Deutschlands älteste Universität

In der wunderschönen Stadt Heidelberg ist nicht nur Deutschlands älteste Universität zu Hause, auch sonst gibt es viel zu entdecken. Die Kombination aus pulsierendem Studentenleben und historischem Charme macht die Stadt mit ca. 160.000 Einwohnern zu einem beliebten Ausflugsziel.

Deutschlands älteste Universität
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Die Geschichte Heidelbergs

Die Spuren Heidelbergs reichen zurück bis in die Zeit der Römer und Kelten. Im Jahr 1196 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt nach Plan angelegt und das berühmte Heidelberger Schloss wurde gebaut. Die Blütezeit der kurpfälzischen Hauptstadt begann unter anderem mit der Gründung der Universität, der "Ruperto Carola", im Jahr 1386.

Im Jahr 1518 hielt Martin Luther seine „Heidelberger Disputation", die eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Reformation spielte. Im 17. Jahrhundert wurden Heidelberg und das Schloss im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs durch die Franzosen zerstört und schließlich im Barock wieder aufgebaut.

Ab 1803 entwickelt sich Heidelberg mehr und mehr zur Universitätsstadt und ist auch bei Dichtern und Denkern, wie Joseph von Eichendorff und Friedrich Hölderlin beliebt, die die Bezeichnung "Stadt der Romantik" prägen.

Neben den historischen und romantischen Facetten der Stadt ist Heidelberg seit der Einnahme durch amerikanische Streitkräfte 1945 auch Stadt der Wissenschaft. Die US-Armee sowie die NATO richten hier ihr Hauptquartier ein und 1951 wird der Wissenschaft der Universitätscampus "Neuenheimer Feld" gewidmet. 1984 wird zudem der Technologiepark gegründet.

Geografisches zu Heidelberg

Heidelberg ist die fünftgrößte Stadt Baden-Württembergs und bildet mit den Städten Mannheim und Ludwigshafen die Metropolregion Rhein-Neckar, ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Wegen ihrer Größe ist Heidelberg kreisfrei und zeitgleich der Verwaltungssitz des Rhein-Neckar-Kreises.

Die Heidelberger Altstadt liegt am linken Ufer des unteren Neckar. Im Süden säumen der Königsstuhl (568 Meter) und der Gaisberg (375 Meter) die Stadt in der Oberrheinischen Tiefebene am Rande des Odenwalds.

Gegenüber der Altstadt befindet sich der Heiligenberg (445 Meter) und der Stadtteil Neuenheim mit dem Universitätscampus Neuenheimer Feld.

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Sehenswertes und Attraktionen in Heidelberg

Das weltberühmte Schloss, die älteste Universität Deutschlands oder die hübschen Gassen der Altstadt, bei all den Heidelberger Sehenswürdigkeiten weiß manch ein Besucher kaum, wo man anfangen soll. Für Bewohner der Stadt lohnt es sich deshalb, eine Ferienwohnung zu vermieten, denn um Heidelberg wirklich kennenzulernen, kann man sich durchaus einige Tage Zeit nehmen.

Das Schloss Heidelberg

Über den Dächern Heidelbergs thront das majestätische Schloss mit Stilelementen der Gotik, der Renaissance und des Klassizismus. Zwei Angriffe französischer Truppen und ein Blitzschlag führten dazu, dass die Restaurateure das Schloss letztlich seinem Zerfall überließen. Doch die Schlossruine ist dennoch ein tolles Ausflugsziel und eine der besuchtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Tipp: Veranstaltungen im Schloss

Ein besonderes Highlight sind die Veranstaltungen, die zumeist im Sommer im Schloss stattfinden. Verschiedene Freilichtaufführungen im Kontext der Schlossfestspiele oder auch ein Feuerwerk vor beeindruckender Kulisse sind ein echter Publikumsmagnet.

Die romantische Altstadt

Heidelberg überstand den Zweiten Weltkrieg als eine der wenigen deutschen Großstädte fast unversehrt und zieht mit der intakten barocken Altstadt jährlich 12 Millionen Gäste an, von denen mehr als eine Million auch das Heidelberger Schloss besuchen.

Die Heidelberger Altstadt liegt idyllisch unterhalb der Schlossruine, eingebettet zwischen Neckar und Königsstuhl. Hier kann man wunderschön schlendern und genießen. Neben kleinen Geschäften befinden sich in den Gassen und auf der Heidelberger Hauptstraße, die mit einer Länge von 1,6 Kilometern als "längste Fußgängerzone Europas" gilt, zahlreiche Kneipen und Restaurants.

