Verkehrssicherheit in Deutschland

Bei absoluter Verkehrssicherheit sind alle Teilnehmer am Straßenverkehr vor Schäden geschützt. Dabei geht es nicht nur um Personen-, sondern auch um Sachschäden. Durch eine Vielzahl von Regeln und Vorschriften soll die bestmögliche Verkehrssicherheit gewährleistet werden. Diese werden in Deutschland in der Straßenverkehrsordnung zusammengefasst.

Kinder werden von einem Schülerlotsen zum Bus geführt
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Verkehrssicherheit: Die Beseitigung von Risiken

Auch bei Einhaltung der vorhandenen Regeln und Vorschriften ist es nicht immer möglich, Unfälle vollständig zu vermeiden. Denn im Straßenverkehr treffen eine Vielzahl an verschiedenen Verkehrsteilnehmern unter wechselnden Bedingungen aufeinander. Eine kleine Unachtsamkeit oder ein plötzlicher Wetterwechsel reichen manchmal schon aus und lösen einen Unfall aus. Um dennoch ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit gewährleisten zu können, werden eine Reihe von Maßnahmen angestrengt, die über die Straßenverkehrsordnung hinausgehen. Manche davon werden vonseiten der Behörden durchgeführt. Andere lassen sich auch von einzelnen Verkehrsteilnehmern individuell umsetzen.

  • Verkehrskontrollen zur Einhaltung der Verkehrsregeln
  • Optimierung der Verkehrswege durch Beseitigen möglicher Gefahrenquellen
  • Bessere Beschilderung an gefährlichen Stellen
  • Freiwilliges Verkehrssicherheitstraining
  • Verkehrserziehung bei Kindern

Was außerdem zur Verkehrssicherheit gehört

Im Volksmund wird die Verkehrssicherheit meist im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr gesehen. Tatsächlich beschreibt sie aber auch die Vermeidung von Risiken in anderen Verkehrsbereichen:

  • Schienenverkehr
  • Schifffahrt
  • Flugverkehr

Da die meisten Privatleute aber selten ein Flugzeug, ein Schiff oder einen Zug steuern, sind die individuellen Regeln in diesen Verkehrsbereichen für sie unbedeutend. Schließlich müssen sie diese nicht selbst aktiv befolgen. Die Verantwortung liegt hier beim Gesetzgeber und bei den Betreibern der jeweiligen Verkehrsbetriebe oder Fluggesellschaften.

Lohnt sich ein Verkehrssicherheitstraining?

Ein Verkehrssicherheits- oder Fahrsicherheitstraining stellt eine gute Möglichkeit dar, sicherer zu fahren und auf verschiedene Situationen angemessen zu reagieren. Nicht nur Fahranfänger, sondern auch erfahrene Autofahrer können davon profitieren. Denn unvorhergesehene Ereignisse können ständig passieren. Es können individuelle Trainings für Pkw oder Motorrad absolviert werden. Die Inhalte können je nach Anbieter ein wenig variieren. In der Regel werden aber folgende Punkte in einem Fahrsicherheitstraining abgehandelt:

  • Einschätzung von Gefahrensituationen
  • Ausweichmanöver
  • Slalomfahrten
  • Unter- und Übersteuern
  • sicheres Rückwärtsfahren
  • richtig bremsen
  • Fahren auf verschiedenen Untergründen

Tipp: Sie können beispielsweise an einem Fahrsicherheitstraining beim ADAC oder beim TÜV teilnehmen.

Warum Verkehrserziehung bei Kindern so wichtig ist

Den meisten Menschen sind die Verkehrsregeln in Fleisch und Blut übergegangen. Sie haben sie von ihren Eltern, in der Schule und beim Führerschein immer wieder gelernt. Wie verinnerlicht und automatisiert einige Verhaltensweisen sind, wird vielen erst bewusst, wenn sie das erste Mal Urlaub in einem Land mit Linksverkehr machen. Wir schauen, ohne nachzudenken, immer zuerst nach links, dann nach rechts und bevor wir die Straße überqueren, noch einmal nach links. Wie wichtig das in Deutschland ist, wird klar, sobald man in England einmal fast deswegen überfahren worden ist.

Damit Kinder diese Regeln ebenso verinnerlichen, benötigen sie eine ordentliche Verkehrserziehung. Diese vermittelt aber noch viel mehr. Denn sie bringt den Kindern auch umsichtiges und vorausschauendes Verhalten bei, zeigt ihnen, wie sie bestimmte Situationen bewerten sollten und wie sie darauf reagieren müssen. Denn sicheres Verhalten im Straßenverkehr ist ein Zusammenspiel aus gut eingeprägten Regeln, einem schnellen Reaktionsvermögen und vorausschauendem Handeln.

Ab wann ist die Verkehrserziehung sinnvoll?

Die Verkehrserziehung sollte möglichst früh beginnen. Denn sobald Kinder selbstständig im Straßenverkehr unterwegs sind, müssen sie die Grundregeln für einen sicheren Schulweg beherrschen. Bei den meisten Kindern ist das spätestens ab der ersten Klasse der Fall, wenn sie den Schulweg selbst meistern müssen. Die Zeit im Kindergarten eignet sich dementsprechend hervorragend für die Verkehrserziehung. Diese kann auf dem gemeinsamen Weg zum Kindergarten durch die Eltern, aber auch in der Einrichtung selbst stattfinden.

Was sollte besonders beachtet werden?

Kinder sind abhängig vom Alter unterschiedlich fit, was ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr vorausschauendes Denken angeht. Deswegen sollten sie mit der Verkehrserziehung zwar gefordert, aber niemals überfordert werden. Besonders wichtig ist außerdem, dass Kinder schon früh lernen, sich auf verschiedene Arten im Straßenverkehr fortzubewegen und nicht nur als Fußgänger unterwegs zu sein. Auch auf dem Fahrrad, dem Roller oder mit Inlineskates sollten sie in der Lage sein, die Verkehrsregeln einzuhalten und die verschiedenen Geschwindigkeiten einzuschätzen.

Wie lässt sich die Verkehrssicherheit erhöhen?

Um die Verkehrssicherheit in den Bundesländern zu optimieren und die Anzahl der Unfälle weiter zu reduzieren, gibt es verschiedene Ansätze. Einige davon treffen jedoch in der Bevölkerung auf große Gegenwehr. Hier gilt es ein Bewusstsein für die Notwendigkeit zu schaffen. Unter anderem könnten folgende Ideen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gehören:

  • Strengere Tempolimits
  • Höhere Bußgelder
  • Regelmäßige Auffrischungen für Inhaber eines Führerscheins
  • Einsatz moderner Fahrzeugtechniken

Große Hoffnung liegt auf den sogenannten Fahrassistenzsystemen, welche in der Zukunft dazu beitragen sollen, das Unfallrisiko deutlich zu verringern. Spurhalte- oder Notbremsassistenten können einspringen, wenn die Aufmerksamkeit des Fahrers nachlässt. Allerdings bergen die Systeme auch einige Risiken. Denn sie können eine vollständige Sicherheit bieten. Der Fahrer muss dennoch aufmerksam bleiben. Anzunehmen, dass die Fahrassistenzsysteme allein für eine erhöhe Verkehrssicherheit sorgen, ist zumindest nach dem heutigen Stand der Technik ein Trugschluss. Vielmehr sieht es so aus, dass durch die Kombination aus aufmerksamem Fahren und Assistenzsystemen eine erhöhte Sicherheit auf den Straßen geschaffen werden kann.

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