Hausbau in Deutschland – Wo ist es am teuersten?

In den letzten Jahren haben die Immobilienpreise deutschlandweit angezogen. Gleichzeitig befinden sich die Kreditzinsen auf einem neuen Tiefstand. Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, hat jetzt die besten Chancen dazu. Bei der Frage, wo das neue Heim stehen soll, fällt vielen die Entscheidung nicht ganz so leicht. Höchste Zeit, einmal genauer zu schauen, wo der Hausbau in Deutschland eigentlich am teuersten ist. Außerdem zeigen wir, welche weiteren Faktoren die Hausbaukosten bestimmen.

Wenn es um den Bau eines Eigenheims geht, scheiden sich die Geister. Der eine wünscht sich eine Villa mit allem möglichen Luxus, der andere mag es klein und kompakt wie beim Tiny-House. Worin sich aber alle künftigen Hausbesitzer einig sind: Das neue Zuhause soll in einer passenden Gegend stehen. In welcher Region man baut, hat einen großen Einfluss auf die entstehenden Kosten. Dabei unterscheiden sich die Immobilienpreise nicht nur von Stadt zu Land, teilweise liegen die teuersten und günstigsten Regionen nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Hausbau in Deutschland – Wo ist es am teuersten?

Diese Faktoren beeinflussen die Hausbaukosten

Allerdings ist die Region des neuen Eigenheims nicht der einzige Faktor, der über die Immobilienkosten bestimmt. Wie groß soll das neue Zuhause werden? Für welche Bauweise entscheidet man sich? Auch die Innenausstattung beeinflusst die Baukosten. Bei der Wahl des Hausbauunternehmens sollte man sich außerdem immer den Gesamtpreis aller entstehenden Kosten kalkulieren lassen. Hier kann es von Anbieter zu Anbieter große Unterschiede geben.

Die Kosten für ein Fertighaus im Bungalow-Stil sind in der Regel etwas höher als bei Einfamilienhäusern in anderer Bauweise. Ein Bungalow mit mittlerer Ausstattung ohne besondere Extras kommt auf einen Quadratmeterpreis zwischen 1.150 und 1.600 Euro pro Quadratmeter. Ein Bungalow mit 90 Quadratmetern kostet also zwischen 103.500 und 144.000 Euro. Die Preise für Einfamilienhäuser liegen je nach Größe und Ausstattung zwischen 150.000 und über 300.000 Euro. Dabei muss auch die Lage des Grundstücks berücksichtigt werden. sowohl die Grundstücks- als auch die Baukosten können je nach Bundesland bzw. Region variieren.

Folgende Faktoren beeinflussen den Preis für den Hausbau:

  • Form des Hauses
  • Bauweise (Massivhaus/Fertighaus)
  • Dachform
  • eventuelle Unterkellerung
  • gewünschter Energiestandard
  • gewählte Heizung
  • Ausstattung (zum Beispiel Smart-Home-System)
  • eventuelle Eigenleistungen
  • Standort des Hauses

Das sind die teuersten Regionen Deutschlands

Schöne Aussicht, ruhige Lage, verkehrsgünstige Anbindung, Einkaufsmöglichkeiten vor Ort – die Liste der Dinge, auf die beim Aussuchen des neuen Grundstücks geachtet wird, ist nahezu endlos. Und oft dauert sie lange, die Suche nach einem passenden Grundstück, auf dem das neue Haus stehen soll. In den wenigsten Fällen weiß man vor einer Besichtigung, wie teuer das Bauland ist. Aber es gibt Möglichkeiten, seine neue Wohngegend gezielt nach finanziellen Aspekten auszusuchen. Wir verraten, in welchen Regionen Deutschlands es sich besonders teuer lebt.

München:

Dass die Lebenshaltungskosten in München besonders hoch sind, wissen viele. Da wundert es nicht, dass man in Bayerns Hauptstadt auch für Immobilien ordentlich in die Tasche greifen muss. Wie wahnsinnig teuer ein Haus sein kann, beweist ein aktuelles Angebot einer Villa. Für 22 Zimmer auf über 1.100 Quadratmetern Wohnfläche in bester Lage an der Isar setzt der Eigentümer einen Preis von 38,3 Millionen Euro an. Aktuell befindet sich die Nobelvilla im Münchner Stadtteil Bogenhausen noch in der Bauphase, soll ab 2021 jedoch bezugsfertig sein.

