Knieschmerzen beim Anwinkeln? 5 Tipps für schnelle Hilfe

Sehnenschäden, Überlastung, Schleimbeutelentzündungen oder Zysten. Es gibt viele Ursachen, die Knieschmerzen provozieren. Besonders ein Schmerz beim Anwinkeln macht Betroffenen zu schaffen.

Durch einfache Umstellungen im Alltag kann die Schmerzintensität erfolgreich verringert werden.

Wir verraten 5 Tipps, die schnelle Hilfe versprechen.

Tipp 1: Ausreichend Bewegung

Vielen Betroffenen ist nicht nach Bewegung zumute. Die ist aber unbedingt wichtig, betonen Gesundheitsexperten. Früher wurde zur Ruhigstellung der betroffenen Gelenke geraten, heute weiß man es besser. Schließlich ist die Funktionsweise des Knorpels nun eingehender erforscht.

Der Knorpel an sich besitzt keine Blutgefäße. Stattdessen werden die Knorpelzellen durch die Gelenkflüssigkeit ernährt. Bewegung spielt dabei eine wesentliche Rolle, da durch sie die Nährstoffe in den Knorpel eingebracht werden. Wer sich zu wenig bewegt, lässt seine Knorpelzellen quasi aushungern.

Schonhaltung sollte dagegen unbedingt vermieden werden, denn so entsteht eine unnatürliche Haltung, die andere Gelenke, Sehnen und Bänder rund um das Knie belasten kann.

Übrigens: Um die Belastung für das Knie gering zu halten, sollten hockende Haltungen vermieden werden.

Knieschmerzen beim Anwinkeln? 5 Tipps für schnelle Hilfe

Tipp 2: der richtige Sport

Ausreichend Bewegung ist also wichtig. Menschen mit Knieschmerzen sollten aber nicht ohne Weiteres jedem Sport nachgehen. Schließlich kann die falsche Bewegung die Beschwerden verschlimmern.  Mit ausgewählten Sportarten können die Gelenke geschmiert werden. Auch die Deutsche Rheumaliga rät zu sanften Bewegungsabläufen, um die Gelenke mit Nährstoffen zu versorgen, sie zeitgleich aber nicht zu überfordern. Als besonders gelenkschonend gelten Radfahren und Schwimmen. Davon profitieren die Muskeln, die Beweglichkeit und das Leistungsvermögen. Nicht zuletzt kann dadurch das Wohlbefinden gesteigert werden. Eine sanfte und gleichmäßige Bewegung bietet auch das Nordic Walking. Da sich Schmerzen individuell äußern können, sollten Betroffene für sich selbst herausfinden, welche Sportart nicht nur Spaß, sondern auch Entlastung verspricht.

Tipp 3: die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Menschen mit Knieschmerzen nehmen häufig Schmerzmittel ein, um die unangenehmen Beschwerden zu betäuben. Ein anderer Ansatz ist, mit gezielten Substanzen die Funktionsweise des Knorpels positiv zu beeinflussen. Hier haben vor allem Hyaluronsäure-Kapseln auf sich aufmerksam gemacht. Sie sollen für eine bessere Schmierung der Gelenke sorgen und so den Schmerz lindern. Zahlreiche Patientenberichte unterstützen die Theorie, dass entsprechende Präparate womöglich Abhilfe schaffen können. Neben Hyaluronsäure sind auch Glucosamin- oder Chondroitinsulfat-Präparate beliebt. Sie zielen darauf ab, die Versorgung des Knorpelgewebes zu unterstützen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte jedoch Geduld mitgebracht werden. Entsprechende Präparate benötigen einige Wochen Vorlaufzeit, bis sich die potentielle Wirkung im Körper aufbauen kann. Da es sich bei freiverkäuflichen Präparaten um Nahrungsergänzungsmitteln handelt, dürfen jedoch keine Wirk- oder Heilversprechen gemacht werden. Für viele Betroffene sind sie allerdings einen Versuch wert, da sie als gut verträglich gelten.

Tipp 4: Knorpelschlaue Ernährung

Die Ernährung übt einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus. Bei Knieschmerzen ist es ratsam, auf entzündungsfördernde Lebensmittel zu verzichten. Dazu zählen Fleisch und Wurstwaren, Milch, Weizen sowie Zucker.

Stattdessen sollte mehr Wert auf eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung gelegt werden. Vollkornprodukte und viel Gemüse eignet sich hervorragend, um Entzündungsgeschehen im Körper den Kampf anzusagen.

In Untersuchungen konnte herausgefunden werden, dass auch pflanzliche Öle dabei helfen können, das Wohlbefinden zu steigern. Besonders hervorgetan haben sich dabei Leinöl und Walnussöl. Darin sind die sogenannten Omega-3-Fettsäuren enthalten, die den Körper dabei unterstützen, Entzündungen zu beseitigen. Ein knorpelstabilisierender Effekt wird Silizium, enthalten in Kieselsäure, nachgesagt. Natürliche Lebensmittel wie Hafer, Naturreis, Gerste, Hirse und Kräutertees (Schachtelhalm oder Brennnessel) enthalten die wertvolle Substanz.

