Umzug in Berlin – von der Wohnungssuche bis zum Möbeltransport

Lebensumstände und Bedürfnisse verändern sich. Deswegen ist es nur natürlich, dass Menschen auch innerhalb einer Stadt umziehen. Gerade in Berlin kommt das häufig vor, denn die Stadtteile unterscheiden sich stark voneinander. Wo es einem als Student noch gefallen hat, möchte man als frisch gebackenes Elternteil vielleicht nicht mehr leben.

Den richtigen Kiez finden

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, wo sich die neue Wohnung befinden soll. Berlin ist groß und vielfältig, sodass es für jeden Geschmack den passenden Kiez geben dürfte. Wer besonders zentral und mitten im Trubel leben möchte, ist in Berlin-Mitte gut aufgehoben. Ein lebendiges Nachtleben gibt es hingegen in Friedrichshain oder in Kreuzberg, während der Prenzlauer Berg bei Familien sehr beliebt ist. Wer ein enges Budget hat, sollte hingegen eher danach auswählen, wo es besonders günstig ist. Das ist zum Beispiel in Marzahn der Fall, wobei das natürlich nur im Vergleich zu anderen Stadtteilen gilt. Die Preise in der deutschen Hauptstadt sind nämlich leider überall relativ hoch.

zwei Männer machen einen Umzug

Auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt bestehen

Es ist kein Geheimnis, dass der Berliner Wohnungsmarkt eine Katastrophe ist und selbst Menschen mit einem guten Einkommen Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden. Das bedeutet aber nicht, dass es unmöglich ist! Mit den folgenden Tipps wird es hoffentlich einfacher, gegen die Mitbewerber zu bestehen.

Schnell sein

Sobald Vermieter eine Wohnung inserieren, werden sie in der Regel mit Anfragen bombardiert, weswegen viele Annoncen schnell wieder herausgenommen werden. Du solltest also schnell sein und sofort reagieren, wenn du eine Wohnung siehst, die dir gefällt. Viele Vermieter veranstalten nämlich gar keine der berüchtigten Massenbesichtigungen, sondern laden einfach nur die ersten drei oder vier Bewerber ein, die ihnen aufgrund ihrer Bewerbung vernünftig erscheinen.

Einen Blick in die Zeitung werfen

Auch wenn heute zahlreiche Wohnungen über das Internet vermietet werden, kann es sich lohnen, nach Anzeigen in der Zeitung Ausschau zu halten. Der eine oder andere Vermieter älteren Semesters stellt dort vielleicht noch seine leere Wohnung ein. Der Vorteil ist, dass bei solchen Objekten die Konkurrenz viel geringer ist.

Vitamin B nutzen

Wer in den nächsten Monaten einen Umzug innerhalb von Berlin plant, sollte unbedingt all seine Freunde und Bekannten darüber informieren. Die Chancen, dass irgendjemand jemanden kennt, der bald aus seiner Wohnung auszieht, stehen hoch. Mit etwas Glück lässt sich so eine neue Bleibe über Beziehungen finden. Wenn das Einkommen und die Bonität stimmen, lassen sich Vermieter oft davon überzeugen, Mieter anzunehmen, die vom Vormieter vorgeschlagen werden. Damit sparen sie sich nämlich viel Stress.

Bei der eigenen Hausverwaltung nachfragen

Wer schon eine Wohnung in Berlin hat und in einem Gebäude lebt, dass von einer Hausverwaltung und nicht vom Vermieter selbst verwaltet wird, kann dort nachfragen, ob sie vielleicht eine andere Wohnung haben, die den neuen Lebensumständen gerecht wird. Falls man sich vorher als zuverlässiger Mieter gezeigt hat, kann das unter Umständen Früchte tragen.

Den Transport organisieren

Um die Möbel und den Hausrat zur neuen Berliner Adresse zu bringen, wird unbedingt eine Transportmöglichkeit benötigt. Wer es schafft, ausreichend Freunde zum Tragen der Möbel zusammenzutrommeln, kann einfach einen Transporter mieten. Das ist eine günstige, aber natürlich sehr zeitintensive und anstrengende Variante. Viel komfortabler ist es natürlich, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Glücklicherweise sind Umzüge innerhalb einer Stadt oft günstiger als von einer Stadt in die andere. Das liegt daran, dass das Umzugsunternehmen den Umzugswagen nicht auch noch in die Ausgangsstadt zurückbringen muss. Außerdem ist ein Umzug innerhalb von Berlin meist schnell erledigt. Je weniger transportiert werden muss, desto zügiger ist die Sache erledigt. Deswegen sollte vor dem Umzug ordentlich ausgemistet werden. Alles, was nicht mehr benötigt wird, muss auch nicht in die neue Wohnung geschleppt werden.

Tipp: Manche Umzugsunternehmen in Berlin und Umgebung schicken auch einfach nur Möbelpacker vorbei ohne Transporter vorbei. Wer also schon einen Wagen gemietet hat und auch ein paar Umzugshelfer hat, aber noch ein bisschen Unterstützung braucht, kann diese Variante wählen.

Adressen ändern und Nachsendeauftrag stellen

Nach dem Umzug sollte unbedingt die Adresse bei allen wichtigen Versicherungen, Banken und Ärzten geändert werden. Um ganz sicherzugehen, ist es außerdem sinnvoll, für die ersten drei Monate einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post zu stellen. Dann werden Briefe, die an die alte Adresse geschickt werden, zum neuen Wohnort nachgeliefert.

Ummeldung beim Bürgeramt

Eine wichtige bürokratische Aufgabe ist die Ummeldung beim Bürgeramt. Sie sollte innerhalb von einer Woche nach dem Umzug erfolgen. Dabei sind die Bürger nicht an das Bürgeramt in ihrem Stadtteil gebunden. Sie können sich auch an eine der anderen Stellen auf dem Stadtgebiet wenden. Das Amt registriert dann die neue Adresse und ändert sie in den Ausweisdokumenten. Wer einen Reisepass besitzt, sollte diesen zusätzlich zum Personalausweis mitbringen. Gegebenenfalls ist dafür ein Urlaubstag notwendig, denn leider muss man zur Ummeldung nach wie vor persönlich erscheinen. Manche Arbeitgeber gewähren für einen Umzug auch einen oder sogar zwei Tage Sonderurlaub.

weiterführende Links:

Studentische Umzugshelfer Berlin – für ihren Umzug: studenten-umzug.berlin
Online-Terminvereinbarung bei Berliner Behörden: service.berlin.de

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