Grömitz – Ostsee hautnah

Die Ostsee gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland. Einer dieser Besuchermagneten ist die Gemeinde Grömitz in Ostholstein – direkt an der Lübecker Bucht gelegen. Hauptattraktion ist das Ostseebad mit 8 km langem Sandstrand, fast 400 Meter langer Seebrücke samt Tauchglocke und modernem Yachthafen. Weitere touristische Anziehungspunkte sind ein historisches Klosterdorf, Zoo und Museen, Sportangebote sowie vielfältige Ausflugsziele zu Wasser und zu Land. Wer idyllische Rückzugsorte sucht, findet Naturstrand, Steilküste, Vogelschutzgebiete und das Achterland mit Wäldern und Wiesen.

die Seenbrücke bei Grömitz

Grömitz und die Lübecker Bucht

Neben Sylt und Sankt-Peter-Ording zählt Grömitz zu den drei wichtigsten Ferienregionen in Schleswig-Holstein. Das verdankt die Gemeinde mit dem Strand- und Heilbad unter anderem ihrer attraktiven Lage in der Lübecker Bucht. Am Küstenstreifen zwischen Fehmarn und Travemündung bildet Grömitz mit vier Nachbargemeinden das sogenannte OstseeFerienLand. Dazu gehören die drei Ostseebäder Grömitz, Dahme und Kellenhusen direkt an der Küste sowie Lensahn und Grube im Achterland. Das Meer in der Bucht hat eine hervorragende Wasserqualität. Gleichzeitig sorgt die geschützte Lage für seichte Wellen. Dadurch ist die Region ideal für Segelkurse, Bootsausflüge, Wassersport, Ausflugsschiffe, Angeltouren und Segeltörns. Die Lage ermöglicht Segelstrecken entlang der Küste bis nach Dänemark oder in Richtung Baltikum. Die Strände mit den bunten Strandkörben sind kilometerlang und ihre Promenaden laden zu Spaziergängen und Radtouren ein. 2000 Sonnenstunden im Jahr sorgen außerdem für schönes Urlaubsklima.

Wie ein kleines Fischerdorf zum großen Seebad wurde

Blickt man auf die weißen Yachten im Hafen, ist kaum vorstellbar, dass alles schon im Mittelalter begann – mit einem kleinen Fischerdorf. Fässer mit gesalzen Heringen wurden hier als Handelsware für die Hanse produziert. Bekanntheit erlangte Grömitz ab 1813. Die gesunde Meeresluft lockte erste Erholungsgäste. Damit gehört Grömitz zu den ältesten Seebädern an der Ostseeküste. Attraktion waren damals die Badekarren. Diese Holzkabinen ließen sich auf Rädern ins Wasser schieben. Darin erfrischten sich Damen und Herren im Meerwasser  – ganz nach den Regeln der Sittlichkeit. Ein Blick auf ihre Nacktheit oder das Badekostüm war durch diesen Sichtschutz unmöglich. Schon 1836 kamen die „warmen Bäder" dazu. Dafür wurde Meerwasser künstlich erwärmt und zum Baden in Holzzuber gegossen. Trotz steigender Nachfrage für Übernachtungen gab es ein Problem. Es fehlte an Unterkünften. Unter Bürgermeister Westphal wurden zur Jahrhundertwende günstige Kredite bereitgestellt. Damit konnten Grömitzer zügig Gästehäuser bauen. Zwischen 1906 und 1912 stieg die Gästezahl sprunghaft von 687 auf 9.000 an. In den 1920ern wurde die Freibade-Anstalt eröffnet. Die Anerkennung als Ostseebad erhielt Grömitz 1949. Heutzutage kommen pro Jahr rund 260.000 Übernachtungsgäste.

Das moderne Ostseebad Grömitz

Das anerkannte Heilbad Grömitz bietet alle Annehmlichkeiten für den Single-, Paar- oder Familienurlaub. Unterkünfte aller Art und die viele Ferienhäuser in Schleswig Holstein bieten den Besucher eine große Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Wer als Yachtkapitän anreisen will, kann einen Gast-Liegeplatz im Hafen anmelden. Bewachtes Strandbad, Restaurants, Erlebnisbad, Tierpark, Abenteuerspielplätze, Sportmöglichkeiten, Wellness und Kino mit preisgekröntem Kinder-Filmprogramm  ermöglichen vielseitige Urlaubserlebnisse. Besondere Attraktion ist die 398 Meter lange Seebrücke – auch „Steg übers Wasser" genannt. Mit der Tauchglocke am Brückenende können bis zu 30 Personen in die Meerestiefe sinken und Seesterne, Fische und Muscheln bestaunen. Doch die Grömitzer ruhen sich nicht aus. Mit großer Bürgerbeteiligung haben sie den Dünenpark geplant. Er wird nach seiner Fertigstellung eine neuartige Erlebnislandschaft direkt am Strand bieten.

Bildquelle: pixabay.com

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