Der Sportbootführerschein in Deutschland

Der Sportbootführerschein, kurz SBF, ist in Deutschland eine amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von Sportbooten auf Binnen- oder Seegewässern. Dadurch dass man den Sportbootführerschein nicht auf einen alleinigen Schein beschränken kann, folgt nun die Aufteilung in die beiden möglichen Arten.

Der Sportbootführerschein in Deutschland

Der Sportbootführerschein Binnen

Der erste der beiden Scheine wird im Fachjargon mit dem Namen SBF Binnen gekennzeichnet. Dieser berechtigt, wie der Name bereits erahnen lässt, zum Führen von Segel- oder Motorbooten auf Binnenstraßen im deutschen Raum. Zum Erwerb dieser Fahrerlaubnis, muss der Inhaber beim BSF Binnen Segel ein Mindestalter von 14 Jahren haben, wohingegen man beim BSF Binnen Motor bereits das 16. Lebensjahr vollendet haben muss.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist ein ärztliches Attest, welches Einschränkungen des Hör- und Sehvermögens ausschließt. Zudem zwingend erforderlich ist entweder ein abgeschlossener KFZ-Führerschein oder ein Führungszeugnis der Kategorie O.

Prüfungsthemen für den SBF Binnen

Die theoretische Prüfung im Rahmen des SBF Binnen beinhaltet folgende Themenfelder. So behandelt man das Schifffahrtsrecht, die Seemannschaft, die Wetterkunde, sowie Fragen zum Binnengewässer. Im Praktischen liegt der Fokus auf Manövern im Binnenraum, ebenso wie auf der Knotenkunde. Die Fragebögen der Theorie beinhalten 30 Fragen zu den eben genannten Themen.

Typ zwei: Sportbootführerschein See

Als eine nächste Stufe zum SBF Binnen, kann man den SBF See sehen, welcher zwingend notwendig ist, möchte man ein Boot mit mehr als 15 PS führen. Allerdings muss gesagt werden, dass der Sportbootführerschein See den Sportbootführerschein Binnen weder beinhaltet, noch voraussetzt. Die Bedingungen, um diese Berechtigung zu erhalten sind in allen Bundesländern nahezu identisch derer, welche zum SBF Binnen vorausgesetzt sind. So ist hier ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben, welches zudem durch ein ärztliches Attest ebenso wie durch einen Zuverlässigkeitsnachweis ergänzt werden muss. Dieser Nachweis erfolgt hier ebenso in Form eines bereits vorhandenen KFZ-Führerschenins oder durch ein amtliches Führungszeugnis der Kategorie O.

Prüfungsthemen für den SBF See

Die Prüfung des Sportbootführerscheins See gliedert sich, ähnlich wie beim bekannten KFZ-Führerschein, in zwei Felder. Zum einen werden die theoretischen Grundlagen geprüft, bevor die praktische Prüfung erfolgt. In der Theorie wird das Wissen zu Themen wie Navigation, Seefahrt- oder Fahrzeugkunde oder Wetterkunde in Form eines Fragebogens mit 30 Fragen getestet. In der Praxis werden Aufgaben zu bestimmten Fahrmanövern gestellt. Zudem muss hier die Knotenkunde nachgewiesen werden.

Kosten in angemessenem Rahmen

Einen wohl wichtigen Punkt für alle Interessenten eines solchen Führerscheins stellt wohl immer auch die Frage nach den damit verbundenen Kosten dar. Laut Aussage des Lehrbuchautors im Deutschen-Segelverband, betragen die Gebühren rund 250-300€.
So kommt neben der Prüfungsgebühr in Höhe von 110€ noch die Gebühr für die Theorieausbildung in Höhe von 40€ dazu. Ein weiterer Kostenpunkt ist das ärztliche Attest, welches in den meisten Fällen etwa 25€ kostet. Die praktischen Prüfungen obliegen den einzelnen Landesverbänden und variieren im Kostenpunkt daher oft erheblich. So liegt die Spanne hier im Bereich von 50-150€. Die Kosten für jeden der beiden Typen sind völlig identisch, da in beiden Fällen die gleichen Voraussetzungen bzw. Prüfungsaufgaben zu Grunde liegen. Beim Ablegen beider Prüfungen an derselben Prüfstelle sinken allerdings die Gesamtkosten um etwa 50€.

Bildquelle: pixabay.com

Schreibe einen Kommentar