So zieht man Babys im Winter richtig an

Wenn die kalte Jahreszeit kommt, ist es wichtig, auf die Kleinsten unter uns ein besonderes Auge zu werfen. Babys reagieren nämlich sehr anfällig auf die plötzliche Temperaturschwankung, Minusgrade, eisigem Wind und kühle Luft. Dies ist offensichtlich, da ein Winter Baby ja gerade Monate lang im Mutterleib verbracht hat und die Kälte der Wintermonate noch nicht gewohnt ist. Babys können außerdem den eigenen Temperaturhaushalt noch nicht selbst regulieren und sind auf die Eltern angewiesen und darauf, wie wir das Baby im Winter anziehen.

Wie ziehe ich mein Baby im Winter richtig an?

Sehen wir uns doch gemeinsam an, mit welcher Babyausstattung Sie Ihr Baby warm angezogen und gesund durch den kalten Dezember und Januar in Deutschland bringen. Wenn Sie Ihr Baby im Winter nämlich nicht passend anziehen, drohen Unterkühlungen und im schlimmsten Fall sogar Erfrierungen.

Babys richtig anziehen mit der richtigen Winterkleidung

Es ist natürlich von großer Bedeutung, die Temperatur des Kindes regelmäßig zu überprüfen. Aber auch folgende Themen spielen eine wichtige Rolle:

  • Wie bereitet man sich allerdings vor, wenn man mit dem Neugeborenen im Winter spazieren gehen will?
  • Wie warm soll man das Baby anziehen?

Am wichtigsten ist hier, auf die Hände und Füße Ihres Babys zu achten. Ein Neugeborenes im Winter kann in der Regel seine Temperatur oder Kleidung nicht beeinflussen und ist vollkommen auf Sie gestellt.

Egal, ob Sie einen Spaziergang machen oder den Tag in der Wohnung oder im Haus verbringen, die Hände und Füße sind ein wichtiger Aspekt. Halten Sie diese geschützt und warm.

Draußen kann dies in Form von Fäustlingen und einem Fell-Sack passieren. Für drinnen gibt es unzählige Hausschuhe, die perfekt für den Winter sind. Auch der Kopf des Babys sollte unbedingt passend geschützt werden, da dieser am meisten Körperwärme abgibt. Die ideale Wintergarderobe sieht also wahrscheinlich genau aus, wie man es erwarten würde.

Spaziergänge durch die Winterlandschaft

Wenn Ihr Baby schon etwas größer ist und im Winter gerne rausgehen möchte, eignet sich ein Schneeanzug perfekt. Dieser sollte aber nur verwendet werden, wenn Ihr Kind schon gehen kann oder Sie es über Ihrer Jacke tragen wollen.

Was aber zieht man unter dem Anzug an?

Besonders wichtig ist hier die Flexibilität des Kindes. Es sollte sich immerhin noch frei bewegen können. Nutzen Sie daher eventuell lieber einen Body, als einen Zweiteiler. Auch hier sollten Sie das Zwiebelprinzip im Auge behalten.

Tipp: Der Anzug sollte auch nicht zu schwer oder steif sein, um Beweglichkeit garantieren zu können. Achten Sie außerdem darauf, dass der Schneeanzug wind- und vor allem wasserabweisend ist, um Erkältungen vorzubeugen.

Hautpflege im Winter

Im Winter ist es ebenso wichtig, auf die Hautpflege des Kindes zu achten. Die Haut ist nämlich sehr empfindlich. Bevor Sie beispielsweise Spazieren gehen, sollten Sie dem Baby unbedingt etwas fettige Kälteschutzcreme, Melkfett oder Vaseline auf die Gesichtshaut geben. Falls die Sonne scheint, sollte diese Creme auch einen Sonnenschutz beinhalten.

Baby im Winter mit Mütze

Woran erkennt man, ob das Baby zu warm oder zu kalt angezogen ist?

