Die Vorteile von Elektroautos

Danke Tesla!

Seien wir mal ehrlich: Was Elektroautos angeht, da gibt es die Zeit vor und die Zeit nach Tesla. Bevor Elon Musk mit einem schicken kleinen E-Roadster um die Ecke kam, war das Elektroauto eine eher traurige Gestalt: Lahme Kisten mit lächerlichem Design und erschreckendem Fahrverhalten waren das, was man schlechterdings mit einem Elektroauto in Verbindung gebracht hat. Spätestens seit dem unverschämt erotischen “Model S” von Tesla hat sich das aber grundlegend geändert. Das Elektroauto von heute kann was. Und was es kann, kann es meist besser als die herkömmlichen Verbrenner. Für die traditionelle Fahrzeugtechnik ist aber definitiv die Zeit des Abschieds gekommen. Schon heute kann ein Elektroauto mit Vorteilen punkten, von denen ein Verbrenner nur träumen kann.

Elektroauto wird gerade aufgeladen

Durchbruch mit Handy-Akkus

Zugegeben, einen Tesla Roadster hätte es nicht gegeben, wenn die Speichertechnik nicht so enorme Fortschritte gemacht hätte. Bis zum Aufkommen der Lithium Ionen Akkus gab es nur die schweren Bleibatterien oder die schrecklich unzuverlässigen Akkus mit Nickel-Cadmium-Technik. Deren gefürchteter “Memory Effekt” sorgte dafür, dass sie nur eine kurze Lebensdauer hatten. Die Lithium-Ionen Akkus konnten aber das bieten, was der Nutzer von heute verlangt: Lange Lebensdauer, schnelle Aufladefähigkeit, niedriges Gewicht und hohe Zuverlässigkeit. Aus diesen Gründen wurde der erste Elektro-Sportwagen von Tesla tatsächlich auch mit Handy-Akkus betrieben. Damit begann der Siegeszug der Elektroautos, der gerade erst so richtig in Fahrt kommt.

Vorteile des Elektroautos gegenüber dem Verbrenner

Die Vorteile des Elektroautos gegenüber dem Verbrennungsmotor sind mannigfaltig. Wir haben Ihnen hier 10 der hervorstechendsten Vorteile aufgelistet:

  • Besseres Handling mit der Speicherenergie
  • Einfachere Technik
  • Längere Lebensdauer des Autos
  • Niedrigeres Gewicht des ganzen Fahrzeugs
  • Emissionsfreier Betrieb
  • Flüsterleises Fahren
  • Hocheffiziente Verwertung der gespeicherten Energie
  • Dezentrale Energiespeicherung
  • Enorme Kaufanreize
  • Technisch noch ganz am Anfang

Ein Elektroauto tankt keinen “Kraftstoff” in Form von Diesel, Benzin oder Erdgas, sondern es “tankt” Strom. Dabei fließt keine brennbare Flüssigkeit von A nach B, sondern ein Akku wird aufgeladen. Das macht den Tankvorgang schon wesentlich sicherer. Herumschwappendes Benzin oder brennbare Dämpfe entstehen an einem Elektrofahrzeug nicht.

Ein Elektrofahrzeug besteht aus Akku, Karosserie, Motor und einer Kraftübertragung an die Räder – mehr nicht. Wenn das Elektroauto auch noch mit Radnaben-Motoren ausgestattet ist, hat es noch weniger Baugruppen, die es herum fahren muss. Im Vergleich zum Verbrennungsmotor fallen damit folgende Komponenten weg:

  • Abgassystem samt Abgasreinigung
  • Kraftstoff-Leitsystem samt Einspritzung
  • Luftansaugsystem
  • Ölschmierung
  • Motorkühlung
  • Getriebe
  • Kupplung
  • Verbrennungsmotor mit hunderten beweglichen Teilen.

Diese ganzen Komponenten hat ein Elektrofahrzeug nicht. Ein Elektromotor besteht aus einem Rotor und einem Stator – und mehr eben nicht. Dieser muss zwar auch ein wenig gekühlt werden. Das ist aber noch problemlos mit einer Luftkühlung umsetzbar. Die Komponenten, die der Verbrennungsmotor mit sich herum tragen muss sind nicht nur schwer, sie fressen auch viel Energie: Das Abgassystem erzeugt einen Rückstau, im Motor und im Getriebe entsteht Reibung, die Kupplung trennt ständig den Motor vom Kraftfluss und lässt seine Energie ungenutzt verpuffen und so weiter.

Der Wegfall dieser ganzen Bauteile und die viel geringere Komplexität von Elektroautos wirkt sich natürlich auch auf seine Lebensdauer aus. Wo kein Verschleiß ist, muss auch nichts repariert werden. Durch die Einsparung dieser ganzen überflüssigen Bauteile ist das reine Auto auch viel leichter als sein Verbrennungs-Pendant. Aber ehrlicherweise relativiert sich dieser Gewichtsvorteil wieder, wenn man die Batterie dazu rechnet.

