Outdoor-Hundefotografie beim Wandern

Wandern mit dem Hund ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Deutschland bietet mit der Küste von Nord- und Ostsee, dem Bayerischen Wald, dem Schwarzwald und anderen abwechslungsreichen Naturlandschaften die perfekte Kulisse. Wer die Aktivitäten mit seinem Tier auf Fotos festhalten möchte, wird einiges an Zeit und Geduld mitbringen müssen. Wir haben einige Tipps für die gelungene Outdoor-Hundefotografie parat.

ein Hund liegt neben eine Fotokamera

Wie macht man gute Outdoor-Hundefotos?

Wichtig ist, sich beim Fotografieren auf Augenhöhe mit dem Hund zu begeben. Die Fotos werden viel authentischer und spannender, wenn die Perspektive gewechselt wird. Die Kamera tiefer zu positionieren, hat einen weiteren Vorteil. Dadurch erweitert sich der Raum nach hinten. Die Fotos wirken viel tiefer und weitläufiger, was für die Outdoor-Fotografie am Meer oder in den Bergen natürlich ideal ist.

Wer erst mit der Tierfotografie beginnt, sollte bei den ersten Aufnahmen das Tier zunächst ausklammern und einige Aufnahmen von der Umgebung schießen. Dabei entspannt sich auch der Hund. Sind alle Einstellungen gefunden, wird der Hund einbezogen und in Position gebracht oder einfach in seinen ganz natürlichen Bewegungen und Posen abgelichtet.

Ein wichtiger Faktor sind die beim Shooting vorherrschenden Lichtverhältnisse. Die intensive Mittagssonne ist keine gelungene Kulisse. Die Bild-Ästhetik leidet enorm darunter. Hier kann nur mit HSS oder intensiven Blitzen gegengesteuert werden. In der Mittagszeit lassen sich im Schatten und bei wolkigem Himmel eindeutig die besseren Fotos machen.

Der Fokus sollte eindeutig auf dem Vierbeiner liegen. Wer beim Fotografieren ruhig und gelassen bleibt, wird entspannte Hunde-Fotos erhalten. Stress und Ungeduld projizieren sich dagegen schnell auf das Tier und machen das Shooting für Zwei- und Vierbeiner wenig entspannt und produktiv.

Tipp: Ohne Leckerlis keine gute Hunde-Fotografie.

Wer sich actiongeladene Fotos wünscht, sollte bei der Outdoor-Hundefotografie einiges beachten:

  • Autofokus immer auf dem Motiv belassen (kontinuierliche Motiv-Fokussierung)
  • Objektiv abblenden (bringt mehr Schärfe ins Bild)
  • Verschlusszeit der Blende zwischen 1/640s und 1/1200s (friert Bewegungen ein)
  • Serienbilder aufnehmen (abhängig von der Kamera sechs bis zwölf Bilder möglich)

Was benötigt man für Outdoor-Hundefotos?

Bei guten Outdoor-Hundefotos spricht einiges gegen die Verwendung der Smartphone-Kamera. Selbst besonders leistungsfähige Handykameras besitzen kleinformatige Bildsensoren. Durch die kompakte Bauweise ist ein Smartphone generell eingeschränkt. Zum Beispiel steht kein physischer Zoom zur Verfügung. Der digitale Zoom wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus. Weiterhin lassen sich am Handy keine schnellen Regelungen und Einstellungen vornehmen, da die entsprechenden Bedienelemente fehlen. Hunde fragen nicht danach und verharren oft nur Sekunden in der gewünschten Position.

Erste Versuche können natürlich mit dem Smartphone unternommen werden. Schließlich stellt eine Kamera beim Wandern auch zusätzlichen Ballast dar. Wer Spaß an dem Hobby findet, sollte über die Anschaffung vollwertiger Kameras nachdenken.

Dies muss kein hochprofessionelles Gerät sein. Wichtig sind folgende Features:

  • Das Objektiv sollte manuelle Einstellmöglichkeiten für Zoom und Blendenzahl besitzen.
  • Einblick sollte durch Okular möglich sein. Bei einer besonders hellen Umgebung ist ein Sichtfenster für das Auge gegenüber einem Bildschirm auf der Kamerarückseite vorteilhafter.
  • Kann die Kamera verschiedene Objektive aufnehmen, erweitert dies die Möglichkeiten und ist wechselnden Bildsituationen am Meer und in den Bergen optimal angepasst.

Neben der passenden Kamera kommt es bei der gelungenen Hunde-Fotografie auf weiteres Equipment an:

  • Leckerlis als Bestechung, Ablenkung und Belohnung
  • Foto-Reflektor, der natürliches Licht auf den Hund lenkt und dazu dient, dunkle Stellen auszuleuchten. Bei Hunden mit dunklem Fell kann dieses Feature die Fotos entscheidend verbessern.
  • Stativ für die Kamera, Klemmhalter, wenn mit dem Handy fotografiert wird
  • Hundespielzeug, wie Stöcke, Seile oder Bälle für mehr Action auf dem Foto
  • Isomatte als Unterlage, um beim Fotografieren auf Augenhöhe mit dem Hund gehen zu können oder als Sitz- und Rastmöglichkeit unterwegs

Hinweis: Wer nicht allein wandert, ist bevorteilt, denn eine zweite Person, die mit dem Tier vertraut ist, kann den Hund gut beruhigen oder ablenken.

Nicht gebraucht wird dagegen ein Blitz. Die in Smartphones integrierten Blitze lassen sich kaum einstellen und lenken. Wird mit zusätzlichen Blitzen gearbeitet, gestaltet sich die Einstellung und Bedienung der Kameras noch schwieriger, als sie für Anfänger ohnehin schon ist.

Wie viel kostet ein Hunde-Fotoshooting?

Die Preise sind abhängig von Art und Umfang des geplanten Shootings. Wer sich ein Einzelfoto wünscht, wird pro digitales und professionell bearbeitetes Foto etwa 20 Euro zahlen. Üblich sind auch Paketpreise, wie etwa fünf Fotos zum Preis von 100 Euro.

Soll der Hund professionell im Freien abgelichtet werden, kommen Kosten für den Mehraufwand und die Anfahrt dazu. Auch ein Outdoor-Shooting ist preislich an die Anzahl der Bilder geknüpft. Wer ein Einzelbild möchte, wird mit etwa 300 Euro rechnen müssen. Für eine Foto-Serie des Tieres in verschiedenen Posen liegen die Preise bei 500 bis 800 Euro.

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