Rundumwissen für die tägliche Autoreinigung

Worauf kommt es bei der täglichen Fahrzeugreinigung an? Gibt es rechtliche Einschränkungen? Im Ratgeber folgen essenzielle Informationen zum Thema Autopflege. Hiermit lassen sich typische Fehler bei der Pflege und Reinigung verhindern. Das Wissen sorgt für Klarheit, auch in Hinblick auf die Fensterreinigung.

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Reinigung auf Privatgelände

Zahlreiche Autoliebhaber möchten Ihr Fahrzeug selbst von Hand waschen. Dabei ist es nicht ohne Weiteres möglich, das Auto Zuhause von Hand zu waschen. Deshalb ist es wichtig, sich mit den Gesetzen vertraut zu machen, um Konflikte mit dem Gesetzgeber zu vermeiden. Diesbezüglich ist es nur bedingt möglich, Pauschalaussagen zu treffen. Bundesweit gibt es abweichende Reglementierungen. Es obliegt der Verantwortung der Fahrzeughalter, sich auf aktuellen Kenntnisstand zu halten. Verbindliche Auskünfte können beim zuständigen Ordnungsamt eingeholt werden.

Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld geahndet. Unwissenheit schützt in dem Fall nicht vor Strafe. Folglich ist es von elementarer Bedeutung, sich über alles Wichtige vor Ort zu erkundigen. Die Bußgelder können stattlich ausfallen. Sie fangen bei 25 EUR an und erreichen einen Höchstsatz von 100.000 EUR, wie etwa im Bundesland Sachsen. Es handelt sich nicht um ein Kavaliersdelikt. Die AutowäschFe auf einem privaten Gelände stellt eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar. Dabei umfasst das Verbot nicht nur privates Gelände. Die Reinigung auf öffentlichen Straßen ist ebenfalls tabu.

In einigen Bundesländern ist es in Ausnahmefällen erlaubt, das Fahrzeug mit Wasser zu säubern. Es darf dabei kein Reinigungsmittel verwendet werden. Konträr dazu stellt das Reinigen mit dem Wasser in den meisten Gemeinden eine Ordnungswidrigkeit dar. Tendenziell kann man davon ausgehen, dass die Autowäsche auf privatem Gelände verboten ist.

Gründe, weshalb die Autowäsche auf Privatplätzen verboten ist:

  • aggressive Reinigungsmittel gelangen ins Grundwasser
  • Ölablagerungen verschmutzen Grundwasser
  • schmutziges Abwasser kann in Gewässer gelangen
  • hohe Belastung der Umwelt

Auf Nummer sicher – hier ist die Autoreinigung erlaubt

Es ist dennoch möglich, das Auto von Hand zu waschen. Hierzu gibt es in zahlreichen Städten sogenannte Waschboxen. Der Bodenuntergrund trennt das Wasser sicher vom Grundwasser. Hiermit ist gewährleistet, dass es nicht zu einer Belastung des Grundwassers kommt. Autobesitzer haben hier viele Möglichkeiten, das Fahrzeug richtig zu reinigen. In der Regel gibt es an der Waschbox alles Wichtige, was es für eine Reinigung braucht. Die Betreiber stellen Reinigungsmittel und Hilfsmittel zur Verfügung. In Ausnahmefällen ist es auch erlaubt, eigene Utensilien mitzunehmen, um das Auto zu reinigen.

ein Mann wäscht sein Auto
Bildquelle: depositphotos.com

Auch der Weg zur Waschanlage bietet Vorteile. Hier ist eine schonende und schnelle Reinigung möglich. Zudem kann man mit einem Hochdruckreiniger das Auto von groben Schmutzresten befreien, um Mikrokratzer zu verhindern. Die Bürsten von modernen Waschanlagen sind sanft und stellen eine sichere Reinigung des Fahrzeuges sicher. Das Besondere an der Waschanlage ist die Möglichkeit, das Fahrzeug am Unterboden zu reinigen. In der Winterzeit ist die Unterbodenwäsche besonders wichtig. Das Waschen in der Waschanlage stellt letztlich keinerlei Risiko für die Umwelt oder das Grundwasser dar.

Die richtige Außenreinigung – Schritt für Schritt zum Glanz

Eine regelmäßige Reinigung ist von essenzieller Bedeutung. Zum einen wirkt sich die Außenreinigung positiv auf den Werterhalt aus. Dabei ist es wichtig, typische Fehler zu vermeiden. Andernfalls kann es zu Kratzern am Lack kommen. Für die Handwäsche ist es beispielsweise wichtig, das Fahrzeug mit zwei Eimern zu waschen. Diesbezüglich wird ein Reinigungseimer zum Auswringen des Schmutzlappens benutzt. Auf diese Weise können Schmutzpartikel entfernt werden. Der zweite Eimer wird zum Waschen des Fahrzeuges benutzt. Durch die Separierung der zwei Eimer wird verhindert, dass grobe Schmutzpartikel den Autolack beschädigen. Die Außenreinigung sollte ausschließlich mit einem Mikrofasertuch erfolgen. Im Idealfall erfolgt die Reinigung mit lauwarmen Wassern. Es ist wichtig, auf vermeintlich effiziente Hausmittel wie Spülmittel zu verzichten. Für Autolack braucht es spezielle Pflegemittel, um einen ausreichenden Schutz sicherzustellen.

