Digitalisierung: Zwischen Globalisierung und lokaler Verbundenheit
Die Digitalisierung hat das alltägliche Leben in allen Bundesländern grundlegend verändert. Sei es durch Online-Shopping oder die Unterhaltungsmöglichkeiten im Internet. Seitdem der Standort keine Rolle mehr spielt, ist das Angebot an Entertainment schier unendlich. Und doch bleibt ein lokaler Kern nicht nur vorhanden, sondern wird häufig noch gestärkt.
Digitale Freiheit trifft regionale Interessen
Über das Internet können deutsche Nutzer auf Angebote aus aller Welt zurückgreifen. Dass die lokalen Wurzeln dabei eine wichtige Rolle spielen können, zeigt das Beispiel der Sportwetten. Viele Spieler möchten auf Spiele ihres heimischen Lieblingsvereins wetten, dabei aber keine bürokratischen Hürden hinnehmen. Im Internet finden sie dafür eine Reihe Wettanbieter ohne OASIS. Dabei handelt es sich ausschließlich um Plattformen mit internationalen Lizenzen, bei denen die OASIS-Maßnahmen nicht gelten. Der deutsche Lizenzgeber verbürgt sich entsprechend für nichts. Dennoch treffen hier lokale Sportvereine und globale Wettanbieter aufeinander.

Diese Verbindung zeigt sich nicht nur im Sport, sondern auch in anderen Bereichen wie dem Streaming von Filmen und Serien oder Musik. Bei allem internationalen Angebot auf den einschlägigen Plattformen entscheiden sich die Nutzer immer wieder für Unterhaltung mit regionalem Bezug. Sei es die Serie, welche in der Region spielt, eine Dokumentation über die Heimat oder die Lieblingsmusik der Künstlerin aus der Heimatstadt.
Zugehörigkeitsgefühl von überall
Soziale Medien sind für viele Deutsche ein wichtiges Werkzeug, um über Bundesländergrenzen hinweg mit ihren liebsten Angehörigen und den besten Freunden in Kontakt zu bleiben.
Für Fortgezogene sind soziale Medien nicht nur ein Weg, um die alten Verbindungen aufrechtzuerhalten, sondern auch eine gute Möglichkeit, um in der neuen Region sozialen Anschluss zu finden. Es gibt verschiedene Apps, mit denen lokale Kontakte geknüpft und nette Gleichgesinnte mit ähnlichen Hobbys und Interessen gefunden werden können. Das Lokale spielt hier eine wichtige Rolle. Echte Freundschaften sind nämlich wichtig, um Einsamkeit entgegenzuwirken. Mit rein oberflächlichen Online-Bekanntschaften kann eher noch eine soziale Isolation entstehen, was sich laut einer aktuellen Studie bei jüngeren Nutzern sozialer Medien sogar noch multipliziert.
Online-Shopping
Der Online-Handel ist wohl eines der besten Beispiele für das Potenzial des Internets, lokale Begebenheiten aufzuheben. Immer mehr Menschen bestellen im Internet. Und auch, wenn statistisch gesehen am häufigsten Kleidung bestellt wird, geht es auch anders.
Besonders für Menschen, die in ein anderes Bundesland gezogen sind, sich ihrer Heimat aber noch immer verbunden fühlen, sind Online-Shops häufig die praktischste Möglichkeit, um sich die Heimat ein Stück näherzubringen. Sei es Dresdner Christstollen, Brandenburger Spreewaldgurken oder ein Wein von der Mosel. Das Internet ermöglicht es, sich seine Lieblingsspezialitäten ohne Aufwand und eigene Reisezeit liefern zu lassen.
Neben der Kundenseite gibt es natürlich auch die Verkäuferseite. Lokale Betriebe können über das Internet Kunden aus anderen Regionen mit ihren Waren bedienen und ihren Kundenstamm so erweitern. Durch internationale Online-Shops wie Etsy werden die lokalen Grenzen auch für kleine Betriebe oder private Verkäufer aufgehoben.
Heimat und Hightech im Einklang
Das Internet ist ein grenzenloser Ort, an dem die Möglichkeiten kein Ende zu nehmen scheinen. Nun könnte man vermuten, dass die internationalen digitalen Angebote die lokale Verwurzelung schwächen. Wie unsere Beispiele gezeigt haben, gibt es aber gute Gründe, weshalb dem nicht so ist. An vielen Stellen stärken die digitalen Angebote global agierender Firmen sogar noch das lokale Gefühl. Statt Entfremdung wird so für mehr Heimatverbundenheit gesorgt. Die emotionale lokale Komponente und die riesige digitale Welt stehen, sofern vom Nutzer beabsichtigt, im harmonischen Einklang.
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