Die 10 schönsten Fahrradrouten in Brandenburg

Mit dem Fahrrad im Hochsommer an der Elbe entlang fahren, durch den beeindruckenden Spreewald radeln oder auch eines der beeindruckenden Schlösser im Land besuchen – in Brandenburg warten viele attraktive Radwege darauf, entdeckt zu werden. Während sich einige für eine Tagestour anbieten, kommen bei anderen Routen auch Vielfahrer voll auf ihre Kosten. Die 10 schönsten Fahrradrouten in Brandenburg werden hier vorgestellt.

Fahrradtour

Top-Route 1: Rundtour durch die Brandenburger Oberhavel

Die Fahrradrundtour ist etwa 100 Kilometer lang. Gestartet wird am Bahnhof in Velten. Von dort aus radelt man in Richtung Süden durch eine kleine idyllische Ortschaft, bis schließlich das wunderschöne Schloss Wansdorf erreicht wird. Hier bietet es sich an, eine kleine Pause einzulegen um gut gestärkt im weiteren Streckenverlauf über den Havelkanal in Alt-Brieselang zu fahren. Weiter geht es nach Falkensee, Seeburg und schließlich entlang am Hahneberg. Von der Heerstraße aus erreicht man Staaken. Anschließend kann man sich am Falkenhagener See an einer der Badestellen etwas abkühlen, um durch die schönen Wälder und vielen Orte letzten Endes wieder zum Startpunkt in Velten zurückzukehren.

Top-Route 2: Ländliche Fahrradtour durch das nördliche Brandenburg

In Neuruppin beginnt die 63 Kilometer lange Route rund um den Neuruppiner See. Die erste Station ist der Tempelgarten. Sobald Neuruppin in Richtung Süden verlassen wird, verläuft der Weg vorbei am idyllischen Ruppiner See, durch kleine Ortschaften und über den Ruppiner Kanal. Die grüne Landschaft geht nach einigen Kilometern über in ein dichtes Waldgebiet, weiter bis zum Vielitzsee bis schließlich der Ort Lindow erreicht wird. Auch einen Abstecher nach Alt-Ruppin bietet sich bei dieser Fahrradroute an. Hier kann man noch etwas entspannen bevor es wieder zurück nach Neuruppin geht.

Top-Route 3: Von Oranienburg zum Schloss Mirow

Vom S-Bahnhof Oranienburg passiert man bei dieser Tour gleich zu Beginn das Schloss Oranienburg. Geradlinig führt die Fahrradtour weiter in nördliche Richtung, durch die romantische Altstadt von Oranienburg, durch Wälder hindurch bis in das verträumte Sommerfeld. Durch die ländliche Beetzer Heide und einige kleine Ortschaften, wie zum Beispiel Ort Lindow mit dem malerischen Hafen geht die Strecke weiter nach Rheinsberg und zum Rheinzberger See. Angekommen in Mirow sollte man einen kleinen Abstecher auf die Schlossinsel machen, um das Schloss zu besichtigen.

Top-Route 4: Vier Seen-Route

Die im Landkreis Oder-Spree befindliche Vier-Seen-Route beginnt in Bad Saarow. In südliche Richtung der fährt man am Scharmützelsee vorbei, wo einige kleine Badestellen einladen. Weiter geht es durch charmante Orte wie Diensdorf-Radlow, durch wunderschöne Landschaften bis hin zum Herzberger See. Von hier aus geht es weiter über den kleinen Ort Glienicke, bis nach Wendisch-Riez und vorbei am kleinen Glubigsee, der ebenfalls schöne Badestellen zu bieten hat. Weiter durch ein Waldgebiet gelangt man schließlich nach Storkow, wo es sich anbietet, die historische Burg Storkow zu besichtigen. Die Route führt am Bullenberg entlang bis nach Bad Saarow zurück.

