Die endlose Geschichte des 1. FC Kaiserslautern

Der 28. Mai war ohne Frage ein Schlüsseldatum in der Geschichte des 1. FC Kaiserslautern. An diesem Tag entschied sich, ob der Traditionsklub beim DFB nachweisen kann, ob die fehlenden finanziellen Mittel eingesammelt wurden oder nicht. Der FCK die nötigen finanziellen Mittel einsammeln und wird damit in der nächsten Saison in der 3. Liga mitspielen können. Der Weg zu diesem Resultat wurde jedoch durch anhaltende Machtkämpfe in der Führungsriege dekoriert. Darunter litt schließlich auch noch das Sportliche, um das es beim Drittligisten eigentlich gehen sollte. Ein kurzer Rückblick.

Wie ist die Lage der Dinge in Kaiserslautern?

Die Lizenz war erteilt, doch bis zum 28. Mai galten einige Auflagen, die der 1. FC Kaiserslautern aus Rheinland-Pfalz erfüllen musste, um auch in der kommenden Saison 2019/20 in der 3. Liga antreten zu dürfen. Rund 1,5 Millionen Euro fehlten den Roten Teufeln, welche die Lücke über den Investorenweg schließen wollten. Hier kam Flavio Becca ins Spiel. Der Luxemburger bot dem Klub einen Finanzierungsplan, der jedoch nur einen weiteren Kredit vorsah und für große Kontroversen im Beirat sorgte. Schließlich forderte der potenzielle Investor gleichzeitig die Ablösung des Beiratsmitglieds Michael Littig, ohne den 54-jährigen CDU-Politiker laut kicker.de überhaupt persönlich zu kennen. Doch ehe das Ultimatum Beccas endete, überraschte Littig mit einem Alternativplan. Eine Investorengruppe aus der Region stellte einen eigenen Finanzierungsplan auf die Beine und erreichte die Mehrheit mit diesem. Der fünfköpfige Beirat winkte den Vorschlag mit 3:2 Stimmen durch. Statt eines weiteren Kredits wie von Becca vorgeschlagen, handelt es sich hierbei um Anteile an der Kapitalgesellschaft.

Die endlose Geschichte des 1. FC Kaiserslautern

Insgesamt sollte das Investment rund 25 Millionen Euro betragen und damit den gleichen Umfang wie das Angebot Beccas besitzen. Im ersten Schritt fließen drei Millionen Euro in den Verein, was der Investorengruppe wiederum 10 Prozent der Anteile einbringt. Zugleich wurde der Klubwert somit auf 30 Millionen Euro heruntergestuft. In den oberen Vereinsgremien geht der Machtkampf weiter, da manche Beteiligten auf der Seite Beccas standen, während andere wichtige Kreditgeber wie die Unternehmen Quattrex und Lagadere wiederum die Weiterbeschäftigung der beiden aktuellen Geschäftsführer fordern, um ihre Zusagen Realität werden zu lassen. Littig betonte zuletzt in einem Interview auf rheinpfalz.de, dass er keinerlei Probleme mit Becca habe und somit ein zusätzliches Engagement nicht ausschließt. Dafür müsse dieser nur seine Forderung nach einem Rücktritt Littigs fallen lassen.

Komplizierte sportliche Zukunft von Bayern versüßt

Sportlich kommt ohnehin eine schwierige Zeit auf die Pfälzer zu, die in der Drittligatabelle wohl immerhin in der oberen Hälfte landen werden. In der kommenden Spielzeit sinkt das Kaderbudget allerdings um eine Million auf 4,5 Millionen Euro ab. Grundsätzlich wird der Gesamtetat rund sechs Millionen Euro betragen, was in der 3. Liga wiederum ausgezeichnet ist. Damit hat man mit 1,6 Millionen Euro mehr Geld, als mit Hansa Rostock zum Beispiel ein anderer Traditionsverein 2019/20 investieren konnte. Der Hallesche FC wird etwas mehr als der FCK zur Verfügung haben, um nach dem knapp verpassten Relegationsrang in der aktuellen Spielzeit mehr zu erreichen. Das Ziel für den 1. FC Kaiserslautern für die nächste Saison kann nur Aufstieg heißen. Dennoch könnten weitere Unruhen in der Führung schnell für weitere sportliche Probleme sorgen. Die Spieler zeigten sich zuletzt beeindruckt vom Hin und Her in der Öffentlichkeit.

Zusätzliche finanzielle Hilfe erhält der FCK bereits in diesem Mai. Am 27. des Monats stand zwei Tage nach dem DFB-Pokalfinale ein „Retterspiel” an, zu dem der FC Bayern München in die Pfalz reiste. Um 18:30 Uhr wurde das Spiel angepfiffen, aus dem sämtliche Einnahmen direkt an den ausrichtenden Klub im Fritz-Walter-Stadion gingen. Seit vielen Jahren trägt der FC Bayern seine Retterspiele aus, durch die finanziell in die Schieflage geratene Klubs Unterstützung erfahren. Viele Zuschauer wollen den Spitzenklub, der bereits jetzt der Favorit auf den Gewinn der nächsten Saison ist. Mr Green, welcher auf Bonus.com.de vor allem aufgrund seiner ausgezeichneten Willkommensboni positiv bewertet wird, führt den FCB mit einer Quote von 1,30 auf den Sieg der nächsten 1. Bundesliga. Daher waren die hohen Zuschauerzahlen und die Einnahme von über 750.000 € im Spiel gegen den FCK auch nicht allzu überraschend. Das wohl bekannteste Beispiel der Retterspiele war der FCB-Auftritt beim 1. FC St. Pauli aus Hamburg, doch viele weitere Partien folgten. Zuletzt profitierte unter anderem auch Regionalligist Kickers Offenbach von der Hilfe des deutschen Rekordmeisters und fünffachen Champions League Siegers. Das Unentschieden gegen den FCK war von Fans des Klubs auch gerne gesehen, da es in der Vergangenheit eine Rivalität zwischen den beiden Klubs ergab, als Kaiserslautern noch erfolgreich in der 1. Bundesliga spielte. Regelmäßig konnten die Roten Teufel gegen den großen Favoriten Heimsiege feiern.

Bildquelle: pixabay.com

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