Die 10 schönsten Rudertouren im Raum Brandenburg

In Brandenburg gibt es 30 000 Kilometer Fließgewässer. Davon sind etwa 6.500 Kilometer geeignet, diese mit dem Ruderboot zu erkunden. Dort zeigt sich eine sanfte Strömung, fast so, als würde man über dem Wasser schweben. Wer auf der Suche nach viel Ruhe ist und die Natur mag, der ist dort genau richtig. Die Umgebung vom Spreewald, aber auch die Wassersportregionen Oder-Havel und Havel-Elbe warten darauf, entdeckt zu werden.

1. Durch die Lychener und Templiner Gewässer rudern

Bei einer Tour durch die Lychener und Templiner Gewässer entdeckt der geneigte Naturliebhaber ein Wasserrevier in Brandenburg, das zu den ursprünglichsten zählt. Dort ist die Havel besonders kurvenreich und führt zu abenteuerlichen Inseln und Wäldern, die nahezu unberührt zu sein scheinen. Wer genau aufpasst, kann dort mit ein wenig Glück einen Fischotter oder Biber erspähen.

2. Von der Kleinen Elster geht es weiter zum Kleinen Spreewald

Dort, wo sich die Kleine und Schwarze Elster befinden, zeigt sich das Niederlausitzer Urstromtal mit der Elsterniederung und ihren weiten Grünflächen und Bruchwäldern, welche das Landschaftsbild sehr prägen. Mit dem Ruderboot geht es durch viele reizvolle Flusslandschaften, die die Kleine Elster zu bieten hat. Am Uferrand befinden sich Eicheln und Erlen, die im Sommer wohltuenden Schatten spenden.

3. Auf zur Stepenitz-Tour

Bei der Stepenitz-Tour entdecken Ruderer den saubersten Schluss in ganz Brandenburg. Er führt vorbei an weiten Flächen und saftigen Wiesen, die als Heimat für seltene Pflanzen und Tiere dienen. Die Strömung der Stepenitz ist langsam. Dort gibt es immer wieder Rastplätze, an denen Pause gemacht werden kann. Zwischen Neue Mühle und Wolfshagen fließt die Stepenitz durch ein atemberaubendes Naturschutzgebiet.

4. Eine kleine Tour durch Brandenburg

Am historischen Zentrum von Brandenburg fließen zwei Wasserwege vorbei. Dabei handelt es sich einmal um den Brandenburger Stadtkanal und um die Brandenburger Niederhavel. Es geht vorbei an den Ufern der mittelalterlichen Stadtzentren Dominsel, Neustadt und Altstadt. Bei einer Tour durch die schöne Innenstadt können immer wieder bedeutende Baudenkmäler bewundert werden.

5. Vom Finowkanal über den Werbellinkanal zum Werbellinsee

Beim Finowkanal handelt es sich um die älteste Wasserstraße in Deutschland, die noch befahrbar ist. Dort geht es vorbei an dreizehn historischen Schleusen, die noch per Hand betrieben werden. Der Werbellinkanal ist die Verbindung zum sogenannten Märchenplatz, eigentliche Schorfheide. Dann geht es zum Werbellinsee.

6. Zwischen Kremmen und Linum den Storchenort erleben

Der Ort Rhinluch befindet sich südlich der Stadt Neuruppin, nämlich zwischen Kremmen und Linum, dem sogenannten Storchenort. Dort ist ein sehr naturnahes Revier in Brandenburg zu finden. Während der gesamten Tour sind immer wieder seltene Pflanzen und Vögel zu sehen. Im Sommer finden sich in Linum regelmäßig Störche ein. Die Tour selbst beginnt am Hafen von Linum. Es ist aber auch möglich, sie am Hotel Seelodge zu starten. Von Linum aus geht es zum Alten Rhin, dann zum Linumhorst, bis die Tour schließlich in Kremmen endet.

7. Von der Schwarzen Elster über Bad Liebenwerda bis nach Herzberg

Bei der Schwarzen Elster handelt es sich um einen flachen Fluss. Dieser ist perfekt zum Paddeln geeignet. Die Tour mit dem Ruderboot beginnt in Bad Liebenwerda und führt nach Herzberg. Überall auf dem Weg gibt es Anlegestellen von denen aus Rastplätze erreicht werden können.

8. Den Naturpark Westhavelland erkunden

Der Naturpark Westhavelland ist mal gerade, dann wieder breit. Er zeigt sich manchmal auch kurvenreich und schmal. Wer sich dort befindet, kann in aller Seelenruhe die Natur bewundern und sie genießen. Besonders schön ist es hier im Herbst und im Frühling. Zu dieser Zeit versammeln sich dort Schwäne, Gänse und Kranichen, um vor Ort zu dinieren.

