Wasserflugzeug am Treptower Park – Archive

Berlin von oben: Die besten Aussichten der Hauptstadt

Das Wichtigste in Kürze

  • Nostalgie pur: Das legendäre Spree-Wasserflugzeug und der Rosinenbomber ab Tempelhof sind heute Geschichte.
  • Der Kick für heute: Wer abheben will, bucht am besten einen Helikopter-Rundflug (z. B. ab Schönhagen) oder steigt in den Weltballon am Checkpoint Charlie.
  • Klassiker mit Aussicht: Fernsehturm, Funkturm und der Panoramapunkt am Potsdamer Platz bieten nach wie vor atemberaubende Ausblicke – ganz ohne Flugticket.

Sightseeing in Berlin? Da denken die meisten sofort an den Fernsehturm, Currywurst oder eine Tour durchs Brandenburger Tor. Aber sind wir ehrlich: So richtig magisch wird es erst, wenn man das endlose Häusermeer aus der Vogelperspektive betrachtet.

„Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt.“ – Jean Paul

Wer diese Weite begreifen will, muss hoch hinaus. Lange Zeit war ein Rundflug mit dem knallroten Wasserflugzeug auf der Spree der absolute VIP-Tipp. Doch was ist eigentlich daraus geworden?

Der Mythos: Was wurde aus Wasserflugzeug und Rosinenbomber?

Falls ihr im Netz noch veraltete Tipps lest, dass man mit einer Cessna-Wasser-Maschine („Duck 01“) in Treptow abheben oder mit dem Rosinenbomber vom Flughafen Tempelhof starten kann: Lasst euch nicht in die Irre führen. Diese Ära ist vorbei. Das geliebte Wasserflugzeug hat Berlin Ende 2016 verlassen und dreht seine Runden mittlerweile an der Nordsee. Und Tempelhof? Das ist seit 2008 ein gigantischer Park für Skater und Grillfans – Flugzeuge starten hier schon lange nicht mehr.

Helikopter & Ballon: So hebt ihr heute ab

Traurig? Überhaupt nicht! Berlin hat längst Alternativen am Start. Wem eine normale Aussichtsplattform zu gewöhnlich ist, der holt sich den ultimativen Adrenalin-Kick bei einem Helikopter-Rundflug. Von Flugplätzen im direkten Umland (wie Schönhagen) geht es in rund 600 Metern Höhe über die City. Fernsehturm auf Augenhöhe, das Olympiastadion als winzige Schüssel von oben – das ist Sightseeing auf dem nächsten Level.

Wer es lieber ruhig, aber trotzdem luftig mag, steigt in den großen Weltballon (Fesselballon). Nahe dem Checkpoint Charlie zieht er euch fast geräuschlos auf 150 Meter in die Höhe. Nervenkitzel ist bei etwas Wind absolut inklusive!

Die klassischen „Hochstapler“

Für alle, die lieber festen Boden (oder zumindest Beton) unter den Füßen haben, gibt es die altbewährten Favoriten:

  • Der Panoramapunkt (Potsdamer Platz): Mit dem schnellsten Aufzug Europas rauscht ihr im Kollhoff-Tower in wenigen Sekunden auf 100 Meter Höhe.
  • Der Funkturm (West): Ein charmanter Retro-Vibe aus Stahlwaben. Wer mag, isst hier in 55 Metern Höhe im Restaurant, die Plattform selbst liegt auf 126 Metern.
  • Der Fernsehturm (Ost): Der unangefochtene Platzhirsch am Alexanderplatz. Auf über 200 Metern Höhe liegt euch die gesamte Metropole bis weit nach Brandenburg zu Füßen.

Berlin in 4K: Ein visueller Vorgeschmack

Wer sich schon mal vom Sofa aus einstimmen möchte, sollte sich diese beeindruckenden Drohnenaufnahmen der Hauptstadt ansehen:

YouTube-Tipp: BERLIN von oben – BERLIN from above in 4K-UHD

Fazit

Das Kapitel „Wasserflugzeug auf der Spree“ mag geschlossen sein, aber Berlin von oben zu erleben, bleibt ein Must-do auf jedem Städtetrip. Egal ob im Helikopter, schwebend im Weltballon oder ganz entspannt im Aufzug des Fernsehturms – der Blick auf den wilden Mix aus preußischer Geschichte, gewundenen Spree-Schleifen und modernem urbanem Chaos ist und bleibt unbezahlbar.

FAQ – Kurz & knackig

  1. Kann man in Berlin noch mit dem Wasserflugzeug fliegen?

Nein. Der Anbieter „Air Service Berlin“ hat den Betrieb 2016 eingestellt. Das Flugzeug wurde umgerüstet und ist heute auf der Nordseeinsel Föhr im Einsatz.

  1. Gibt es noch Rundflüge mit dem Rosinenbomber über Berlin?

Nein. Touristische Rundflüge mit dem Rosinenbomber direkt aus der Stadt (ab Tempelhof) sind seit der Flughafenschließung 2008 und einer Notlandung der Maschine im Jahr 2010 Geschichte.

  1. Was kostet ein aktueller Helikopter-Rundflug über die Hauptstadt?

Die Preise variieren je nach Anbieter, Abflugort und Dauer. Für einen Standardflug von etwa 20 bis 30 Minuten muss man aktuell mit etwa 150 bis 200 Euro pro Person rechnen.

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