Mineralstoffe und Spurenelemente sollten fest auf dem Speiseplan stehen, denn sie unterstützen die Gelenkknorpel bei ihrer Arbeit. Vitamin B6 hilft dabei, den Knorpelbaustoff Glucosamin herzustellen. Eine gute Quelle dafür sind frische Äpfel. Ein wichtiges Thema sind auch freie Radikale. Sie entstehen durch körpereigene Stoffwechselprozesse oder durch äußere Einflussfaktoren wie Tabakkonsum. Vitamin C und Vitamin E wirken der schädlichen Wirkung von freien Radikalen entgegen. Vitamin C und E in Spinat und Selen in Brokkoli können Abhilfe schaffen.

Extratipp: sekundäre Pflanzenstoffe

Obst und Gemüse sowie Kräuter enthalten sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind hilfreich im Kampf gegen zahlreiche Erkrankungen. Besonders empfehlenswert sind Knoblauch, Blaubeeren und Orangen.

Viele Schmerzpatienten berichten von guten Erfolgen mit einem natürlichen Schmerzmittel. Demnach soll ein Gemisch aus Kreuzkümmel, Koriander und Muskat die Beschwerden lindern.

Der vermeintliche Effekt beruht auf der Tatsache, dass die Gewürze die Durchblutung in der Gelenkschleimhaut verbessern können. Dazu sollte täglich eine Messerspitze der Gewürzmischung eingenommen werden. Die pure Einnahme ist gewöhnungsbedürftig. Eine gute Empfehlung ist, die Mischung unter den Quark oder Dip zu heben.

Tipp 5: Die Macht der Gedanken anerkennen

Unsere Gedanken spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Wahrnehmung von Beschwerden und Erkrankungen geht. Das heißt natürlich nicht, dass sich Menschen mit Knieschmerzen ihre Symptome einbilden.

Trotzdem kann die Reflexion der eigenen Gefühle wichtig sein, um den Beschwerden nicht die Hauptrolle im Leben zu übertragen. Viele Menschen lassen ihren Alltag durch die Symptome bestimmen. Die Folge: sozialer Rückzug und die Unterordnung persönlicher Bedürfnisse.

Ein Tagebuch kann dabei helfen, Gefühle richtig einzuordnen und Erfolge zu dokumentieren. In schwierigen Stunden können Betroffene die Erfolgserlebnisse nachlesen und sich daran erinnern, dass Beschwerden aktiv gelindert werden können.

Auch die Aussprache mit anderen Betroffenen oder lieb gewonnenen Menschen kann dabei helfen, die psychischen Folgen der Beschwerden abzufedern. Wichtig ist, dass die Knieschmerzen nicht im Mittelpunkt des Lebens stehen. Es gibt verschiedene Hebel, die Patienten in Bewegung setzen können, um Knieschmerzen zu bekämpfen.

Fazit

Es gibt viele Ursachen, warum das Knie beim Anwinkeln schmerzt. Mit einfachen Umstellungen im Alltag kann den lästigen Beschwerden entgegengewirkt werden. Besonders wichtig ist, dass Betroffene nun keine Schonhaltung einnehmen oder sportliche Betätigungen aussetzen.

Für die Ernährung der Knorpelzellen ist Bewegung unbedingt wichtig, denn nur so gelangen die Nährstoffe an ihr Ziel. Tut das Knie beim Anwinkeln weh, sollten die Signale des Körpers nicht missachtet werden. Nun sind sanfte und gleichmäßige Bewegungen gefragt, um die Gelenke nicht zu überfordern. Radfahren und Schwimmen haben sich dabei besonders bewährt.

Auch Nahrungsergänzungsmitteln wie Hyaluronsäure-Kapseln können laut Erfahrungsberichten dabei helfen, Schmerzen zu lindern. Die Ernährung nimmt eine übergeordnete Rolle ein. Schließlich geht es bei Knieschmerzen darum, Entzündungsprozessen den Garaus zu machen. Das gelingt mit viel frischem Obst und Gemüse. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe stellen Antioxidantien bereit, die aggressiven freien Radikalen die Stirn bieten.

Nicht zuletzt sollte auch die Macht der Gedanken nicht unterschätzt werden. Eine positive Grundeinstellung und die regelmäßige Reflexion der eigenen Gefühle drängen die Beschwerden dorthin, wo sie hingehören: in die Nebenrolle. Trotzdem sind regelmäßige Arztbesuche wichtig, um die körperlichen Signale anzuerkennen und konkrete Behandlungsansätze einleiten zu können.

Bildquelle: pixabay.com

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