigste Geburtenrate in Italien. Auf 1.000 Einwohner kamen nur 5,9 Lebendgeburten. In der blauen Zone haben die Menschen eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Amtssprache ist Italienisch. Darüber hinaus wird Sardisch gesprochen, bei dem es sich um einen Dialekt handelt.
Ein Flug nach Sardinien dauert etwas mehr als zwei Stunden. Es gibt mehrere Direktverbindungen von Deutschland nach Sardinien:
- nach Olbia von Berlin, Frankfurt (Main), Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn und Stuttgart
- nach Cagliari von Berlin, Düsseldorf und Frankfurt (Main)
- nach Alghero von Frankfurt/Hahn und Memmingen
Es ist jedoch auch möglich, Sardinien mit der Fähre von der italienischen Halbinsel zu erreichen.
Die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten
Zu den sehenswertesten Orten gehört Cagliari. Die Hafenstadt verfügt über eine Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, ein Amphitheater, einen Botanischen Garten und verschiedene weitere Sehenswürdigkeiten.
Die Insel hat jedoch noch weitere schöne Orte:
- Porto Cervo an der Smaragdküste im Nordosten der Insel
- Alghero an der Nordostküste, umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer, mit der Kirche San Michele und einem Korallenmuseum
- Olbia mit der mittelalterlichen Basilika San Simplico
- Sinis-Halbinsel im Westen der Insel mit Flamingokolonien
- Villasimius mit malerischen kleinen Buchten und als Ausgangsort für Wanderungen
- Iglesias mit einer Tropfsteinhöhle, verschiedenen Wandermöglichkeiten und guten Bedingungen für Kletterer
- Porto Pino als Surfer- und Badeparadies mit einem langen Badestrand
- Capo Caccia als spektakuläre Landzunge
Mit dem Mietwagen auf Sardinien
Wer die Insel individuell erkunden und viel sehen möchte, kann einen Mietwagen für den Urlaub auf Sardinien buchen. In den größeren Städten gibt es Mietwagenstationen. Es ist sinnvoll, einen Mietwagen bereits von Deutschland aus zu buchen und die Preise zu vergleichen. So ist gewährleistet, dass das gewünschte Auto auch verfügbar ist. Da Sardinien zu Italien gehört, reicht ein EU-Führerschein aus. Die Kraftstoffpreise sind vergleichbar mit denen in Deutschland. Sie sind oft noch etwas günstiger als auf der italienischen Halbinsel.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Autobahnen und Schnellstraßen 90 km/h, innerhalb von Ortschaften 50 km/h. Autobahnen gibt es auf Sardinien jedoch nicht. Geschwindigkeitsbeschränkungen sind mit Verkehrsschildern ausgewiesen. Auf Sardinien gilt die 0,5-Promille-Grenze. Für Fahranfänger gilt ein absolutes Alkoholverbot. Fahren mit Licht ist auch am Tage Pflicht. Eine Besonderheit gilt bei Fahrten im Kreisverkehr: Nicht diejenigen, die sich im Kreis befinden, haben Vorfahrt, sondern diejenigen, die in den Kreis einfahren.
Bildquelle: depositphotos.com