Top-Tour 5: Kleine Tour um den Lehnitzsee

Diese Fahrradtour ist knapp 18 Kilometern lang. Sie führt entlang des schönen Lehnitzsee und beginnt am S-Bahnhof in Oranienburg. Sie führt über die Brücke der Lehnitzstraße und verläuft anschließend einige Kilometer zum Oder-Havel-Kanal parallel. Entlang der vielen Badestellen radelt man weiter durch ein schattiges Wald-Segment und gelangt schließlich zum malerischen Grabowsee. Weiter geht es durch das kleine Örtchen Neustadt in der Nähe von Oranienburg bis hin zum S-Bahnhof Lehnitz. Von hier kann man die S-Bahn nutzen, um zurück zu fahren.

Top-Route 6: Tour durch das südliche Brandenburg

Die 41 Kilometer lange Route in Süd-Brandenburg startet am S-Bahnhof Wildau und führt in südlicher Richtung durch den schönen Ort Königs Wusterhausen. Vorbei geht es an mehreren kleinen Seen, wie etwa dem Zeesener See und dem Todnitzsee. Die Tour verläuft weiter auf der Hauptstraße in östlicher Richtung bis hin zum malerischen Tonsee, wo es mehrere Bademöglichkeiten gibt. Nach einer kurzen Pause geht es durch ein Waldgebiet hindurch und über die Brücke über dem Dolgen See und der Dahme, die besonders in den Abendstunden für eine herrliche Atmosphäre sorgt. Parallel zur Dahme geht die Route weiter durch Zernsdorf, vorbei am Strandbad Neue Mühle. Hier laden mehrer Sportanlagen ein, erkundet zu werden, es gibt ein abgesichertes Nichtschwimmerbecken und eine riesige Rutsche.

Top-Route 7: Schönefelder Radrundfahrt

Man startet am S-Bahnhof Schönefeld. Die 55 Kilometer lange Route führt in Richtung Falkenhorst und nach wenigen Kilometern erreicht man bereits den Tier-Erlebnishof Waltersdorf mit dem Fahrrad. Weiter hinaus führt die Radtour am Miersdorfer See und der Dahme vorbei, bis nach Königs Wusterhausen. Wer möchte, kann hier im Schlosspark entspannen oder im Schlosscafé wieder neue Kräfte sammeln. Es geht mit dem Rad weiter über einige ruhige Landstraßen, durch Wälder hindurch bis zum sieben Hektar großen Gutspark Dahlewitz. Vorbei an Weißmannsdorf und durch ein weiteres Waldgebiet hindurch erreicht man schließlich wieder den Startpunkt in Schönfeld.

Top-Route 8: Radtour um den Wannsee

Bei der 28 Kilometer langen Fahrradtour rund um den Wannsee weiß man nicht so richtig, ob man noch in Brandenburg ist oder doch schon in Berlin, denn hier sind die Übergänge fließend. Im Südwesten von Berlin radelt man über die Uferstraße hinaus in die Natur. Die Tour führt durch die “Potsdamer Kulturlandschaft” mit dem Schloss Sanssouci, der Pfaueninsel, Babelsberg, und Heilandskirche. Auf den insgesamt 500 Hektar Parkfläche sind etwa 150 Gebäuden zu bestaunen, die in der Zeit zwischen 1730 und 1916 entstanden sind. Wem das deutlich zu viel Kunst, Architektur und Kultur ist, der kann bei der Radtour kurzerhand in den Wannsee oder Griebnitzsee oder Wannsee springen.

Top-Route 9: Seenrunde bei Potsdam

Start der Tour ist am Hauptbahnhof Potsdam. Es geht durch Potsdam hindurch, der breite Straße folgend und direkt am Ufer der Havel entlang. Vorbei an mehreren kleinen Häfen führt der weitere Streckenverlauf durch bewaldetes Gebiet, vorbei am Templiner See und Schwielowsees. Weiter in Richtung Süden erreicht man Petzow. Nach wenigen Kilometern folgt das Strandbad Ferch und schließlich der Ort Caputh, wo man eine kleine Pause in einem der Restaurants einlegen kann. Nach einem Waldgebiet passiert man Templin. Auf der anderen Seeseite des Templiner Sees radelt man bis nach Potsdam zurück, wo die 32 Kilometer lange Strecke am Hauptbahnhof endet.

