Die Arten des Digitaldrucks – Konturschnitt und Co

Druckverfahren ohne ein Überträgermedium haben die klassischen Offsetdruckverfahren in vielen Bereichen abgelöst. Besonders die Produktion niedriger Auflagen lohnt sich nicht mehr mit herkömmlichen Druckverfahren. Die wirtschaftlicheren Methoden bietet der Digitaldruck, der mit kurzen Produktionszeiten heraussticht. Ob Laser-, Tintenstrahl-, Thermo- oder 3D-Druck, Digitaldruckverfahren bieten eine Vielfalt verschiedener Möglichkeiten zum Aufbringen des Druckmotivs in verschiedensten Anwendungsgebieten.

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Bildquellen: ihr-baron.de

Allgemeines zum Digitaldruck

Zu Digitaldruck gehören Druckverfahren, die das Motiv direkt auf das zu bedruckende Medium übertragen. Die Vorlage und das gedruckte Bild berühren sich nicht, woraus sich die Bezeichnung Non-Impact-Verfahren ableiten lässt. Die Druckvorlage existiert in Form einer digitalen Datenmenge auf einem Computer und kann dort jederzeit, ohne hohen Aufwand umgestaltet werden. Weil keine statische Druckform aus handwerklicher Herstellung benötigt wird, ist ein flexibles und zeitsparendes Drucken von verschiedenen Motiven möglich. Fast jedes Material lässt sich mit dem Digitaldruck bedrucken, wodurch die Anwendung in vielen Bereichen ermöglicht wird. Beispielsweise lassen sich großformatige Konturschnitt Aufkleber als Schaufensterbeschriftungen oder Autoaufkleber herstellen, welche eine hohe Haltbarkeit aufweisen. Aber auch die direkte Bedruckung von Glas ist ohne Probleme möglich. Die geläufigsten Methoden sind Laser- und Tintenstrahldruck, neben den weitere Digitaldruckverfahren zu finden sind.

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Laserdruckverfahren

Ein Verfahren des Digitaldrucks ist das Laserdruckverfahren, welches auch als Elektrofotografie bezeichnet wird. Für die Funktionsweise wird eine Tonerkartusche und eine Laserdiode verwendet. Eine Bildtrommel dient als Zwischenspeicher des Druckmotivs. Mithilfe des Toners haftet das Farbpulver aus den Farbpatronen am Papier. Die Übertragung des Motivs erfolgt mittels Elektrostatik.

Die Gruppe der Laserdruckverfahren unterteilt sich in Solventdruck, UV-Direktdruck und Latexdruck. Der Solventdruck verwendet lösungsmittelhaltige Farben, welche oft UV-beständig sind und auf Großformaten im Außenbereich verwendet werden. Bei Schildern wird meist der UV-Direktdruck angewendet, bei dem PVC oder Acrylglas als Bedruckstoff eingesetzt wird. Spezielle Latex-Tinten werden beim Latexdruck verwendet, wobei es sich um umweltfreundliche Farben handelt. Diese Eigenschaft bedingt die Nutzung im Nahrungsmittelbereich.

Inkjetdruckverfahren

Inkjetdruckverfahren übertragen die Druckertinte direkt über einen Tintenstrahl auf das Papier. Es handelt sich dabei um kleine Farbtropfen, die auf bestimmte Stellen des zu bedruckenden Materials gesprüht werden. Angewendet wird dieses Verfahren auf Textilien und in Büchern. Das Inkjetdruckverfahren wird in Drop-on-Demand-Verfahren und Continious-Druckverfahren unterteilt. Das Drop-on-Demand-Verfahren versprüht die Farbe punktuell, wohingegen das Continious-Druckverfahren die Farbe durchgängig ausstößt. Farbtropfen, welche nicht zum Drucken benötigt werden, werden bei dieser Methode abgefangen. Angewendet wird dieses Druckverfahren in Büros, im häuslichen Bereich oder für hochauflösende Bilder.

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Thermodruckverfahren

Mit Hilfe von Hitze funktioniert die Übertragung des Druckmotivs beim Thermotransferdruck. Weitere Verfahren dieser Gruppe sind Flex-/Flockfolien-Transferdruck und Digitaltransferdruck. Sie unterscheiden sich durch ihre Transfertechniken.

Der Thermosublimationsdruck verwendet Sublimationsfarben, welche vom festen in einen gasförmigen Zustand übergehen. Das Motiv wird mit Hilfe von hohem Druck und Hitze übertragen, wozu eine Transferpresse benötigt wird. Mode und Werbung sind Anwendungsbereiche dieses Druckverfahrens.

3D-Druck

Neben den zweidimensionalen Druckverfahren besteht die Möglichkeit dreidimensionale Gebilde zu drucken, welche im Vorfeld am Computer konstruiert werden. Die Art der Auftragsbewegung während des 3D-Drucks wird in kartesischen und Delta-3D-Druck unterschieden. Der kartesische 3D-Druck besitzt ein bewegliches Druckbett, welches sich in die drei Richtungen eines kartesischen Koordinatensystems bewegen kann. Ein rundes Druckbett mit drei beweglichen Armen benötigt das Delta-3D-Druckverfahren. Die drei Arme bilden ein Parallelogramm, welches durch eine Winkelveränderung die Bewegungsrichtung des Druckvorgangs beeinflusst. 3D-Druck findet im medizinischen und technischen Bereichen Anwendung.

Ausblick

Die Digitaldruckverfahren werden fortlaufend weiterentwickelt und es werden neue Möglichkeiten zur berührungslosen Bedruckung ohne Druckkörper gefunden. Besonders das Verfahren des dreidimensionalen Druckens wird weiterentwickelt, um zur Vereinfachung und Digitalisierung des menschlichen Lebens beizutragen. Aber auch die Vielfalt der zweidimensionalen Druckverfahren ermöglicht die Bedruckung verschiedenster Stoffe und vereinfacht den Vorgang des Druckens.

(Bildquellen: ihr-baron.de)

 

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