Studienabbruch: Welche Chancen gibt es für die berufliche Karriere?

Mit einem Studienabbruch bringen viele Betroffene erst einmal das Ende ihrer Berufslaufbahn in Verbindung. Nicht selten kommen in diesem Fall Existenzängste auf, wobei sich die jeweilige Person erst einmal in einer Sackgasse gefangen sieht. Doch man sollte trotzdem nicht verzweifeln. Ganz gleich, aus welchen Gründen das Studium nicht abgeschlossen wurde – zuallererst gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. In diesem Beitrag erfahren Leser, wie sie im Falle eines Studienabbruchs vorgehen könnten und welche Alternativen es zur Hochschule gibt.

Studienabbruch: Welche Chancen gibt es für die berufliche Karriere?

Die aktuelle Situation in Deutschland

In den letzten Jahren blieb der Prozentsatz der Studienabbrecher in den Bundesländern konstant. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine geringe Anzahl an Personen. An die 30 Prozent der Studenten entscheiden sich dafür, ihre Ausbildung auf Eis zu legen und auf andere Weise ins Berufsleben zu starten. Betroffene sollten sich also stets vor Augen halten, dass sie in puncto Studienabbruch nicht allein dastehen.

Eine besonders hohe Abbruchquote verzeichnen an Universitäten und Fachhochschulen Ingenieur- und Naturwissenschaften. So beträgt die Quote der Studienabbrecher im Studium Bauingenieurswesen ca. 51 Prozent. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine anspruchsvolle Studienrichtung handelt, wobei vor allem in den ersten Semestern sogenannte "Aussieb-Prüfungen" stattfinden. Wer sich für eine solche Ausbildung entscheidet, sollte sich also bereits im Vorfeld einen Plan B zurechtlegen.

Natürlich ist ein Studienabbruch für betroffene Personen immer belastend. Dies gilt besonders dann, wenn sie das Studium dann vollständig beenden. Immerhin dürfen sich Studenten über zahlreiche Unterstützungen und Vergünstigungen freuen, die dann ebenfalls wegfallen.

Diese Gründe hat ein Studienabbruch

Die Gründe für einen Studienabbruch sind vielfältig. Wer sich in den ersten Semestern für eine bestimmte Ausbildung entscheidet, stellt ggf. fest, dass ihm einige Studieninhalte doch nicht liegen. Unter Umständen erkennen junge Leute auch, dass sie sich für das angestrebte Berufsfeld nicht interessieren. Entspricht die Studienrichtung nicht den persönlichen Stärken, kann es ebenfalls Sinn machen, sich nach Alternativen umzusehen. Doch diesbezüglich ist vor übereilten Entschlüssen abzuraten – stellt etwa nur eine Lehrveranstaltung den Studierenden vor eine Herausforderung, ist es nicht immer sinnvoll, gleich das gesamte Studium aufzugeben.

Einige Personen brechen ihre Ausbildung aber auch ab, weil diese nicht zum Erreichen der beruflichen Ziele beiträgt. In diesem Fall sollten sich Betroffene rechtzeitig nach alternativen Bildungswegen umsehen. Unter Umständen wollen sie sogar direkt ins Berufsleben einsteigen.

Ein abgebrochenes Studium muss nicht das berufliche Aus bedeuten. Natürlich wirkt ein Studienabbruch auf Betroffene erst einmal demotivierend. Doch heißt dieser Schritt nicht, dass man deswegen gleich den Kopf in den Sand stecken muss. In erster Linie geht es darum, diese Entscheidung für sich zu begründen – danach fällt es auch leichter, im Vorstellungsgespräch bei einem potenziellen Arbeitgeber zu Punkten.

Keinesfalls dürfen sich Betroffene alleine über den Studienabbruch identifizieren. Auf dem Arbeitsmarkt kommt es nämlich immer auf eine gelungene Selbstpräsentation an. So empfiehlt es sich, ein nicht abgeschlossenes Studium im Lebenslauf als berufliche Veränderung oder Neuanfang – und nicht als großen Rückschlag – zu präsentieren. Bei der Bewerbung kommt es immer darauf an, die eigenen Stärken und Zielsetzungen sowie die bisher erreichten Erfolge in den Bewerbungsunterlagen in den Vordergrund zu stellen – egal ob man diese digital als PDF übermittelt oder die Bewerbungsunterlagen ausdruckt und in Papierform verschickt. Den Studienabbruch sollte man dabei nicht unter den Tisch kehren, sondern vielmehr selbstbewusst und mit Überzeugung zu ihm stehen.

