Vollzeit arbeiten und studieren – so gelingt's!

Ein Studium will finanziert werden. Auch wenn die Studiengebühren in Deutschland weitestgehend abgeschafft wurden, kommt auf Studierende während der Studienzeit Einiges an Kosten zu. Schließlich müssen die laufenden Kosten beglichen werden – vor allem wenn da noch Kinder versorgt werden wollen. Viele entscheiden sich, nach der Berufsausbildung noch ein Studium oben draufzusetzen, sodass Arbeit und Studium zeitgleich bewältigt werden müssen. Auf welche Weise dies gelingen kann, ist im nachfolgenden Text aufgeführt.

eine junge Frau sitzt auf dem Sofa und ließt ein Buch

Viele Wege führen nach Rom

Für welche Art Studium man sich entscheidet, hängt von der persönlichen Situation ab. Heutzutage gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten, einen Studienabschluss neben der 40-Stunden-Woche zu erlangen.

Abendstudium

Wie der Name bereits verrät, besucht man bei dem Abendstudium eine Hochschule , an der die Veranstaltungen abends oder am Wochenende stattfinden. Besonders schön dabei ist, dass das Studentenleben richtig gelebt werden kann. In den Pausen gemeinsam einen Kaffee trinken gehen oder gemeinsam lernen ist bei diesem Format problemlos möglich. Durch die Präsenzveranstaltungen können Kontakte gepflegt und Freundschaften aufgebaut werden. Als Nachteil kann aufgeführt werden, dass das Abendstudium in einem recht starren Rahmen stattfindet. So sind die Veranstaltungen an festen Uhrzeiten angesetzt und die Studierenden müssen ihr Privatleben so gestalten, dass sie bei den Seminaren und Vorlesungen auch anwesend sein können.

Fernstudium

Das Fernstudium ist quasi das genaue Gegenteil zum Abendstudium. Die Inhalte werden online vermittelt, ein Austausch mit anderen Studierenden erfordert sehr viel mehr Aufwand. Darüber hinaus fordert es sehr viel Disziplin und Ehrgeiz. Zwar ist es möglich, flexibel an Veranstaltungen teilzunehmen, doch kann dies vor allem für den Prokrastinierer auch zu einer Falle werden. Und wer es noch flexibler haben möchte, schau sich mal die Webseite von der Hochschule Macromedia unter macromedia-plus.de an.

Tipps und Tricks, wie Vollzeit arbeiten und studieren klappen kann

Sind wir mal ganz ehrlich: Neben dem Vollzeitjob auch noch studieren zu gehen, ist kein Zuckerschlecken. Direkt gesagt: Es kann unfassbar hart sein. Die folgenden Tipps können helfen, den Mut nicht zu verlieren und dranzubleiben.

1. Den Grund für das Studium stets vor Augen führen

Im Stress des Alltags fällt der Satz "Warum tue ich mir diesen Stress eigentlich an?" nur allzu leicht. Deshalb ist es wichtig, sich den Grund für das parallele Studium immer vor Augen zu führen. Dies kann zum Beispiel ein höheres Gehalt sein oder mehr Aufstiegsmöglichkeiten. Am besten ist es, sich den Grund möglichst konkret auf ein Poster zu schreiben und dieses gut sichtbar aufzuhängen. Zum Beispiel ins Büro.

2. Ein Büro zum Wohlfühlen

Egal für welche Art des Studiums man sich entscheidet, ein Büro muss auch Zuhause eingerichtet werden. Dieses sollte auch ein Ort zum Wohlfühlen darstellen und es lohnt sich, beim Einrichten auf eine freundliche und helle Atmosphäre zu achten. Auch ein großer Arbeitsplatz und ein gutes Raumklima können helfen, sich zu konzentrieren und sich auf die Inhalte zu fokussieren.

3. Zeitmanagement – sich richtig organisieren

Die Entscheidung für ein Fulltime-Job und ein Studium ist eine Entscheidung für die Karriere, aber auch eine gegen viel Freizeit. Zeit ist knapp und es ist wichtig, sie gut zu nutzen. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, sich die verbleibende Zeit gut einzuteilen. Am besten ist es, sich einen Kalender zu besorgen, in dem die Prüfungen und Abgabefristen eingetragen und Wochenübersichten erstellt werden können. So droht nicht die Gefahr, Fristen zu versäumen oder zu spät mit dem Lernen anzufangen.