9. Guben und Ratzdorf auf der Neiße bewundern

Es lohnt sich auch, auf der Neiße zu fahren. Der Beginn der Tour erfolgt in Guben. Dann geht es stromabwärts wieder vorbei an schönster Natur, die nahezu unberührt ist. Dabei bleibt der Alltag weit zurück. In diesem Gebiet halten sich Eisvögel, Biber und Fischreiher auf. Abhängig vom Wasserstand bieten Sandbänke die Möglichkeit, eine erholsame Pause einzulegen.

10. Eine Eiszeittour durch das Ruppiner Seenland

Dort lohnt es sich, Schnorchel, Taucherbrille und Bootswagen mitzunehmen. Auffällig sind vor allem die kristallklaren Bäche und Seen dort. Nirgendwo in Norddeutschland gibt es solche Wasserwege nochmal, bei denen die Sicht bis maximal acht Meter unter der Oberfläche möglich ist. Mitunter erscheint es, als würde man sich in einem riesigen Aquarium befinden.

Die schönsten zehn Rudertouren auf einen Blick:

– durch die Lychener und Templiner Gewässer rudern
– von der Kleinen Elster geht es weiter zum Kleinen Spreewald
– auf zur Stepenitz-Tour
– eine kleine Tour durch Brandenburg
– vom Finowkanal über den Werbellinkanal zum Werbellinsee
– zwischen Kremmen und Linum den Storchenort erleben
– von der Schwarzen Elster über Bad Liebenwerda bis nach Herzberg
– den Naturpark Westhavelland erkunden
– Guben und Ratzdorf auf der Neiße bewundern
– eine Eiszeittour durch das Ruppiner Seenland

Wichtige Tipps beim Rudern

Beim Rudern ist es wichtig, immer wieder hinter sich zu schauen. Es kann lebenswichtig sein, das regelmäßig zu tun. Das liegt daran, dass Schiffe in der Regel schneller sind als Ruderboote. Ein modernes Binnenschiff, das nicht beladen ist, schafft 20 Kilometer pro Stunde. In einigen Gebieten ist es Schnellbooten sogar erlaubt, die Geschwindigkeit noch zu erhöhen. Gefahr kommt immer aus der Richtung, in der gerudert wird. Ein Blick zurück kann Unfälle verhindern.

Das Tragen von greller Schutzkleidung ist Pflicht

Ruderer fahren flach über Wasser und fallen in ihrem kleinen Boot nicht sofort auf. Das lässt sich aber schnell mit greller Kleidung in Orange oder Gelb ändern. Die Sichtbarkeit wird sofort verbessert. Nur auf diese Weise sind Ruderer sicher.

Den toten Winkel nicht vergessen

Der tote Winkel in Bezug auf die Berufsschifffahrt kann bei maximal enormen 350 Metern liegen. Wer sich innerhalb dessen befindet, kann von anderen Schiffern nicht gesehen werden. Jeder Ruderer sollte deshalb dafür sorgen, dass er rechtzeitig Geschwindigkeit und Kurs ändert, um sichtbar zu bleiben. Falls das Steuerhaus des Binnenschiffs zu sehen ist, ist der Ruderer auch für den Schiffer sichtbar.

Die gefahrene Kurs muss immer deutlich sein

Der Ruderer muss früh genug zu erkennen geben, was er zu tun gedenkt. Plötzliche Änderungen des Kurses sind nicht empfehlenswert. Befindet er sich auf großer Distanz vor einem Schiff, das sich nähert, darf die Geschwindigkeit nicht unvermittelt reduziert werden. Besser ist, dem Schiff ausreichend Platz zu machen. Das gilt speziell in der Nähe von Kurven oder von Hafenaus- und einfahrten. Dort benötigen Berufsschiffe sehr viel Platz, sodass sich Wellenschlag und Sogeffekt nicht immer vermeiden lassen. Deshalb ist es wichtig, in der Nähe von Hafenmündungen und in Kurven nicht still zu bleiben.

Kooperation mit allen heran- und vorbeifahrenden Schiffen ist wichtig

Falls sich Schiffe nähern oder am Ruderboot vorbeifahren möchten, ist es wichtig, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Das Ruderboot muss genug Platz machen und die Geschwindigkeit reduzieren, jedoch nicht aus heiterem Himmel. Um so schneller das Schiff an ihm vorbeifährt, desto schneller kann es wieder rudern. Das Rudern nebeneinander ist nur dann erlaubt, wenn keine weiteren Schiffe zu sehen sind.

Nur bei guter Sicht rudern

Sind die Sichtverhältnisse schlecht, sind Berufsschiffer nur mit Radar- und Funkgeräten unterwegs. Während der Fahrt sprechen sie sich via Funk mit anderen Schiffern ab, wie sie aneinander vorbeifahren sollen. Mit einem Ruderer ist das nicht möglich. Außerdem sind Ruderboote nur schlecht auf dem Radarschirm zu sehen. Daher ist das Rudern erst ab einer Sichtweite von 1.000 Metern empfehlenswert. Das Rudern bei Nacht oder Dunkelheit sollte ganz vermieden werden.

Bildquelle: pixabay.com
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