Soll die Außenreinigung in einer Waschanlage erfolgen, dann gilt es ebenfalls, einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Bei modernen Automodellen ist es wichtig, den Regensensor zu deaktivieren, um Schäden zu verhindern. Auch die Antenne sollte abmontiert werden, bevor das Waschprogramm gestartet wird. Um das Fahrzeug optimal zu reinigen, ist es hilfreich, grobe Schmutzpartikel mit einem Hochdruckreiniger zu entfernen. Zusätzlich wird es verhindern, dass Schmutzpartikel Kratzer beim Reinigungsprozess hinterlassen. Um eine sanfte Reinigung sicherzustellen, sollten Waschstraßen mit textilen Bürsten priorisiert werden. Diese gelten als besonders sanft. In der Winterzeit sollte die Unterbodenwäsche mit einbezogen werden. Hiermit kann das Auto von Salzresten befreit werden. Anderenfalls können letztere eine ätzende Wirkung entfalten und die Materialoberfläche angreifen.

Die häufigsten Fehler zusammengefasst:

  • nur einen Eimer bei der Handwäsche nutzen
  • Spülmittel verwenden
  • Unterbodenwäsche vernachlässigen
  • Waschanlage ohne Hochdruckreiniger verwenden

Fahrzeuginnenreinigung – Impulse für den Alltag

Schließlich spielt die Innenreinigung ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie rundet das Erscheinungsbild des Fahrzeuges ab. In erster Instanz gilt es, mit dem Groben zu beginnen. Sämtlicher Papiermüll und sonstiger Abfall sollte entfernt werden. Damit einhergehend sollte der Kofferraum von Müll befreit werden. Kleine Schmutzpartikel können mit einem Staubsauger beseitigt werden. Autoteppiche können ausgeklopft und gesaugt werden.

die Amaturen eines Autos werden gereinigt
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Im Anschluss kann es dazu übergehen, sich um die Feinheiten zu kümmern. Vorab sei darauf hingewiesen, dass auch hier Spülmittel und sonstige Hausmittel tabu sind. Für die Armatur- oder Sitzreinigung empfiehlt es sich, auf spezielle Autoreiniger zu setzen. Vor allem Ledersitze sind empfindlich und sollten mit Bedacht gereinigt werden. Im Zweifelsfall kann das Reinigungsmittel auf einer unauffälligen Stelle aufgesetzt werden, bevor es für die Gesamtreinigung zum Einsatz kommt. Abschließend sollten die Fenster von innen gereinigt werden.

Handelt es sich um besonders hartnäckige Flecken oder mangelt es an zeitlichen Ressourcen? Alternativ besteht die Möglichkeit, den Service einer professionellen Fahrzeugaufbereitung zu nutzen. Letztere ist nicht nur vorteilhaft, wenn es um den Autoverkauf geht. Sie eignet sich hervorragend dazu, das eigene Fahrzeug regelmäßig reinigen zu lassen. Der Vorteil ist, dass die Reinigung auf professioneller Ebene erfolgt.

Neben der Reinigungen können Zusatzleistungen in Anspruch genommen werden. Es können – auf Wunsch – Kratzer und Beulen entfernt werden. Die Arbeiten werden fachgemäß durchgeführt. Das Erscheinungsbild des Fahrzeuges wird sich signifikant verbessern. Mit einer professionellen Autoreinigung spart man sich Zeit. Zusätzlich wird sichergestellt, dass Flecken oder Beschädigungen sachgemäß beseitigt werden.

Vorteile der Fahrzeugaufbereitung:

  • spart Zeit
  • Beulen und Kratzer werden beseitigt
  • professionelle Innen- und Außenreinigung
  • wertet Fahrzeug auf
  • variable Preise

Zusätzliche Routineuntersuchungen bei der Reinigung

Im Zuge der täglichen Reinigung bietet es sich an, wichtige Untersuchungen am Fahrzeug vorzunehmen. Es schont den eigenen Geldbeutel und erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Diesbezüglich sollte der Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden. Ein niedriger Reifendruck erhöht den Spritverbrauch. Zudem hat es einen negativen Einfluss auf die Fahrsicherheit. Ein zu hoher oder zu niedriger Reifendruck führt zu längeren Bremswegen und es verschlechtert das Verhalten in Kurven. Im Tankdeckel ist es möglich, den empfohlenen Reifendruck einzusehen. Auch sollten die Scheiben sauber sein und wichtig ist auch das KFZ-Kennzeichen. Zum Beispiel gibt es ein 5 Euro Bußgeld wenn das Auto-Kennzeichen verdreckt ist. Abseits davon gilt es, den Ölstand, die Bremsflüssigkeit, das Kühlwasser und das Scheibenwischwasser zu kontrollieren. Auch die Lichtanlage sollte einer Kontrolle unterzogen werden. Langfristig werden regelmäßige Untersuchungen die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und im Idealfall den Spritverbrauch senken.

Untersuchungen im Fokus:

  • Reifendruck
  • Bremsflüssigkeit
  • Lichtanlage
  • Scheibenwischwasser
  • Kühlwasser
  • Ölstand

Fazit:

Letztlich spielt die Regelmäßigkeit eine zentrale Rolle. Auf diese Weise lassen sich wichtige Kontrollen am Fahrzeug vornehmen. Zudem stellt die regelmäßige Routine sicher, dass der Aufwand sich in Grenzen hält. Sollte es an Zeit mangeln, dann gibt es immer noch die Option, die professionelle Autoaufbereitung in Anspruch zu nehmen. Langfristig kommt es dem Fahrzeugwert zugute. Zusätzlich wird es das eigene Wohlbefinden verbessern. Die Auswahl an Reinigungsmitteln ist breit gefächert. Es gibt für jeden Anspruch das Richtige, um sich der täglichen Fahrzeugpflege zu widmen.

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