4. In einen Workflow kommen

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und mögen festgelegte Rituale und Routinen. Dieses Phänomen sollte man sich zu Nutze machen, wenn es um das Lernen geht. Insbesondere dann, wenn der Arbeitstag schon stressig war, man am liebsten in die Badewanne möchte, da aber noch der Stapel Lernmaterialien auf dem Schreibtisch wartet. Leichter kann es dann fallen, wenn die Lernzeit mit einem festen Ritual beginnt. Dies kann diese eine bestimmte Atem- oder Dehnübung sein, aber auch ein Lied oder die gemütliche Hose können der Startschuss sein, sich nun dem Studium zu widmen. Hilfreich ist außerdem, sich genügend Pausen einzuplanen. Diese stellen dann Etappenziele dar und das Lernen fällt leichter.

5. Lernmethoden gilt es zu verinnerlichen

Um in der knappen Zeit, die einem mit einer 40 – Stunden – Woche noch für das Lernen bleibt, optimal für das Studium nutzen zu können, sind effektive Lernmethoden sehr sinnvoll. Hierbei gilt es zuerst herauszufinden, mit welcher Methode man selbst eben am besten lernt. Dies kann das Üben mit Karteikarten sein. Viele Studierende lernen am besten, wenn sie in Bewegung sind oder nebenbei Musik hören. Egal, welche Methode es ist: Hauptsache, sie hilft beim Verinnerlichen der Inhalte.

6. Geteiltes Leid ist halbes Leid

Dieser Spruch trifft auch hier zu. Es kann unglaublich hilfreich und wohltuend sein, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Gespräche mit KommilitonInnen füllen den eigenen Energie-Tank auf, Lerninhalte können gemeinsam besprochen werden. Aber auch zu wissen, dass man eben nicht alleine ist, kann einfach guttun. Auch, wenn ein Fernstudium gewählt wurde, ist ein Austausch mit Kommilitonen online möglich und sollte unbedingt in Anspruch genommen werden. Am schönsten ist natürlich ein Treffen vis-à-vis, falls die Entfernung dies zulässt.

7. Der Einfluss des persönlichen Umfelds

In dieser kräftezehrenden Zeit braucht es ein Umfeld, das diese Doppelbelastung mitträgt. Zu Freunden oder Familienmitgliedern, die zusätztlich Kraft kosten, sollte der Kontakt auf ein Minimum reduziert werden. Für alle anderen gilt, die persönliche Situation zu beschreiben und zu äußern, was einem guttut. Vor allem ist es wichtig deutlich zu machen, wo Unterstützung gebraucht wird. Hilfreich kann es sein, zu den Menschen, die Kraft und Energie spenden, regelmäßig den Kontakt zu suchen.

8. You can't pour from an empty cup!

Dieser Satz sollte während des Studiums immer präsent sein. Trotz der Doppelbelastung ist es genau jetzt eine gute Idee, sich ein Hobby zu suchen. Denn Studium und Vollzeitjob kosten Energie. Aber woher kommt die Energie? Jeder sollte sich seine persönliche "Energie-Tankstelle" und damit seinen Ausgleich suchen. Dies kann ein neues Hobby, Sport oder regelmäßige Treffen mit Freunden und Familie sein. Egal was es ist: Es muss guttun und Reserven aufladen. Hilfreich kann es sein, sich eben auch diese schönen Stunden vorab in den Kalender einzutragen und sich die Zeit bewusst zu nehmen.

9. Sport tut Körper und Geist gut

Auch wenn der Sport bereits im vorigen Punkt erwähnt wurde, sei auch hier nochmal gesagt; Er ist der perfekte Ausgleich. Denn er

– hält fit,
– macht den Kopf frei und
– sorgt für Endorphine.

Somit ist er der perfekte Ausgleich. Es lohnt sich also unbedingt, mit einem Sport anzufangen und Sport zu treiben, der einem selbst gefällt. Die Bewegung tut schon deshalb so gut, weil während des Studiums und des Jobs schon so lange stillsitzen angesagt ist.

Auch wenn die Zeit anstrengend wird: Wenn diese Tricks und Tipps berücksichtigt werden, ist ein Studium auch parallel zu einer 40-Stunden-Woche machbar.

Bildquelle: pixabay.com

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