Alternative zur Homöopathie?

Immer mehr Personen greifen in der heutigen Zeit zu alternativen Heilungsmethoden, um Symptome zu bekämpfen. Es zeigt sich eine Trendwende zu natürlichen Heilmittel oder Hausmitteln. Viele Pflanzen und Stoffe, die in der Natur vorkommen, wurden schon von den Menschen der Steinzeit verwendet, um diverse Krankheiten zu heilen. Viele diese Stoffe werden mit der Zugabe von chemischen Stoffen in Medikamente oder Präparate verwandelt, da bei schweren Krankheiten die Dosis der natürlichen Stoffe oder insgesamt die natürlichen Stoffe nicht ausreichend sind. Beispielsweise haben die Menschen in der Steinzeit probiert, rheumatische Beschwerden durch Kohletätowierungen an der kranken Stelle zu heilen. Bekannte Hausmittel sind unter anderem Kamille (krampflösend und entzündungshemmend) oder Johanniskraut (beruhigende Wirkung).

eine Hanfpflanze steht im Sonnenlicht
Bildquelle: pixabay.com

Gleichzeitig können chemisch hergestellte Stoffe auch richtige "Bomben" sein und dem Körper gehörig zusetzen. Als Beispiel sei hier unter anderem die Chemotherapie genannt. Dadurch können auch Nebenwirkungen auftreten. Diese sind in jedem Fall immer abhängig von den unterschiedlichen Faktoren wie körperliche Verfassung, Alter, Diagnose, Vorerkrankungen und ähnliches. Als Unterstützung und Bekämpfung der Nebenwirkungen wird auch dabei vermehrt zu Hausmitteln gegriffen. So soll beispielsweise Kaktussaft bei Chemotherapie unterstützen.

Vor einigen Jahrzehnten ist aus den Hausmitteln die Homöopathie entstanden. Die Basis für diese bildetet der Grundgedanke, dass man ein Gift mit demselben Gift bekämpfen kann. Dazu muss man den Körper aber daran gewöhnen und das ursprüngliche Gift verdünnen. Deswegen gibt es die homöopathischen Mittel auch in unterschiedlichen Konzentraten. Je öfter der ursprüngliche Stoff verdünnt wurde, umso größere Wirkung soll er haben. Dies bedeutet auch einen höheren Preis. Meistens wird die Homöopathie durch sogenannte Globuli – Zuckerkugeln – verabreicht.

Das Gedankengut, etwas zu konzentrieren, wird aber nicht nur in der Homöopathie angewandt, sondern generell bei natürlichen Heilstoffen. Einer dieser natürlichen Heilstoffe ist Hanf.

Bei Hanf denkt man unweigerlich sofort an Drogen, da es geraucht werden kann und berauschende Wirkung hat. Der Hanf besteht allerdings aus zwei unterschiedlichen Inhaltsstoffen: THC, dieser hat eine berauschende Wirkung, und CBD, dieser hat keine berauschende Wirkung. Wird Hanf als Droge konsumiert, wird der Stoff auch Marihuana genannt. Der nicht-berauschende Stoff CBD wird seit einigen Jahren zur Herstellung von Ölen, Cremen oder Tropfen verwendet. Die Mittel mit CBD gelten als Nahrungsergänzungsmittel und sind daher in den Apotheken ohne Rezept erhältlich.

Wirkung von CBD

Doch welche Wirkung hat CBD-Öl? Es kann bei unterschiedlichen Symptomen eingesetzt werden. Zunächst einmal bei Schlaflosigkeit, was generell schon zum Schmunzeln anregt, da auch eine Nebenwirkung Schlaflosigkeit sein kann. Da CBD aber auch eine beruhigende Wirkung hat, wird der Anwender ruhiger und dies kann zum Einschlafen führen. Am nächsten Morgen fühlt man sich ausgeschlafen und wirkt nicht benommen, so wie dies oft bei Schlafmitteln der Fall ist. Aufgrund der beruhigenden Wirkung wird CBD auch bei Angstzuständen oder Panikattacken eingesetzt. Es beruhigt die Nerven auf eine natürliche Art und Weise. Die beruhigende Wirkung wissen unter anderem auch Patienten mit Parkinson zu schätzen, da es die zittrigen Zustände der Krankheit minimiert.

CBD wird auch bei chronischen Schmerzen oder als Entzündungshemmer eingesetzt und findet daher auch Anwendung, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie besser in den Griff zu bekommen, zumal der natürliche Stoff auch gegen Übelkeit und Erbrechen hilft. Beides Dinge, die im Rahmen einer Chemotherapie als Nebenwirkung auftreten können. Zudem soll CBD auch das Wachstum von Tumoren verzögern und damit die Lebenserwartung erhöhen.

Durch die entzündungshemmende Wirkung wird CBD auch gerne für Rheuma und Arthritis eingesetzt, wo sich auch erneut die schmerzlindernde Komponente positiv auswirkt. Die Wirkungsbereiche sind wissenschaftlich noch nicht belegt und beruhen daher nur auf Erfahrungswerten von Personen, die CBD bei unterschiedlichen Symptomen eingenommen haben und auf die Wirkung schwören.
Ob Cremen, Öle oder Tropfen verwendet werden, ist abhängig von der Wirkungstätigkeit und der Schnelligkeit, in der die Wirkung entfalten werden soll. Generell gilt als Richtwert eine halbe Stunde zur vollen Wirkungsentfaltung. Dies kann aber durch Körpergewicht, Größe und weitere Gegebenheiten beeinflusst werden und ist daher in den meisten Fällen individuell zu sehen.

Fazit: Jeder Körper ist anders und ebenso jeder Mensch. Wirkt bei dem ein Kamillentee krampflindernd, ist das beim anderen nicht der Fall. Das Gleiche kann über den Wirkstoff CBD gesagt werden. Da es sich jedoch um einen natürlichen Wirkstoff handelt und es daher kaum Nebenwirkungen gibt, empfiehlt es sich durchaus, dieses Nahrungsergänzungsmittel selber auszuprobieren – getreu dem Motto: "Hilft es nichts, schadet es nichts".

 

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