Zu aller erst sollten wir uns ansehen, wie Sie erkennen, ob Ihr Baby zu warm oder zu kalt angezogen ist. Da Babys bereits auf geringe Temperaturschwankungen sehr sensibel reagieren, sollte eine gesunde und regelmäßige Temperatur unter der Kleidung gewährleistet sein. Man will sein Kind natürlich keiner Gefahr aussetzen. Es kommt nämlich auch vor, dass besorgte Mütter und Väter dem Kleinen zu viel anziehen und somit die Ursache für Schweißausbrüche erzeugen.

Wie kontrolliert man die Körpertemperatur am besten?

Tipp: Die beste Methode, die Temperatur des Babys einzuschätzen, ist sie regelmäßig zu kontrollieren. Säuglinge und Kleinkinder haben allgemein eine schlechte Durchblutung in den Extremitäten des Körpers. Es kann also irreführend sein, wenn man die Temperatur nur über die Hände feststellen möchte.

Hierfür eignet sich der Nacken ideal. Wenn Ihr Kind im Nacken schwitzt, können Sie davon ausgehen, dass es zu viel Kleidung anhat.

Wenn die Haut im Bereich des Nackens allerdings trocken, warm und konstant ist, fühlt sich das Kind wahrscheinlich wohl. Kontrollieren Sie den Nacken des Kindes regelmäßig, um auf eventuelle Änderungen aufmerksam zu werden.

Auch die Farbe der Gesichtshaut ist ein entscheidender Faktor. Sollte diese sich plötzlich aufhellen oder sehr rot werden, kann dies ein Anzeichen einer beginnenden Unterkühlung sein.

Die optimale Winterausstattung fürs Baby

Kinderwagen im Winter

Haben Sie schon einmal vom Zwiebelprinzip gehört? Diese Methode hilft am besten dabei, das Baby warm zu halten und schnell auf Temperaturveränderungen zu reagieren. Besonders im Kinderwagen bewegt sich das Baby nämlich kaum und produziert wenig eigene Körperwärme. Das Zwiebelprinzip besagt, dass man dem Baby die Kleidung in Schichten anziehen sollte.

Geschwister mit Kinderwagen im Winter

Am besten geeignet für Winterkleidung unter den Außenschichten, wie etwa der Jacke, ist warme Kleidung aus Baumwolle oder Flanell, da diese die Wärme gut speichert. Zusätzlich als Schicht über dem Body eignet sich ein Strampler oder ein Langarmshirt mit Hose und warmen Söckchen sehr gut.

Außerdem kann man dem Kind dann noch einen Pullover und ein gut gefüttertes Jäckchen anziehen. Für besonders kalte oder windige Tage empfehlen wir Fußsack, Schlafsack oder gar ein Schneeanzug.

Der Zwiebel-Look hat ebenso den Vorteil, dass man die Kleidung schnell anpassen kann, wenn sich die Temperatur mal ändern sollte.

Besonders vorsichtig sollte man auch bei dem Kinderwagen selbst sein. Achten Sie darauf, dass das Kind von unten gut geschützt ist und das keine frische Luft von unten in den Kinderwagen reinzieht. Dafür eignet sich eine dicke Matratze oder ein Lammfell, auf dem das Baby liegen kann.

Der Kinderwagen sollte an sich am besten auch Zimmertemperatur haben, wenn das Baby hineingelegt wird.

Tragehilfe im Winter

Natürlich ist Körperwärme die beste Wärme. Es gibt Studien, die zeigen, dass diese Art von Wärme und körperlicher Nähe nicht nur hilfreich für die Entwicklung des Kindes ist, sondern sie hilft auch dabei, eine Bindung zu den Eltern auszubauen.

Wenn Sie also Ihr Baby im Winter tragen möchten und keine weiten Strecken laufen, ist ein Tragetuch oder eine Babytrage vielleicht genau das Richtige. Im direkten Vergleich sind Babytragen bei Eltern beliebter als Tragetücher.

Egal, welche Vorliebe man persönlich hat, kombiniert mit einer Mütze und einer Babytragejacke aus Softshell oder Fleece ist man wintersicher.