Wie lässt sich trotz Studienabbruch der Traumjob finden?

Ihren Traumjob müssen Betroffene trotz Studienabbruch nicht aufgeben. Zuerst sollten alternative Ausbildungswege unter die Lupe genommen werden. Unter Umständen ist es möglich auf berufsbegleitende Schulen, Kollegs oder gar eine Lehre zu setzen. Doch gibt es in einigen Sparten auch die Gelegenheit, sofort in den Job einzusteigen und sich das erforderliche Wissen somit in der Praxis anzueignen. In diesem Fall hat man den Vorteil, dass man im gewünschten Berufsfeld Erfahrung sammelt und wichtige Kontakte knüpft.

Umso mehr Berufserfahrung eine Person in der gewünschten Sparte sammelt, desto mehr rückt der Studienabbruch in den Hintergrund. Keinesfalls darf man nach dem vorzeitigen Beenden des Studiums das Selbstbewusstsein verlieren. Die Chancen auf den Traumjob steigen, wenn schnell gehandelt wird. In der Regel ist es ein Vorteil, wenn man möglichst bald in die Praxis einsteigt.

So können Betroffene den Studienabbruch besser verkaufen

Wer sein Studium abgebrochen hat, kann dies in der Regel sehr gut einem Personalmitarbeiter erklären. Keinesfalls sollten Betroffene versuchen, diesen Schritt zu verschweigen. Dies gilt vor allem dann, wenn sie länger als zwei Semester an einer Hochschule studiert haben. Denn in diesem Fall wird es schwer, die Lücke im Lebenslauf zu verbergen.
Auch wenn man die Ausbildung nicht abgeschlossen hat – die Zeit an der Hochschule sollte nicht etwa als "verschwendet" angesehen werden. Immerhin besuchen die meisten Studenten in dieser Zeit Kurse, bauen Kontakte auf und bilden sich weiter, indem sie an Projekten arbeiten. Solche Tätigkeiten sind im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall herauszuheben. Der Studienabbruch muss also nicht unbedingt eine Lücke sein.

Setzt ein Job ein abgeschlossenes Studium voraus, können Bewerber ohne Studienabschluss sich mitunter trotzdem auf die Stelle bewerben. Sie sollten hier in der Bewerbung hervorheben, warum sie trotzdem der geeignete Kandidat für die Position sind. Vor allem dann, wenn sie bereits ein wenig Berufserfahrung gesammelt haben, können sie sich von ihren Mitstreitern abheben.

Alternative Weiterbildungen verhelfen zu einer guten Qualifikation

Nicht nur ein Studium qualifiziert Bewerber für den gewünschten Beruf. So gibt es auch Sparten, in denen sich Quereinsteiger das erforderliche Wissen in Form von Seminaren oder berufsbegleitenden Kursen aneignen können. Dies gilt beispielsweise in den Bereich Informatik, Mathematik, Ingenieurwesen und Betriebswirtschaft. Mit einer entsprechenden Weiterbildung können sich auf diesem Wege auch die Studienabbrecher eines klassischen Studiums die nötige Qualifikation für einen interessanten und spannende Traumjob aneignen.

Fazit – trotz Studienabbruch im Beruf durchstarten

Ein Studienabbruch nagt erst einmal am Selbstbewusstsein, doch muss dieser Schritt nicht das Karriereende bedeuten. Denn sehen sich Betroffene zeitnah nach alternativen Ausbildungen um oder steigen sie sofort in gewünschten Beruf ein, können sie mit der Konkurrenz durchaus mithalten – oder sich gar von ihr abheben.

Unabhängig davon, ob Sie Ihr Studium abgeschlossen oder abgebrochen haben oder gerade dabei sind, um Ihren Traumjob zu finden müssen Sie aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bereithalten. Hier auf meine-bewerbungsvorlage.de finden Sie wichtige Tipps rund um das Thema "Bewerbung" und die passenden Bewerbungsvorlagen.

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