Eine Brustvergrößerung als neuer Lebensabschnitt

Viele Frauen sehnen sich nach perfekt geformten Brüsten, sodass die Brustchirurgie zunehmend an Präsenz gewinnt. Damit jedoch keine Komplikationen auftreten, spielt auch die anschließende Nachsorge eine wichtige Rolle. Wir verraten euch, welche Aspekte bei einer Brustvergrößerung zu beachten sind und warum vor allem die Wahl des richtigen Arztes so entscheidend ist.

Brüste im rotem BH

Was genau ist eine Brustvergrößerung?

Bei einer Brustvergrößerung handelt es sich um eine chirurgische Maßnahme, mit der die Form bzw. die Größe der Brust verändert werden soll. Der medizinische Fachausdruck für diesen Eingriff lautet "Mammaaugmentation". Für die Brustvergrößerung werden Brustimplantate aus Silikon genutzt, die entweder hinter dem Brustmuskel oder zwischen dem Brustmuskel sowie dem Brustgewebe platziert werden. Alternativ kann auch Eigenfett für die Brust-OP verwendet werden. In diesem Fall wird im Vorfeld Eigenfett abgesaugt, das nach einer medizinischen Aufbereitung in die Brust gesetzt wird. Da jedoch bisher keine ausreichenden Langzeituntersuchungen zu der Eigenfett-Behandlung vorliegen, steht dieses Verfahren bei vielen Ärzten in der Kritik.

Warum überhaupt eine Brustvergrößerung?

Brustvergrößerungen werden bereits seit Jahrzehnten durchgeführt und gehören demnach zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Es ist daher nicht weiter erstaunlich, dass die Verfahren fortwährend weiterentwickelt werden, sodass die Patientinnen von noch besseren Resultaten profitieren. Viele Patientinnen, die sich einer Brust-OP unterziehen, leiden unter der Größe oder der Form ihrer natürlichen Brust. Sofern der Busen zu groß bzw. zu klein ist oder nach einer Schwangerschaft stark hängt, fühlen sich viele Frauen nicht mehr wohl in ihrem Körper. Durch eine Brust-OP erlangen die Frauen ihr Selbstbewusstsein zurück und empfinden ihren Körper wieder als attraktiv. Zudem handelt es sich bei einer Brustoperation mittlerweile um einen Routine-Eingriff, der nur mit wenigen Risiken für die Patientin verbunden ist.

Wie findet man den richtigen Arzt?

Wer eine Brust-OP für sich in Betracht zieht, der sollte natürlich auch einen fachkundigen Arzt zurate ziehen. Zunächst ist es wichtig, dass der Schönheitschirurg auch die für die Brustvergrößerung notwendigen Qualifikationen mitbringt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Bezeichnungen „Ästhetischer Chirurg" oder „Schönheitschirurg" nicht geschützt sind. Demgegenüber dürfen die Begriffe „Facharzt für plastische Chirurgie" sowie „Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie" nur dann genutzt werden, wenn eine Facharztprüfung vorliegt. Zudem muss der jeweilige Arzt wenigstens sechs Jahre in diesem Fachgebiet tätig gewesen sein. Weiterhin sind erfahrene Fachärzte häufig auch Mitglieder bestimmter Verbände, wie beispielsweise des DGAPV, und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Zuletzt ist ein seriöser Facharzt stets darum bemüht, die Patientin eingehend über die einzelnen Schritte sowie auch die möglichen Risiken aufzuklären. Schließlich muss jede Patientin über das genaue Vorgehen sowie auch über die spätere Nachsorge informiert sein.

Vorsicht bei günstigen Angeboten

Brust-Operationen sind heutzutage besonders gefragt, sodass viele Ärzte mit vermeintlichen Lockangeboten werben. Allerdings sind genau diese Chirurgen nur selten auf das Wohl der Patientinnen bedacht und nehmen daher auch höhere Risiken in Kauf. Sofern der Arzt daher keine umfassende Beratung anbietet und auch auf Rückfragen nicht eingeht, sollte die Patientin skeptisch werden. Schließlich handelt es sich bei einer Brust-OP um einen operativen Eingriff, sodass die Patientinnen hier keinerlei Kompromisse eingehen sollten.

Fakten zur Brustvergrößerung

Wer an einer Brustvergrößerung interessiert ist, der sollte sich zunächst mit den wichtigsten Fakten zu diesem Eingriff auseinandersetzen. Die Operation selbst nimmt zirka 60 bis 90 Minuten in Anspruch und wird unter Vollnarkose vorgenommen. Der Eingriff erfolgt zudem stationär, wobei sich die Patientinnen rund 7 bis 14 Tage nach der Operation schonen sollten. Sportliche Aktivitäten sind erst nach etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Eingriff wieder möglich. Die Kosten für eine Brustvergrößerung beginnen bei etwa 5.000 Euro. Als mögliche Risiken werden Taubheitsgefühle, Nachblutungen, Berührungsempfindlichkeit, ein eingeschränkte Stillfähigkeit sowie Hämatome genannt.

Frau im weißem BH

Verhalten vor und nach einer Brust-OP

Wenn auch eine Brustoperation mittlerweile zu den Routine-Eingriffen gehört, so wird der Körper dennoch einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollten Patientinnen daher vor sowie auch nach dem Eingriff einige Aspekte beachten. Zunächst sollte vor dem Eingriff kein Alkohol konsumiert sowie auch keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden. Andernfalls steigt das Risiko für Blutungen. Auch auf Nikotin sollte mindestens zwei Wochen vor der Operation vollständig verzichtet werden. Sollte die Patientin kurze Zeit vor der Operation erkranken, muss der Eingriff aufgrund der geschwächten Immunabwehr verschoben werden.

Nach der Operation ist es unverzichtbar, mehrere Wochen auf Sport, Alkohol sowie Nikotin zu verzichten. Einfache körperliche Tätigkeiten sind bereits eine Woche nach dem Eingriff möglich. Weiterhin ist es ratsam, in den ersten sieben bis neun Wochen nach der Operation in Rückenlage zu schlafen. Während das Duschen bei einer raschen Heilung bereits nach einer Woche wieder möglich ist, sollte das Baden erst nach rund 6 Wochen nach der Operation erfolgen. Auch von direkter Sonneneinstrahlung wird in den ersten 3 Monaten nach dem Eingriff dringend abgeraten.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen, muss die Patientin für etwa 10 Wochen einen speziellen BH tragen. Damit auch Schwellungen und Schmerzen nach dem Eingriff gelindert werden, ist die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig. Zudem kann der geschwollene Bereich sanft gekühlt sowie mit einer Wundheilsalbe behandelt werden. Sofern alle Vorgaben eingehalten werden, kann der Heilungsprozess bestmöglich voranschreiten.

Fazit: Eine fachärztliche Beratung ist unverzichtbar

Eine Brustvergrößerung kann Frauen zu einem ganz neuen Selbstbewusstsein verhelfen und die Lebensqualität enorm verbessern. Dennoch sollte dieser Schritt gründlich durchdacht werden. Daher ist es wichtig, dass sich die Patientinnen vor dem Eingriff eingehend beraten lassen und bei der Wahl des Arztes keine Kompromisse eingehen.

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