Top-Route 10: Märkische Schlössertour

Die Schlössertour verspricht eine wahre Zeitreise zu werden, denn dabei lassen sich elf kulturhistorisch interessante Schlösser und Herrenhäuser bestaunen. Die Wegstrecke beginnt in Beeskow und führt über Neubrück, Berkenbrück, Steinhöfel und Müncheberg schließlich nach Neuhardenberg. Von dort aus radelt man durch ein schönes Waldgebiet nach Platkow, Gusow und Seelow. Auch die Orte Lietzen, Falkenhagen (Mark) und Madlitz-Wilmersdorf werden bei dieser Fahrradroute passiert. Nahezu in jeder Ortschaft sind kleine Einkaufmöglichkeiten und/oder Cafes vorzufinden, die dazu einladen, kurz das Land und die Leute zu genießen. Weiter geht es dann über Briesen und den malerischen Ort Tauche, bis letzten Endes wieder Beeskow erreicht wird.

Fahrradtour durch Brandenburg

Sicherer und besser mit dem Fahrrad unterwegs: 10 wichtige Tipps für Radfahrer

Als Fahrradfahrer lebt man gefährlich. Allerdings sind daran nicht ausschließlich die Autofahrer Schuld, denn jeder Radler ist grundsätzlich für seine eigene Sicherheit verantwortlich. Die folgenden 10 Tipps zeigen, was bei der nächsten Fahrradtour beachtet werden sollte:

1. Rad regelmäßig warten

Natürlich möchte auch ein Fahrrad gepflegt und gewartet werden. Defekte wie ein gerissener Bremszug, die defekte Lampe oder abgefahrene Fahrradreifen erhöhen das Unfallrisiko enorm und sollten daher immer so schnell wie möglich beseitigt werden. Traut man sich dies nicht selber zu, lohnt es sich, einen Fahrradhändler aufzusuchen.

2. Geschwindigkeit anpassen

Unangepasste Geschwindigkeiten können ebenfalls Unfälle verursachen. Auch als Radfahrer muss man sich stets den Straßen- und Verkehrsverhältnissen anpassen.

3. Helm tragen

Fahrradhelme gibt es heute in allen erdenklichen Ausführungen und gehören auf jeden Radler-Kopf.Schließlich kann ein einfacher Helm gefährliche Schädelfrakturen und andere Übel verhindern.

4. Geplante Strecke im Vorfeld studieren

Man sollte sich immer bereits vorher mit der Strecke auseinandersetzen, die man bewältigen möchte. So kann man von vornherein abschätzen, ob und inwiefern sich ein Ausflug lohnt und ob die Tour überhaupt bewältigt werden kann (reicht die Ausdauer? sind Kinder dabei?)

5. Witterung beachten

Eine überraschend rutschige Fahrbahn durch Regen, Raureif, Eis oder Laub sind gefährlich, denn hier kann man schnell die Kontrolle verlieren. Daher gilt: Langsam fahren, nicht ruckartig bremsen und Vorsicht bei Kurvenfahrten.

6. Ampeln

Auch auf dem Rad müssen rote Ampeln selbstverständlich beachtet werden. Eine Missachtung wird mit bis zu 180 Euro Geldbuße bestraft.

7. Abbiegeabsicht anzeigen

Nur so kann man als Radfahrer anderen Verkehrsteilnehmern klar machen, wohin die Reise gehen soll. Wie beim Auto fahren gilt auch hier: Schulterblick nicht vergessen!

8. Genügend trinken

Bei anstrengenden Touren sollte pro Stunde etwa eine Flasche Wasser leer werden, besonders natürlich an warmen Tagen. Auch Sportgetränke sind hier eine gute Wahl.