Die meiste Körperwärme geht über den Kopf verloren, deshalb ist eine Mütze für das Baby notwendig und schützt zusätzlich Kopf und Ohren vor kaltem Wind.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die winterfeste Tragejacke auch eine verstellbare Kopföffnung für das Baby hat, in der es nicht reinregnen oder -schneien kann. Auch wenn man eine Jacke mit Babyeinsatz als äußere Schicht benutzt, sollte man auf Fäustlinge oder einen Schneeanzug nicht verzichten, wenn es richtig eisig draußen ist. Nur allein die warme isolierte Körpertemperatur reicht nicht aus. Auch nicht, wenn man eigentlich warm angezogen ist.

Oft ist es sinnvoll, das Tragetuch im Winter auf Raumtemperatur zu bringen, bevor man das Baby reinsetzt.

Im Winter mit Baby Autofahren

In der Babyschale oder MaxiCosi verhält es sich ähnlich wie im Kinderwagen. In den meisten Fällen wird eine Babyschale benutzt, um das Baby sicher im Auto transportieren zu können. Achten Sie hier unbedingt darauf, dass Sie dem Kleinen die oberste Schicht ausziehen, weil es im Auto schnell zu warm wird und damit das Baby nicht überhitzt. Außerdem sollten Winterjacken im Autokindersitz unbedingt vermieden werden. Wie gefährlich sie sein können, demonstriert der folgende ADAC-Test im Video.

Schneeanzüge und Fußsack sind für eine Autofahrt also meist nicht geeignet. Besser eignet sich eine Hose und Jacke unter einer Decke aus Fleece. Die Decke gehört außerdem aus Sicherheitsgründen immer über den Gurt.

Nimm Dir Zeit

Das Anziehen kann oft stressig sein. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit, um Ihr Kind in Ruhe anzuziehen. Ziehen Sie dem Kleinen lieber etwas zu viel an und kontrollieren Sie dann regelmäßig die Temperatur im Nacken, als zu wenig Kleidung zu verwenden.  Nehmen Sie sich also so viel Zeit, wie notwendig ist. Dies verhindert übrigens auch Stress beim Baby.

So zieht man Babys im Winter richtig an

Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Ruhig und entspannt lässt sich diese Aufgabe einfach leichter erledigen und Sie vermeiden So, dass die eigene Nervosität auf das Kind übertragen werden.

Generell gilt, je jünger ein Baby ist, umso weniger sollte es hin und her gedreht werden. Nutzen Sie zum Beispiel ein Stillkissen, um dem Kleinen beim Anziehen Halt zu geben.

Checkliste – Ausstattung im Winter

Hier finden Sie alle Dinge, die Sie bei einem Winterspaziergang mit Baby unbedingt mithaben sollten:

  • Angemessene Winterkleidung (Mütze, dicke Jacke, Schneeanzug, Handschuhe, langärmliger Body, etc.)
  • Fußsack, Lammfell, Decken im Kinderwagen
  • Hautpflege für die empfindliche Babyhaut
  • Händewärmer and besonders kalten Tagen
  • Genügend Wasser und eventuell gesunde Snacks

Generelle Tipps für den Winter

Der Winter ist also eine heikle Zeit für Babys. Achten Sie immer darauf, dass es warm ist, aber auch nicht zu warm. Die Temperatur können Sie immer im Nacken des Kindes messen. Falls Sie sich in einem warmen Zimmer befinden, genügt meist ein leichtes Baumwollshirt und Baumwollsocken als Ergänzung zum Body. Natürlich sollte das Baby auch in einer Wohnung oder Haus nicht direkt am Boden sitzen. Achten Sie darauf, dass es auf einer Spielmatte oder Wolldecke sitzt.

Wenn Sie all diese Tipps im Hinterkopf behalten, sollte es ein gesunder und lustiger Winter für Sie und Ihr Baby werden.

Bildquelle: pixabay.com
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