Ein klassisches Haus ist in München zwar nicht ganz so teuer, doch die Heimat des Oktoberfestes ist immer noch eines der teuersten Pflaster in Deutschland. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus mit normaler Ausstattung müssen Hausbauer mit Preisen von etwa 500.000 bis hin zu 780.000 Euro rechnen.

Stuttgart:

Auch in Stuttgart baut man teuer. Möchte man in der Stadt von Mercedes und Porsche sesshaft werden, werden für ein normales Einfamilienhaus zwischen 400.000 und eine Million Euro fällig. Wer über eine überdurchschnittliche Ausstattung nachdenkt, muss sogar bis zu 1,8 Millionen Euro bezahlen.

Freiburg im Breisgau:

Ein wenig günstiger wird es in Freiburg im Breisgau. Doch mit Preisen zwischen 285.000 Euro bis 460.000 Euro für ein freistehendes Einfamilienhaus ist es in der baden-württembergischen Großstadt immer noch verhältnismäßig teuer. Noch teurer geht übrigens auch – in der Spitze kann die Immobilie hier bis zu 1,28 Millionen Euro kosten.

Köln:

Die für ihre Toleranz bekannte Stadt Köln macht es zukünftigen Eigenheimbesitzern nicht leicht, sesshaft zu werden. Immerhin liegen die Preise für Einfamilienhäuser zwischen 320.000 und 450.000 Euro. Eine gehobene Ausstattung und eine exklusive Lage können hier aber auch mal schnell bis zu 880.000 Euro kosten.

Wiesbaden:

Im hessischen Wiesbaden ist der Hausbau nicht so günstig, wie man vermuten könnte. Dass für ein freistehendes Familienhaus zwischen 220.000 und 450.000 Euro fällig werden, könnte daran liegen, dass die Großstadt durch ihre 15 Thermal- und Mineralquellen eines der ältesten Kurbäder Europas ist. Aber nicht nur Bauen ist in Wiesbaden teuer. Möchte man ein Einfamilienhaus in einem der besten Stadtteile kaufen, wird es noch teurer. Im Komponistenviertel, in den Stadtteilen Nerotal und Sonnenberg muss man für ein bezugsfertiges Haus durchaus eine Million Euro hinlegen.

Königstein im Taunus:

Teuer geht auch in Königstein im Taunus. Als neuer Einwohner des heilklimatischen Kurorts kann man schnell mal 330.000 bis 450.000 Euro für den Hausbau ausgeben. In der Spitze können es jedoch auch bis zu 950.000 Euro werden.

Münster:

In Münster lässt es sich nicht nur gut studieren sondern auch perfekt wohnen. Vorher muss man aber zwischen 275.000 und 440.000 Euro für den Bau eines Eigenheims ausgeben. Diese Kosten können auch durchaus auf bis zu 650.000 Euro steigen, je nach Lage und gewünschter Ausstattung.

Würzburg:

Würzburg, Hochburg des typisch fränkischen Weins, ist beim Hausbau etwas günstiger als Münster. Die durchschnittlichen Preise für Einfamilienhäuser belaufen sich auf 220.000 bis 450.000 Euro.

Konstanz:

Wer in der Stadt am Bodensee bauen möchte, muss sich in Konstanz auf durchschnittliche Preise zwischen 240.000 und 410.000 Euro einstellen. Mit bis zu 770.000 Euro kann es in der Hafenstadt auch kostspieliger werden.

Weitere Städte mit relativ hohen Baukosten sind Essen, Berlin, Aachen, Nürnberg und Hamburg. Auf der Suche nach niedrigeren Immobilienkosten lohnt ein Blick in den Osten Deutschlands. So lassen sich in Stralsund Wohnträume bereits für 130.000 bis 150.000 Euro realisieren. Noch günstiger ist Stendal. Hier werden freistehende Einfamilienhäuser mit 70.000 bis 90.000 Euro gehandelt.

 

 

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