Ein Elektromotor produziert keine Abgase. Ganz schadstofffrei fährt ein Elektroauto dadurch nicht. Es bleibt zumindest noch der Reifenabrieb, der auch eine gewisse Belastung für die Umwelt darstellt. Aber das permanente Auspusten mit Schadstoffen belasteten Abgasen findet bei einem Elektroauto einfach nicht statt. Hinzu kommt, dass der Elektromotor fast geräuschlos arbeitet. Von Natur aus hört man von einem Elektroauto nur ein ganz leises Summen und die Abrollgeräusche der Reifen. Das kann allerdings auch zum Problem werden: Damit Fußgänger und Blinde die Autos nicht überhören, wird ihnen gegenwärtig ein aktives Laufgeräusch für den Stadtbetrieb verpasst.

Es bleibt allerdings die Frage, wie emissionsfrei ein Elektroauto ist, wenn man die Emissionen für die Stromproduktion mit einbezieht. Da sagen wir: Schauen Sie sich mal den SONO SION an. Dieses in Deutschland entwickelte Elektroauto ist mit Solarzellen gepflastert und stellt damit seinen Strom selbst her. Laut Angaben der Hersteller produziert ein Sono täglich so viel elektrische Energie, dass er 30 Kilometer weit ohne nachzutanken fahren kann. Das ist doch schon mal ein toller Anfang. Für alle anderen gilt: Möglichst viele Autos im Ladebetrieb ist genau das, was die Energiewende heute braucht. Der Strom aus Windkraft und Solar entsteht leider nicht immer exakt dann, wenn er auch verbraucht werden kann. Im Moment geistern Kilowattweise Strommengen durch die Netze, die keine Abnehmer finden. Da werde nicht weniger als Millionenwerte täglich vernichtet. Wenn aber tausende von Elektroautos am Ladenetz hängen, können sie genau der Energiepuffer sein, welcher die regenerativen Energien erst so richtig ins Rollen bringen. Dann kann es mit dem Abschied von der Kohle sehr schnell gehen.

Gegenwärtig ist das Elektromobilität Staatsraison. Der Kauf wird gefördert und sein Betrieb verbilligt. Im Gegenzug wird das Fahren mit einem Verbrennungsmotor immer teurer. Die jüngst beschlossene CO2 Steuer ist nur ein weiterer Beitrag, den Verbrennungsmotor ins technische Aus zu schieben. Mit dem E-Mobil lässt man diese Sorgen aber hinter sich.

Der vielleicht schönste Vorteil der Elektromobilität ist, dass sie noch so jung ist. Es herrscht Aufbruch- und Gründerstimmung. Neue Automarken entstehen und bieten den traditionellen Marken frech die Stirn. Hier ist noch längst nicht alles erfunden, entwickelt und zu Ende gedacht – tolle Zeiten für Tüftler, Erfinder und Wagemutige.

Noch gibt es auch Nachteile

Man sollte sich trotz aller Verheißungen das Elektroauto nicht allzu schön reden. Noch gibt es Nachteile, die überwunden werden müssen. Die Kehrseite der niedrig komplexen Elektromobilität ist nämlich, dass die überflüssig gewordenen Bauteile auch nicht mehr produziert werden müssen. Schon heute ist der Kahlschlag an Arbeitsplätzen in der Automobilbranche zu beobachten. Hier werden noch viele Menschen ihren sicher geglaubten Job verlieren. Aber das ist bei jedem Technologiewandel so und bisher wurden dabei auch immer wieder neue Arbeitsplätze entwickelt.

Die Ladezyklen sind noch etwas lang. Mit 20-30 Minuten muss man leider auch heute noch rechnen, wenn man sein restlos leeres Elektrofahrzeug wieder voll aufladen möchte. In der Zwischenzeit kann man aber seine Geschäfte erledigen. Die Tankstellen von heute sind inzwischen recht umfassende Service-Center geworden, die neben einer Cafeteria auch freies Internet und sogar Geldautomaten anbieten. Falls Sie Kunde von Comdirect sind, haben wir da einen Tipp für Sie: An den Geldautomaten der Comdirekt-Bank können Sie auch Münzgeld einzahlen! Nutzen Sie also die Ladezeit und räumen Sie das Kleingeld aus dem Auto, Portemonnaie und den Jackentaschen auf Ihr Konto. Bequemer geht es nicht mehr.

Fazit: Die Zukunft fährt elektrisch

An der Elektromobilität fährt nichts mehr vorbei. Aber mal ganz ehrlich: Wer will nicht mit einem raketenschnelles, flüsterleises, ökologisch einwandfreien Fahrzeug in die Zukunft düsen? Die Fans blubbernder V8 Motoren werden es irgendwann auch verstehen: Der Verbrenner ist tot – es lebe der Akku!

Bildquelle: pixabay.com

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