9. Handy

Wer auf dem Rad unterwegs ist, lässt das Handy in der Tasche, denn tippen und telefonieren lenkt stark ab. Im Straßenverkehr bracht man seine ganzen Sinne und somit hat das Smartphone nichts in der Hand zu suchen.

10. Alkohol
Mit einem Alkoholblutwert von 1,6 Promille verliert man meist die Kontrolle über sich selbst. Wer mit mehr Alkohol im Blut auf das Fahrrad steigt, kann seinen Führerschein verlieren – sein Leben aber natürlich auch schon deutlich früher.

Zeckenschutz ist wichtig, auch beim Fahrrad fahren!

Zecken sind überall in der Natur zu finden. Da sie gefährliche Krankheiten übertragen können, sollte man sich gut vor ihnen schützen und geeignete Maßnahmen ergreifen.

Wann ist Zeckensaison?

Zecken sind immer dann aktiv, wenn die Temperaturen einige Tage bei ungefähr 7 Grad oder darüber liegen. Die Zeckensaison kann also sehr früh im Jahr beginnen, insbesondere dann, wenn der Winter sehr mild war. Allerdings ist das Risiko von einer Zecke gestochen zu werden in dieser Zeit geringer, da noch keine sommerliche Bekleidung getragen wird.

Zecken sind Krankheitsüberträger

Zecken können Infektionskrankheiten übertragen. Dazu gehören Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis. Eine durch Bakterien verursachte Borreliose kann chronische Schäden am Herzen, den Nerven und den Gelenken verursachen. Die FSME ist eine mit Fieber verbundene Erkrankung, an der die Hirnhäute beteiligt sind. So kann es zu Gehirnentzündungen und Schädigungen des Rückenmarks kommen. Die Krankheit kann in Extremfällen zum Tod führen.

Impfung gegen FSME

Gegen die Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis gibt es eine Impfung. Diese wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Personen empfohlen, die in einem FSME-Risikogebieten wohnen und sich oft im Freien aufhalten. Auch Berufsgruppen aus Forst- und Landwirtschaft sollten sich impfen lassen, ebenso Urlauber, die in ein Risikogebiet reisen.

Behandlung der Borreliose

Gegen die Erreger der Lyme-Borreliose gibt es wirksame Antibiotika, die über Tabletten oder Infusionen verabreicht werden. Die Behandlung dauert 2 und 4 Wochen.

Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenbissen
– auf den Wegen bleiben
– geschlossene Kleidung tragen
– Zeckenschutzmittel verwenden
– Körper und Kleidung nach Zecken absuchen

Ein Aufenthalt im hohen Gras oder im Unterholz sollte vermieden werden. Besser ist es, auf den Wegen zu bleiben. Getragen werden sollte geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen. Die Socken können unten über die Hosenbeine gezogen werden. Auf heller Kleidung werden Zecken eher bemerkt.
Insekten abweisende Abwehrmittel wirken nicht nur gegen Zecken, sondern auch gegen Stechmücken. An natürlichen Mitteln sind Schwarzkümmelöl und Kokosöl bekannt. Nach dem Spaziergang sollten Körper und Kleidung abgesucht werden.

Was tun bei Zeckenstich?

Die Zecke sollte umgehend entfernt werden. Bis es zu einer Infektion mit Borreliose kommt, können 12 bis 24 Stunden vergehen. FSME-Viren werden dagegen sofort übertragen. Die Entfernung der Zecke kann mit Zeckenkarte, Zeckenpinzette, Zeckenlasso oder Zeckenzange erfolgen.

Zecken übertragen Krankheitserreger. Deshalb sollte man sich im Grünen nur mit geeigneter Kleidung aufhalten und ein Insektenschutzmittel verwenden. Hat doch eine Zecke zugestochen, muss sie schnell entfernt werden!

Weitere Tipps und Ratgeber und Interessantes zum Fahrrad fahren:

Bildquelle: pixabay.com
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