Tipp: Die Alte Brücke besuchen

Wer in der Altstadt unterwegs ist, darf die Alte Brücke keinesfalls verpassen. Bereits seit dem Hochmittelalter konnten Menschen hier den Neckar überqueren. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie schließlich neu konstruiert und gehört zu den letzten bedeutenden Bauwerken der klassischen Brückenbaukunst, bevor man Gusseisen verwendete.

Besonders spannend ist der Brückenaffe, eine Bronzeskulptur am Südufer. Eine Öffnung bietet genug Platz, um den Kopf durchzustrecken und ein einzigartiges Bild zu machen.

Die Brücke wurde kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs von deutschen Soldaten gesprengt und erst ab 1946 wieder aufgebaut.

Wandern auf dem Philosophenweg

Vom Stadtteil Neuenheim aus kann man in den Fußspuren der ersten Studenten Heidelbergs wandeln, denn der Name des schönen Philosophenwegs rührt von einer alten Bezeichnung für "Student". Der Beginn des Weges ist etwas versteckt, doch die Suche lohnt sich. Der Philosophenweg führt durch eines der Villenviertel der Stadt, vorbei an einigen Universitätsgebäuden, dem Bismarckturm und dem Liselottestein hinauf auf den Heiligenberg. Von oben hat man eine fantastische Aussicht auf die Stadt.

Tipp: Im Philosophengärtchen verweilen

Von der Theodor-Heuss Brücke kommend, erreicht man über den Philosophenweg das Philosophengärtchen, ein beliebter Rückzugsort für alle, die sich nach Ruhe sehnen. Der Naturbalkon beheimatet exotische Pflanzen, wie Mandelbäumchen oder auch Ginkgobäume.

Mit der Bergbahn auf den Königsstuhl

Wer Heidelberg von oben erleben möchte und mit etwas Glück sogar die Pfälzer Weinstraße in der Ferne entdecken will, fährt mit der Bergbahn zum höchstgelegenen Ort der Stadt, dem Königsstuhl. Der erste Teil der Strecke beginnt vor dem Kornmarkt und führt über das Schloss bis zur Molkenkur in der modernsten Seilbahn Deutschlands.

Auf dem zweiten Streckenabschnitt zwischen Molkenkur und Königsstuhl verkehren Originalwagen der historischen Bergbahn, die bereits über 100 Jahre alt sind.

Der Königsstuhl ist mit seinen rund 568 Metern nicht besonders hoch, macht die mangelnde Höhe jedoch mit der wunderschönen Naturlandschaft wieder wett. Hier kann man den Tag mit Wandern verbringen oder auf einem der Spielplätze toben.

Tipp: Die Himmelsleiter erklimmen

Wer sportlich ist und Lust auf ein kleines Abenteuer hat, nimmt statt der Bergbahn die Himmelsleiter, um den Königsstuhl zu erklimmen. Etwa 1.600 Stufen führen von der Heidelberger Altstadt auf und bringen selbst Sportler ins Schwitzen.

Deutschlands älteste Uni besuchen

Die Heidelberger Universität verfügt über zahlreiche Sammlungen aus verschiedensten Wissensgebieten, die Besuchern offenstehen. Besonders schön ist die Forschungssternwarte auf dem Königsstuhl. Um an einer astronomischen Führung teilzunehmen, sollte man sich rechtzeitig mit der Sternwarte in Kontakt setzen.

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Die Heiliggeistkirche besuchen

Eine weitere Sehenswürdigkeit mitten in der Heidelberger Altstadt ist die Heiliggeistkirche, deren Turm 38 Meter hoch ist. Von der Aussichtsplattform aus hat man einen hervorragenden Blick über die Dächer der Stadt. Der Bau der Kirche dauerte rund 100 Jahre. Der Innenraum zählt zu den beeindruckendsten Kirchenräumen Süddeutschlands, die im spätgotischen Stil erbaut wurden.

Auf der Neckarwiesen ausruhen

Die Heidelberger Neckarwiese ist besonders im Sommer ein beliebter Ort bei Studenten und Familien gleichermaßen, um die Sonne zu genießen, ein Buch zu lesen oder sich auf den Spielplätzen auszutoben. Wer eine Pause vom Trubel der Altstadt braucht, kann hier für ein paar Minuten oder auch Stunden die Seele baumeln lassen. Von hier aus ist übrigens auch das Feuerwerk auf dem Schloss besonders gut zu beobachten.

Heidelberg ist eine bunte, vielfältige und vor allem historische Stadt, die schnell einen Platz im Herzen ihrer Besucher erobert. Kein Wunder, dass der Besucherstrom Jahr für Jahr zunimmt, denn die Stadt am Neckar ist das ideale Ausflugsziel für Singles, Paare oder auch Familien und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

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